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Flaklehrgang: Unterschied zwischen den Versionen

Aus U-Boot-Archiv Wiki

 
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| colspan="3" | Der Flaklehrgang (Flugabwehrkanonen-Lehrgang) war für die Besatzungen der Unterseeboot-Waffe eine überlebenswichtige Spezialausbildung. Da die Bedrohung durch alliierte Flugzeuge ab dem Jahr 1942 massiv zunahm, wurde die Verteidigung mit Flugabwehrwaffen an Oberdeck zu einem zentralen Ausbildungsschwerpunkt.
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| colspan="3" | Der Flaklehrgang war für die Besatzungen der Unterseeboot-Waffe eine überlebenswichtige Spezialausbildung. Da die Bedrohung durch alliierte Flugzeuge ab dem Jahr 1942 massiv zunahm, wurde die Verteidigung mit Flugabwehrwaffen an Oberdeck zu einem zentralen Ausbildungsschwerpunkt. Ziel war die Befähigung zum präzisen Abwehrfeuer gegen Tiefflieger und Torpedobomber unter extremen Bordbedingungen.
 
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| Anfang: || colspan="3" | Die Lehrgänge wurden verstärkt ab 1935 mit dem Aufbau der Kriegsmarine etabliert. Ab 1942/43 wurden sie aufgrund der massiven alliierten Luftüberlegenheit für fast alle Besatzungsmitglieder schwimmender Einheiten intensiviert.
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| Anfang: || colspan="3" | Verstärkte Etablierung ab 1935; ab 1942/43 Intensivierung für nahezu alle Besatzungsmitglieder infolge der massiven alliierten Luftüberlegenheit über der Biskaya und dem Atlantik.
 
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| Dauer: || colspan="3" | Je nach Spezialisierung (Schütze, Richtkanonier oder Geschützführer) dauerte ein Lehrgang zwischen zwei und sechs Wochen.
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| Dauer: || colspan="3" | Je nach Spezialisierungsgrad (Schütze, Richtkanonier oder Geschützführer) variierte die Lehrgangsdauer zwischen zwei und sechs Wochen intensiven Drills.
 
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| Standorte: || colspan="3" | Die Ausbildung an den Flugabwehrwaffen fand an spezialisierten Marine-Flakschulen statt.
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| Standorte: || colspan="3" | Marine-Flakschule I (Swinemünde/Usedom), Marine-Flakschule II (Daxlanden/Misdroy) sowie Marine-Flakschule III (Misdroy/Pommern) für schwere Flak und Waffenerprobung.
 
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| || colspan="3" | Die Marine-Flakschule I hatte ihren Sitz in Swinemünde und unterhielt verschiedene Außenstellen auf der Insel Usedom.
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| Ende 1945: || colspan="3" | Einstellung des Schulbetriebs im Frühjahr 1945; Überführung des Stammpersonals der Schulen in Marine-Schützen-Verbände zur Verteidigung der Küstenfestungen.
| || colspan="3" | Die Marine-Flakschule II war ursprünglich in Daxlanden bei Karlsruhe beheimatet und wurde im Verlauf des Krieges nach Misdroy verlegt.
 
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| || colspan="3" | Die Marine-Flakschule III befand sich in Misdroy (Pommern) und war besonders für die schwere Flugabwehr sowie die Erprobung neuer Waffen zuständig.
 
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| Waffenkunde: || colspan="3" | Bedienung der 2-Zentimeter-Flak (Einling, Vierling) und der 3,7-Zentimeter-Flak-M42.
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| Waffenkunde: || colspan="3" | Praktische Bedienung der 2-cm-Flak (Einling/Vierling) und der 3,7-cm-Flak-M42; Wartung der Waffen bei extremer Korrosion durch Salzwassereinwirkung.
 
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| Flugzeugerkennung: || colspan="3" | Das schnelle Identifizieren von Freund und Feind (Silhouettenkunde) war entscheidend, da bei einem Luftangriff oft nur Sekunden für die Entscheidung zwischen „Alarmtauchen“ oder „Abwehrfeuer“ blieben.
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| Erkennung: || colspan="3" | Silhouettenkunde zur blitzschnellen Freund-Feind-Identifizierung; entscheidend für die Sekundenentscheidung zwischen „Alarmtauchen“ oder „Abwehrfeuer“.
 
