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Kommandeur: Unterschied zwischen den Versionen

Aus U-Boot-Archiv Wiki

 
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| colspan="3" | In der Kriegsmarine war „Kommandeur“ kein Dienstgrad, sondern eine Dienststellung (Funktionsbezeichnung). Er war der militärische Führer eines festlandgebundenen Verbandes oder einer Ausbildungseinheit.
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| colspan="3" | In der Kriegsmarine war „Kommandeur“ kein Dienstgrad, sondern eine funktionale Dienststellung für den militärischen Führer eines festlandgebundenen Verbandes oder einer Ausbildungseinheit. Er trug die disziplinarische und administrative Gesamtverantwortung für landgestützte Abteilungen, Regimenter oder Lehrdivisionen.
 
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! colspan="3" | Definition und Abgrenzung
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! colspan="3" | Definition & Abgrenzung
 
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| colspan="3" | An Land: Offiziere, die Einheiten wie Schiffsstammabteilungen, Marineartillerieabteilungen oder U-Boot-Lehrdivisionen führten, trugen den Titel Kommandeur.
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| Einsatzbereich: || colspan="3" | Führung von Schiffsstammabteilungen, Marineartillerieabteilungen oder Unterseeboots-Lehrdivisionen (U.L.D.).
 
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| colspan="3" | An Bord: Einzelschiffe wurden von einem Kommandanten geführt.
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| Abgrenzung: || colspan="3" | An Bord von Einzelschiffen oder Booten lautet die Bezeichnung stets "Kommandant". Mehrere Abteilungen wurden unter einem "Regimentskommandeur" zusammengefasst.
 
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| colspan="3" | Höhere Ebene: Mehrere Abteilungen wurden zu einem Regiment zusammengefasst, das von einem Regimentskommandeur geführt wurde.  
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| Dienstgrade: || colspan="3" | Besetzung meist durch Stabsoffiziere: Korvettenkapitän (Abteilungen), Fregattenkapitän oder Kapitän zur See (Lehrdivisionen/Regimenter).
 
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! colspan="3" | Aufgaben und Relevanz für die U-Boot-Waffe
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! colspan="3" | Aufgaben & Verantwortlichkeiten
 
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| colspan="3" | Disziplinargewalt: Er besaß die volle Strafgewalt über die ihm unterstellten Soldaten (meist die eines Regimentkommandeurs gemäß M.Dv. 32).
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| Disziplinargewalt: || colspan="3" | Volle Strafgewalt gemäß Marine-Dienstvorschrift (M.Dv. 32); meist die Befugnisse eines Regimentkommandeurs.
 
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| colspan="3" | Ausbildungsverantwortung: In Einheiten wie der 9. Schiffsstammabteilung war der Kommandeur dafür verantwortlich, dass die Rekruten die nötige Reife für die spätere Fachausbildung in der U-Boot-Waffe erlangten.
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| Ausbildung: || colspan="3" | Verantwortlich für die Erreichung der Ausbildungsziele (z. B. infanteristische Reife der Rekruten für die spätere U-Boot-Fachausbildung).
 
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| colspan="3" | Organisation: Er koordinierte den Stab, die Logistik und die Unterbringung in den Kasernen (z. B. in Pillau oder Stralsund).
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| Organisation: || colspan="3" | Koordination des Stabes, der Logistik sowie der Unterbringung und Versorgung in den Kasernenstandorten (z. B. Pillau, Stralsund, Kiel).
 
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! colspan="3" | Typische Dienstgrade
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| colspan="3" | Die Position eines Kommandeurs wurde in der Regel von Stabsoffizieren besetzt:
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| Lehrdivisionen: || colspan="3" | In den U.L.D. steuerten Kommandeure den personellen Durchlauf tausender Spezialisten und stellten die Qualität des Nachwuchses sicher.
 
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| colspan="3" | [[Korvettenkapitän]] (bei kleineren Abteilungen).
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| Personalhistorie: || colspan="3" | In den Werdegängen (BArch PERS 6) kennzeichnet die Ernennung zum Kommandeur den Aufstieg in eine bedeutende Führungsposition der Bodenorganisation.
 
