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Marine Regiment Berger: Unterschied zwischen den Versionen

Aus U-Boot-Archiv Wiki

 
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! Marine-Regiment Berger (Narvik)
 
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| colspan="3" | Das Marine-Regiment Berger war ein aus der Not geborener Infanterieverband, der während der Schlacht um Narvik im April 1940 formiert wurde. Es bestand primär aus den überlebenden Besatzungsmitgliedern der zehn deutschen Zerstörer, die in den Fjorden vor Narvik versenkt worden waren. Unter der Führung von Fregattenkapitän Hans-Joachim Berger kämpften diese "schiffslosen Seeleute" an der Seite der Gebirgsjäger gegen die alliierten Landungskräfte.
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| colspan="3" | Das Marine-Regiment Berger war ein aus der Not geborener Infanterieverband der Kriegsmarine, der während der Schlacht um Narvik 1940 formiert wurde. Er bestand primär aus den ca. 2.100 überlebenden Besatzungsmitgliedern der zehn versenkten deutschen Zerstörer. Als „Gebirgsmarine“ kämpften diese schiffslosen Seeleute unter härtesten arktischen Bedingungen an der Seite der 3. Gebirgs-Division gegen die alliierten Landungskräfte.
 
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| colspan="3" | Aufstellung und Personalstruktur: Die Aufstellung erfolgte unmittelbar nach der Vernichtung der deutschen Zerstörergruppe am 13.04.1940. Rund 2.100 Seeleute, die sich an Land retten konnten, wurden in das Regiment eingegliedert. Da kaum infanteristische Ausrüstung vorhanden war, wurden die Männer teilweise mit erbeuteten norwegischen Uniformen und Waffen sowie Gebirgsausrüstung der Heeresverbände ausgestattet. Das Regiment gliederte sich in mehrere Bataillone, die nach ihren ursprünglichen Zerstörern oder Kommandanten benannt waren.
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| Aufstellung: || colspan="3" | 13.04.1940, unmittelbar nach der Vernichtung der Zerstörergruppe in den Fjorden vor Narvik.
 
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| colspan="3" | Einsatz in der Schlacht um Narvik: Das Regiment hielt wichtige Stellungen entlang der Erzbahn und im Gebirge rund um Narvik. Die Seeleute, die kaum für den Gebirgskrieg ausgebildet waren, mussten sich unter extremen klimatischen Bedingungen gegen britische, französische und polnische Elitetruppen behaupten. Trotz der mangelnden Erfahrung im Erdkampf trug das Regiment Berger maßgeblich dazu bei, dass die Gruppe unter General Dietl die Stellung bis zum Abzug der Alliierten im Juni 1940 halten konnte.
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| Kommandeur: || colspan="3" | Fregattenkapitän Hans-Joachim Berger (vormaliger Chef der 1. Zerstörerflottille).
 
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| colspan="3" | Das Schicksal bei Kriegsende: Nach dem Sieg in Narvik wurde das Regiment im Juli 1940 aufgelöst. Das Personal wurde größtenteils zur personellen Neuaufstellung der Zerstörerwaffe und anderer Marineeinheiten nach Deutschland zurückgeführt. Hans-Joachim Berger, der für die Führung des Regiments das Ritterkreuz erhielt, übernahm später weitere wichtige Stabsaufgaben. Das Erbe des Regiments blieb in der Tradition der Kriegsmarine als Sinnbild für den harten Einsatz der "Gebirgsmarine" verankert.
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| Struktur: || colspan="3" | Gliederung in Bataillone, die meist nach den ursprünglichen Zerstörern (z. B. Bataillon „Georg Thiele“) oder deren Kommandanten benannt waren.
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| Ausrüstung: || colspan="3" | Massive Improvisation; Nutzung erbeuteter norwegischer Krag-Jørgensen-Gewehre, Uniformteile und Heeres-Gebirgsausrüstung.
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| Auflösung: || colspan="3" | Juli 1940; Rückführung des Personals zur Neuaufstellung der Zerstörerwaffe nach Deutschland.
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! colspan="3" | Einsatz in der Schlacht um Narvik
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| Frontabschnitt: || colspan="3" | Verteidigung wichtiger Stellungen entlang der Erzbahn (Ofotbahn) und in den unwegsamen Gebirgsregionen rund um den Beisfjord.
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| Kampfbedingungen: || colspan="3" | Abwehr französischer Alpenjäger, polnischer Podhale-Schützen und britischer Truppen unter extremen klimatischen Bedingungen (Schnee/Kälte).
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| Strategischer Erfolg: || colspan="3" | Maßgeblicher Anteil am Halten der „Festung Narvik“ unter General Dietl bis zum Abzug der Alliierten im Juni 1940.
 