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| Schießtraining: || colspan="3" | Praktische Übungen auf See gegen Schleppziele (Luftsäcke), die von Flugzeugen der Luftwaffe gezogen wurden, sowie Schulung in der Entfernungs- und Vorhaltemessung.
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| Schießtraining: || colspan="3" | Feuerkampf gegen von Flugzeugen geschleppte Luftsäcke sowie Schulung in Entfernungs- und Vorhaltemessung unter Berücksichtigung von Eigenschiffsbewegung und Seegang.
 
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| Besonderheit: || colspan="3" | Ab 1943 gab es spezialisierte Lehrgänge für „U-Flak-Boote“. Hier wurde trainiert, den Kampf gegen Flugzeuge an der Oberfläche aufzunehmen, anstatt zu tauchen – eine taktisch sehr verlustreiche Methode.
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| U-Flak-Spezifik: || colspan="3" | Ab 1943 Sonderlehrgänge für „U-Flak-Boote“ zum stehenden Kampf an der Oberfläche gegen Flieger – eine taktisch verlustreiche Methode zur Erzwingung des Durchbruchs.
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! colspan="3" | Relevanz für die U-Boot-Waffe
 
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| Überlebensnotwendigkeit: || colspan="3" | Da Flugzeuge ab 1943 die Hauptgefahr darstellten, wurde die Flakausbildung für die Besatzungen (insbesondere für das Brückenpersonal) überlebenswichtig.
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| Wintergarten: || colspan="3" | Absolventen besetzten die Flak-Plattformen; der Lehrgang war zwingende Voraussetzung für Flak-Leiter (meist II WO) und Geschützführer auf Frontbooten.
 
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| Wintergarten-Dienst: || colspan="3" | Absolventen besetzten die Flak-Plattformen (den sogenannten „Wintergarten“). Ein Flaklehrgang war Voraussetzung, um als Flak-Leiter (meist der II. Wachoffizier) oder Geschützführer eingesetzt zu werden.
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| Überlebensrate: || colspan="3" | Die Qualität der Flakausbildung entschied ab 1943 direkt über das Schicksal des Bootes beim Passieren der alliierten Luftüberwachungszonen.
 
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| Personalhistorie: || colspan="3" | In den Stammrollen markiert dieser Lehrgang eine Zusatzqualifikation, die oft unmittelbar vor der Versetzung auf ein Frontboot (z.B. der Typen VII C/41 oder IX) erfolgte.
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| Personalhistorie: || colspan="3" | In den Stammrollen dokumentiert dieser Lehrgang die finale Fachqualifikation unmittelbar vor der Versetzung auf Frontboote der Typen VII C/41 oder IX.
 
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! colspan="3" | Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) [https://www.bundesarchiv.de | Invenio Online-Recherche]
 
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| BArch RM 123 || colspan="3" | Akten der Marine-Flakschulen I, II und III (Beinhaltet Lehrgangspläne, Schießberichte und taktische Richtlinien für die U-Boot-Abwehr).
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| BArch RM 123 || colspan="3" | Akten der Marine-Flakschulen I, II und III: Lehrgangspläne, Schießberichte und taktische Richtlinien für die U-Boot-Abwehr.
 
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| BArch RM 7 / 2331 || colspan="3" | Unterlagen der Seekriegsleitung zur Abwehr der Luftgefahr und zur Verstärkung der Flak-Bewaffnung auf Unterseebooten.
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| BArch RM 7 / 2331 || colspan="3" | Seekriegsleitung: Unterlagen zur Abwehr der Luftgefahr und zur Verstärkung der Flak-Bewaffnung auf Unterseebooten.
 
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| BArch PERS 6 || colspan="3" | Personalakten der Kriegsmarine (Dokumentiert die Absolvierung der Flak-Spezialkurse als Teil der Seeoffizier- und Unteroffizierslaufbahn).
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| BArch PERS 6 || colspan="3" | Personalakten: Dokumentation der Absolvierung von Flak-Spezialkursen als Teil der Seeoffizier- und Unteroffizierslaufbahn.
 
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| Bredow, Armin || colspan="3" | "Die Marineflak" (Detaillierte Darstellung der Ausbildungsgänge und der Organisation der Flakschulen).
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| Bredow, Armin || colspan="3" | "Die Marineflak" (Detaillierte Darstellung der Ausbildungsgänge und Organisation der Flakschulen).
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| Rössler, Eberhard || colspan="3" | "Die deutschen U-Boote und ihre Werften" (Technische Entwicklung der Flak-Plattformen und Wintergärten).
 