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| colspan="3" | [[Fregattenkapitän]] oder [[Kapitän zur See]] (bei Lehrdivisionen oder Regimentern).
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! colspan="3" | Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) [https://www.bundesarchiv.de/im-archiv-recherchieren/archivgut-recherchieren/recherchesysteme/invenio/ | Invenio Online-Recherche]
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! colspan="3" | Quellenverweise - [https://invenio.bundesarchiv.de | Invenio Online-Recherche]
 
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| BArch PERS 6 || colspan="3" | Personalakten. In den Werdegängen steht oft: „ernannt zum Kommandeur der [Einheit]“. BArch PERS 6
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| BArch PERS 6 || colspan="3" | Personalakten (Werdegänge mit Ernennungsnachweisen zum Kommandeur).
 
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| BArch RM 121 || colspan="3" | Abteilungen/Divisionen. Hier finden sich die von den Kommandeuren unterzeichneten Abteilungsbefehle.
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| BArch RM 121 || colspan="3" | Akten der Abteilungen/Divisionen (Abteilungsbefehle und organisatorische Leitung).
 
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| BArch RM 6 || colspan="3" | OKM. Dokumentiert die Ernennungslisten der Kommandeure im Bereich der Marinestationen.
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| BArch RM 6 || colspan="3" | OKM (Ernennungslisten für Kommandeure im Bereich der Marinestationen).
 
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| Lohmann, Walter / Hildebrand, Hans H. || colspan="3" | Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945. (Band 1, Abschnitt: Organisation der Landdienststellen).
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| Lohmann / Hildebrand || colspan="3" | "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band 1: Organisation der Landdienststellen).
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| M.Dv. Nr. 32 || colspan="3" | "Bestimmungen für die personelle Verwaltung der Kriegsmarine".
 
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| Marinedienstvorschrift Nr. 32 || colspan="3" | Bestimmungen für die personelle Verwaltung der Kriegsmarine
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| Tessin, Georg || colspan="3" | "Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht" (Systematik der Marine-Landverbände).
 
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| style="text-align:center" colspan="3" | [mailto:ubootarchivwiki@gmail.com ubootarchivwiki@gmail.com] - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132
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| || colspan="3" | '''<small>ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132</small>'''
 
 
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Aktuelle Version vom 18. Februar 2026, 16:59 Uhr

Dienststellung Kommandeur (Allgemein)
In der Kriegsmarine war „Kommandeur“ kein Dienstgrad, sondern eine funktionale Dienststellung für den militärischen Führer eines festlandgebundenen Verbandes oder einer Ausbildungseinheit. Er trug die disziplinarische und administrative Gesamtverantwortung für landgestützte Abteilungen, Regimenter oder Lehrdivisionen.
Definition & Abgrenzung
Einsatzbereich: Führung von Schiffsstammabteilungen, Marineartillerieabteilungen oder Unterseeboots-Lehrdivisionen (U.L.D.).
Abgrenzung: An Bord von Einzelschiffen oder Booten lautet die Bezeichnung stets "Kommandant". Mehrere Abteilungen wurden unter einem "Regimentskommandeur" zusammengefasst.
Dienstgrade: Besetzung meist durch Stabsoffiziere: Korvettenkapitän (Abteilungen), Fregattenkapitän oder Kapitän zur See (Lehrdivisionen/Regimenter).
Aufgaben & Verantwortlichkeiten
Disziplinargewalt: Volle Strafgewalt gemäß Marine-Dienstvorschrift (M.Dv. 32); meist die Befugnisse eines Regimentkommandeurs.
Ausbildung: Verantwortlich für die Erreichung der Ausbildungsziele (z. B. infanteristische Reife der Rekruten für die spätere U-Boot-Fachausbildung).
Organisation: Koordination des Stabes, der Logistik sowie der Unterbringung und Versorgung in den Kasernenstandorten (z. B. Pillau, Stralsund, Kiel).
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Lehrdivisionen: In den U.L.D. steuerten Kommandeure den personellen Durchlauf tausender Spezialisten und stellten die Qualität des Nachwuchses sicher.
Personalhistorie: In den Werdegängen (BArch PERS 6) kennzeichnet die Ernennung zum Kommandeur den Aufstieg in eine bedeutende Führungsposition der Bodenorganisation.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch PERS 6 Personalakten (Werdegänge mit Ernennungsnachweisen zum Kommandeur).
BArch RM 121 Akten der Abteilungen/Divisionen (Abteilungsbefehle und organisatorische Leitung).
BArch RM 6 OKM (Ernennungslisten für Kommandeure im Bereich der Marinestationen).
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band 1: Organisation der Landdienststellen).
M.Dv. Nr. 32 "Bestimmungen für die personelle Verwaltung der Kriegsmarine".
Tessin, Georg "Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht" (Systematik der Marine-Landverbände).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132