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Marine-Lazarett Wesermünde: Unterschied zwischen den Versionen

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| colspan="3" | Das Marine-Lazarett Wesermünde (heute Bremerhaven) war eine zentrale medizinische Einrichtung der Kriegsmarine, die aufgrund ihrer Lage an der Wesermündung eine strategische Rolle für die Versorgung von Verwundeten und Erkrankten der Nordseeverbände und der U-Boot-Waffe spielte.
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| colspan="3" | Das Marine-Lazarett Wesermünde war eine zentrale medizinische Einrichtung der Kriegsmarine mit Sitz in Bremerhaven (Wiener Straße). Es fungierte als Fachkrankenhaus für die im Bereich der Deutschen Bucht und der Wesermündung operierenden Verbände sowie für die Besatzungen der in den Bremer Werften (z. B. DESCHIMAG AG Weser) im Bau befindlichen Schiffe. Für die U-Boot-Waffe war das Lazarett von strategischer Bedeutung, da es die medizinische Versorgung von Besatzungen während der Baubelehrung sicherstellte und als Anlaufpunkt für die Ausschiffung von Schwerverletzten nach Feindfahrten im Nordseeraum diente.
 
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| colspan="3" | Standort: Wesermünde (Bremerhaven), primär im Gebäudekomplex an der Wiener Straße.
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| Standort: || colspan="3" | Wesermünde (Bremerhaven), primär im Gebäudekomplex an der Wiener Straße; zentrale Lage zur schnellen Erreichbarkeit von den Ausrüstungskais.
 
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| colspan="3" | Funktion: Es diente als Fachkrankenhaus für die im Bereich der Deutschen Bucht und der Wesermündung stationierten Einheiten sowie für die Besatzungen der in den Bremer Werften (z. B. DESCHIMAG AG Weser) im Bau oder in der Reparatur befindlichen Schiffe.
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| Funktion: || colspan="3" | Stationäre Behandlung von Erkrankten und Verwundeten der Marinestation der Nordsee sowie Durchführung von chirurgischen Eingriffen bei Marineunfällen.
 
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| colspan="3" | Spezialisierung: Neben der allgemeinen Chirurgie gab es Abteilungen für innere Medizin und Fachbereiche zur Behandlung von typischen Marine-Verletzungen (z. B. Brandwunden).
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| Spezialisierung: || colspan="3" | Fachabteilungen für Chirurgie, innere Medizin und spezifische Marine-Verletzungen wie Brandwunden oder Taucherkrankheiten (Druckfallkrankheit).
 
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| colspan="3" | Kriegsende: Das Lazarett blieb bis zum Einmarsch der britischen Truppen im Mai 1945 in Betrieb und wurde anschließend teilweise als ziviles Krankenhaus weitergeführt.
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| Kriegsende: || colspan="3" | Betrieb bis zur britischen Besetzung im Mai 1945; anschließende Teilnutzung als ziviles Krankenhaus zur Aufrechterhaltung der regionalen Versorgung.
 
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| colspan="3" | Baubelehrung: Besatzungen, die in Bremen (z. B. Typ XXI) zur Baubelehrung waren, wurden bei Erkrankungen oder Unfällen hier behandelt.
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| Baubelehrung: || colspan="3" | Medizinische Betreuung von Crews während der technischen Einweisung in Bremen (z. B. Typ XXI); Behandlung von Arbeitsunfällen auf den Werften.
 
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| colspan="3" | Ausschiffung nach Feindfahrt: U-Boote, die Wilhelmshaven oder Bremerhaven anliefen und Schwerverletzte oder Kranke (z. B. Appendizitis-Fälle) an Bord hatten, übergaben diese an das Lazarett Wesermünde.
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| Front-Rückkehr: || colspan="3" | Aufnahme von Akutfällen (z. B. Appendizitis) oder Verwundeten direkt nach dem Einlaufen in Wilhelmshaven oder Bremerhaven zur stationären Pflege.
 
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| colspan="3" | Tauglichkeitsprüfungen: Durchführung von Nachuntersuchungen zur U-Boot-Tauglichkeit nach längeren Krankheitsphasen oder Verwundungen.
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| Tauglichkeit: || colspan="3" | Durchführung von Nachuntersuchungen zur U-Boot-Verwendungsfähigkeit nach Lazarettaufenthalten oder längeren Rekonvaleszenzphasen.
 
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! colspan="3" | Quellenverweise - [https://www.bundesarchiv.de | Invenio Online-Recherche]
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| BArch RM 13 || colspan="3" | Sanitätsdienst der Kriegsmarine: Dies ist der Kernbestand für Lazarette. Er enthält Berichte über die Kapazitäten, Krankheitsstatistiken und die personelle Besetzung durch Marineärzte in Wesermünde.
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| BArch RM 13 || colspan="3" | Sanitätsdienst der Kriegsmarine: Kernbestand für Lazarette mit Berichten über Kapazitäten, Statistiken und die personelle Besetzung durch Marineärzte.
 
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| BArch PERS 6 || colspan="3" | Personalakten: In den Krankenblättern (sofern erhalten) oder den Dienstlaufbahnen der Offiziere sind die Aufenthalte im Marine-Lazarett Wesermünde oft taggenau vermerkt.
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| BArch PERS 6 || colspan="3" | Personalakten: Invenio-Nachweis für Offiziere und Mannschaften mit taggenau vermerkten Aufenthalten und Diagnosen im Marine-Lazarett Wesermünde.
 