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| Rössler, Eberhard || colspan="3" | "Die deutschen U-Boote und ihre Werften" (Informationen zur technischen Entwicklung der Flak-Plattformen/Wintergärten).
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| Lohmann / Hildebrand || colspan="3" | "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band II, Systematische Darstellung des Ausbildungswesens der Marineartillerie).
| Lohmann / Hildebrand || colspan="3" | "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945". Band II (Systematische Darstellung des Ausbildungswesens der Marineartillerie).
 
 
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| style="text-align:center" colspan="3" | [mailto:ubootarchivwiki@gmail.com ubootarchivwiki@gmail.com] - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132
 
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Aktuelle Version vom 26. Februar 2026, 17:26 Uhr

Ausbildung Flaklehrgang (Flugabwehrkanonen-Lehrgang)
Der Flaklehrgang war für die Besatzungen der Unterseeboot-Waffe eine überlebenswichtige Spezialausbildung. Da die Bedrohung durch alliierte Flugzeuge ab dem Jahr 1942 massiv zunahm, wurde die Verteidigung mit Flugabwehrwaffen an Oberdeck zu einem zentralen Ausbildungsschwerpunkt. Ziel war die Befähigung zum präzisen Abwehrfeuer gegen Tiefflieger und Torpedobomber unter extremen Bordbedingungen.
Historischer Kontext & Organisation
Anfang: Verstärkte Etablierung ab 1935; ab 1942/43 Intensivierung für nahezu alle Besatzungsmitglieder infolge der massiven alliierten Luftüberlegenheit über der Biskaya und dem Atlantik.
Dauer: Je nach Spezialisierungsgrad (Schütze, Richtkanonier oder Geschützführer) variierte die Lehrgangsdauer zwischen zwei und sechs Wochen intensiven Drills.
Standorte: Marine-Flakschule I (Swinemünde/Usedom), Marine-Flakschule II (Daxlanden/Misdroy) sowie Marine-Flakschule III (Misdroy/Pommern) für schwere Flak und Waffenerprobung.
Ende 1945: Einstellung des Schulbetriebs im Frühjahr 1945; Überführung des Stammpersonals der Schulen in Marine-Schützen-Verbände zur Verteidigung der Küstenfestungen.
Lehrgangsinhalte für Unterseeboot-Personal
Waffenkunde: Praktische Bedienung der 2-cm-Flak (Einling/Vierling) und der 3,7-cm-Flak-M42; Wartung der Waffen bei extremer Korrosion durch Salzwassereinwirkung.
Erkennung: Silhouettenkunde zur blitzschnellen Freund-Feind-Identifizierung; entscheidend für die Sekundenentscheidung zwischen „Alarmtauchen“ oder „Abwehrfeuer“.
Schießtraining: Feuerkampf gegen von Flugzeugen geschleppte Luftsäcke sowie Schulung in Entfernungs- und Vorhaltemessung unter Berücksichtigung von Eigenschiffsbewegung und Seegang.
U-Flak-Spezifik: Ab 1943 Sonderlehrgänge für „U-Flak-Boote“ zum stehenden Kampf an der Oberfläche gegen Flieger – eine taktisch verlustreiche Methode zur Erzwingung des Durchbruchs.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Wintergarten: Absolventen besetzten die Flak-Plattformen; der Lehrgang war zwingende Voraussetzung für Flak-Leiter (meist II WO) und Geschützführer auf Frontbooten.
Überlebensrate: Die Qualität der Flakausbildung entschied ab 1943 direkt über das Schicksal des Bootes beim Passieren der alliierten Luftüberwachungszonen.
Personalhistorie: In den Stammrollen dokumentiert dieser Lehrgang die finale Fachqualifikation unmittelbar vor der Versetzung auf Frontboote der Typen VII C/41 oder IX.
Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) | Invenio Online-Recherche
BArch RM 123 Akten der Marine-Flakschulen I, II und III: Lehrgangspläne, Schießberichte und taktische Richtlinien für die U-Boot-Abwehr.
BArch RM 7 / 2331 Seekriegsleitung: Unterlagen zur Abwehr der Luftgefahr und zur Verstärkung der Flak-Bewaffnung auf Unterseebooten.
BArch PERS 6 Personalakten: Dokumentation der Absolvierung von Flak-Spezialkursen als Teil der Seeoffizier- und Unteroffizierslaufbahn.
Literaturverweise
Bredow, Armin "Die Marineflak" (Detaillierte Darstellung der Ausbildungsgänge und Organisation der Flakschulen).
Rössler, Eberhard "Die deutschen U-Boote und ihre Werften" (Technische Entwicklung der Flak-Plattformen und Wintergärten).
Lohmann / Hildebrand "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band II, Systematische Darstellung des Ausbildungswesens der Marineartillerie).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132