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| colspan="3" | Sicherung des strategischen Stützpunktes: Durch die erfolgreiche Verteidigung von Narvik wurde der Hafen als nördlichster Stützpunkt für die deutsche Seekriegsleitung erhalten. Dies schuf die logistische Voraussetzung für die spätere Stationierung der 13. Unterseebootsflottille, die von Narvik und Trondheim aus operierte.
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| Stützpunkterhalt: || colspan="3" | Die Verteidigung sicherte den strategisch wichtigen Hafen Narvik, der später als Basis für die 13. Unterseebootsflottille diente.
 
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| colspan="3" | Schutz der U-Boot-Infrastruktur: Das Regiment sicherte während der kritischen Belagerungsphase die Hafenanlagen und Werkstätten, die später für die Instandsetzung und Ausrüstung der im Nordmeer operierenden U-Boote (z. B. gegen die PQ-Konvois) genutzt wurden.
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| Infrastrukturschutz: || colspan="3" | Sicherung der Hafenanlagen und Werkstätten, die später für die Instandsetzung der im Nordmeer operierenden U-Boote (PQ-Konvoi-Schlacht) genutzt wurden.
 
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| colspan="3" | Personelle Bindeglieder: Einige Unteroffiziere und Offiziere, die im Regiment Berger infanteristische Erfahrung gesammelt hatten, wechselten im späteren Kriegsverlauf zur U-Boot-Waffe. Die in Narvik bewiesene Härte und Improvisationsgabe galt als hervorragende Qualifikation für den Dienst auf Booten in den arktischen Gewässern.
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| Personelle Prägung: || colspan="3" | Die in Narvik bewiesene Härte und Improvisationsgabe qualifizierte viele Angehörige des Regiments für den späteren Dienst in der U-Boot-Waffe in arktischen Gewässern.
 
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! colspan="3" | Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) [https://www.bundesarchiv.de/im-archiv-recherchieren/archivgut-recherchieren/recherchesysteme/invenio/ | Invenio Online-Recherche]
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! colspan="3" | Spezifische Merkmale & Besonderheiten
 
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| B.Arch. RM 7 / 2331 || colspan="3" | Unterlagen der Seekriegsleitung zum Unternehmen Weserübung (Dokumentiert die Gliederung der Marineeinheiten in Narvik).
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| Ritterkreuz: || colspan="3" | Hans-Joachim Berger erhielt für die Führung des Regiments und die erfolgreiche Verteidigung des Landabschnitts das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes.
 
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| B.Arch. RM 119 || colspan="3" | Akten der Zerstörerverbände (Enthält Berichte über den Verlust der Schiffe und die Bildung des Regiments Berger).
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| "Gebirgsmarine": || colspan="3" | Einzigartige Truppengattung, die das Edelweiß der Gebirgsjäger ehrenhalber an der Marine-Mütze tragen durfte (Traditionsabzeichen).
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| B.Arch. RH 28-3 || colspan="3" | Kriegstagebuch der 3. Gebirgs-Division (Belegt die taktische Zusammenarbeit mit dem Marine-Regiment Berger im Gebirgskrieg).
 
 
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! colspan="3" | Literaturverweise
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! colspan="3" | Quellenverweise - [https://invenio.bundesarchiv.de | Invenio Online-Recherche]
 
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| Lohmann, Walter / Hildebrand, Hans H. || colspan="3" | Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945: Gliederung, Einsatz, Stellenbesetzung. (Band II, Kapitel über die Marine-Infanterieverbände in Norwegen).
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| BArch RM 7 / 2331 || colspan="3" | Seekriegsleitung (Gliederung der Marineeinheiten in Narvik und Berichte zum Unternehmen Weserübung).
 
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| Hildebrand, Hans H. || colspan="3" | Die organisatorische Entwicklung der Marine nebst Stellenbesetzung 1848 bis 1945. (Detaillierte Übersicht der Offiziere des Regiments Berger).
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| BArch RM 119 || colspan="3" | Akten der Zerstörerverbände (Berichte über den Verlust der Schiffe und die Bildung des Regiments).
 
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| Hubatsch, Walther || colspan="3" | Weserübung: Die deutsche Besetzung von Dänemark und Norwegen 1940. (Standardwerk mit Fokus auf die Kämpfe in Narvik).
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| BArch RH 28-3 || colspan="3" | Kriegstagebuch der 3. Gebirgs-Division (Taktische Zusammenarbeit mit dem Marine-Regiment Berger).
 