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| BArch Abt. PA (Berlin) || colspan="3" | Die ehemaligen Bestände der WASt enthalten die Lazarettkrankenbücher, aus denen hervorgeht, welcher U-Boot-Fahrer mit welcher Diagnose dort behandelt wurde.
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| BArch Abt. PA || colspan="3" | Die ehemaligen Bestände der WASt (Berlin) enthalten Lazarettkrankenbücher mit detaillierten Listen behandelter U-Boot-Fahrer und deren Einheiten.
 
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! colspan="3" | Literaturverweise
 
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| Lohmann, W. / Hildebrand, H. H. || colspan="3" | Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945. (Band II, Kapitel zum Sanitätswesen/Lazarette).
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| Lohmann / Hildebrand || colspan="3" | „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band 2, Kapitel zum Sanitätswesen: Organisation der Lazarette an der Heimatküste).
 
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| Hartwich, Dr. Adolf || colspan="3" | Das Sanitätswesen der deutschen Kriegsmarine im Zweiten Weltkrieg. (Gibt Einblick in die Organisation der Lazarette an der Nordseeküste).
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| Hartwich, Dr. Adolf || colspan="3" | „Das Sanitätswesen der deutschen Kriegsmarine im Zweiten Weltkrieg“ (Einblicke in die logistische Kette der Verwundetenversorgung).
| Burchardt, Lothar || colspan="3" | Bremerhaven in den zwei Weltkriegen. (Lokale historische Details zur Nutzung der Gebäude in Wesermünde).
 
 
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| Burchardt, Lothar || colspan="3" | „Bremerhaven in den zwei Weltkriegen“ (Lokale historische Details zur infrastrukturellen Nutzung der Gebäude in Wesermünde).
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Aktuelle Version vom 28. Februar 2026, 10:21 Uhr

Sanitätsdienst Marine-Lazarett Wesermünde
Das Marine-Lazarett Wesermünde war eine zentrale medizinische Einrichtung der Kriegsmarine mit Sitz in Bremerhaven (Wiener Straße). Es fungierte als Fachkrankenhaus für die im Bereich der Deutschen Bucht und der Wesermündung operierenden Verbände sowie für die Besatzungen der in den Bremer Werften (z. B. DESCHIMAG AG Weser) im Bau befindlichen Schiffe. Für die U-Boot-Waffe war das Lazarett von strategischer Bedeutung, da es die medizinische Versorgung von Besatzungen während der Baubelehrung sicherstellte und als Anlaufpunkt für die Ausschiffung von Schwerverletzten nach Feindfahrten im Nordseeraum diente.
Historischer Kontext & Einsatz
Standort: Wesermünde (Bremerhaven), primär im Gebäudekomplex an der Wiener Straße; zentrale Lage zur schnellen Erreichbarkeit von den Ausrüstungskais.
Funktion: Stationäre Behandlung von Erkrankten und Verwundeten der Marinestation der Nordsee sowie Durchführung von chirurgischen Eingriffen bei Marineunfällen.
Spezialisierung: Fachabteilungen für Chirurgie, innere Medizin und spezifische Marine-Verletzungen wie Brandwunden oder Taucherkrankheiten (Druckfallkrankheit).
Kriegsende: Betrieb bis zur britischen Besetzung im Mai 1945; anschließende Teilnutzung als ziviles Krankenhaus zur Aufrechterhaltung der regionalen Versorgung.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Baubelehrung: Medizinische Betreuung von Crews während der technischen Einweisung in Bremen (z. B. Typ XXI); Behandlung von Arbeitsunfällen auf den Werften.
Front-Rückkehr: Aufnahme von Akutfällen (z. B. Appendizitis) oder Verwundeten direkt nach dem Einlaufen in Wilhelmshaven oder Bremerhaven zur stationären Pflege.
Tauglichkeit: Durchführung von Nachuntersuchungen zur U-Boot-Verwendungsfähigkeit nach Lazarettaufenthalten oder längeren Rekonvaleszenzphasen.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 13 Sanitätsdienst der Kriegsmarine: Kernbestand für Lazarette mit Berichten über Kapazitäten, Statistiken und die personelle Besetzung durch Marineärzte.
BArch PERS 6 Personalakten: Invenio-Nachweis für Offiziere und Mannschaften mit taggenau vermerkten Aufenthalten und Diagnosen im Marine-Lazarett Wesermünde.
BArch Abt. PA Die ehemaligen Bestände der WASt (Berlin) enthalten Lazarettkrankenbücher mit detaillierten Listen behandelter U-Boot-Fahrer und deren Einheiten.
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band 2, Kapitel zum Sanitätswesen: Organisation der Lazarette an der Heimatküste).
Hartwich, Dr. Adolf „Das Sanitätswesen der deutschen Kriegsmarine im Zweiten Weltkrieg“ (Einblicke in die logistische Kette der Verwundetenversorgung).
Burchardt, Lothar „Bremerhaven in den zwei Weltkriegen“ (Lokale historische Details zur infrastrukturellen Nutzung der Gebäude in Wesermünde).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132