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! colspan="3" | Literaturverweise
 
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| Hubatsch, Walther || colspan="3" | "Weserübung: Die deutsche Besetzung von Dänemark und Norwegen 1940".
 
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| Lohmann / Hildebrand || colspan="3" | "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band II, Marine-Infanterieverbände).
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| Hildebrand, Hans H. || colspan="3" | "Die deutschen Kriegsschiffe: Biographien" (Kontext Hans-Joachim Berger).
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| style="text-align:center" colspan="3" | [mailto:ubootarchivwiki@gmail.com ubootarchivwiki@gmail.com] - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132
 
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Aktuelle Version vom 18. Februar 2026, 17:16 Uhr

Verband Marine-Regiment Berger (Narvik)
Das Marine-Regiment Berger war ein aus der Not geborener Infanterieverband der Kriegsmarine, der während der Schlacht um Narvik 1940 formiert wurde. Er bestand primär aus den ca. 2.100 überlebenden Besatzungsmitgliedern der zehn versenkten deutschen Zerstörer. Als „Gebirgsmarine“ kämpften diese schiffslosen Seeleute unter härtesten arktischen Bedingungen an der Seite der 3. Gebirgs-Division gegen die alliierten Landungskräfte.
Historischer Kontext & Organisation
Aufstellung: 13.04.1940, unmittelbar nach der Vernichtung der Zerstörergruppe in den Fjorden vor Narvik.
Kommandeur: Fregattenkapitän Hans-Joachim Berger (vormaliger Chef der 1. Zerstörerflottille).
Struktur: Gliederung in Bataillone, die meist nach den ursprünglichen Zerstörern (z. B. Bataillon „Georg Thiele“) oder deren Kommandanten benannt waren.
Ausrüstung: Massive Improvisation; Nutzung erbeuteter norwegischer Krag-Jørgensen-Gewehre, Uniformteile und Heeres-Gebirgsausrüstung.
Auflösung: Juli 1940; Rückführung des Personals zur Neuaufstellung der Zerstörerwaffe nach Deutschland.
Einsatz in der Schlacht um Narvik
Frontabschnitt: Verteidigung wichtiger Stellungen entlang der Erzbahn (Ofotbahn) und in den unwegsamen Gebirgsregionen rund um den Beisfjord.
Kampfbedingungen: Abwehr französischer Alpenjäger, polnischer Podhale-Schützen und britischer Truppen unter extremen klimatischen Bedingungen (Schnee/Kälte).
Strategischer Erfolg: Maßgeblicher Anteil am Halten der „Festung Narvik“ unter General Dietl bis zum Abzug der Alliierten im Juni 1940.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Stützpunkterhalt: Die Verteidigung sicherte den strategisch wichtigen Hafen Narvik, der später als Basis für die 13. Unterseebootsflottille diente.
Infrastrukturschutz: Sicherung der Hafenanlagen und Werkstätten, die später für die Instandsetzung der im Nordmeer operierenden U-Boote (PQ-Konvoi-Schlacht) genutzt wurden.
Personelle Prägung: Die in Narvik bewiesene Härte und Improvisationsgabe qualifizierte viele Angehörige des Regiments für den späteren Dienst in der U-Boot-Waffe in arktischen Gewässern.
Spezifische Merkmale & Besonderheiten
Ritterkreuz: Hans-Joachim Berger erhielt für die Führung des Regiments und die erfolgreiche Verteidigung des Landabschnitts das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes.
"Gebirgsmarine": Einzigartige Truppengattung, die das Edelweiß der Gebirgsjäger ehrenhalber an der Marine-Mütze tragen durfte (Traditionsabzeichen).
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 7 / 2331 Seekriegsleitung (Gliederung der Marineeinheiten in Narvik und Berichte zum Unternehmen Weserübung).
BArch RM 119 Akten der Zerstörerverbände (Berichte über den Verlust der Schiffe und die Bildung des Regiments).
BArch RH 28-3 Kriegstagebuch der 3. Gebirgs-Division (Taktische Zusammenarbeit mit dem Marine-Regiment Berger).
Literaturverweise
Hubatsch, Walther "Weserübung: Die deutsche Besetzung von Dänemark und Norwegen 1940".
Lohmann / Hildebrand "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band II, Marine-Infanterieverbände).
Hildebrand, Hans H. "Die deutschen Kriegsschiffe: Biographien" (Kontext Hans-Joachim Berger).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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