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Kommandierender Admiral östliche Ostsee: Unterschied zwischen den Versionen

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| Aufstellung: || colspan="3" | Einrichtung im Juni 1944 als Reaktion auf die kritische Lageentwicklung an der Ostfront und die Notwendigkeit einer gestrafften maritimen Führung im Baltikum.
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| Stabsstandorte: || colspan="3" | Bis Februar 1945 in Libau (Lettland); danach kurzzeitig in Gotenhafen und schließlich auf der Halbinsel Hela (bis Mai 1945) als letzte operative Bastion.
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| Befehlsbereich: || colspan="3" | Zunächst Bereich Ostland (Estland/Lettland); ab Nov. 1944 inklusive der Seekommandanturen Ost-/Westpreußen und Memel bis zur westlichen Grenze bei Leba.
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| Unterstellung: || colspan="3" | Taktische und administrative Unterstellung unter den Oberbefehlshaber des Marineoberkommando Ostsee (MOK Ost) in Kiel.
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| colspan="3" | Der Kommandierender Admiral östliche Ostsee war die Bezeichnung einer militärischen Dienststelle der deutschen Kriegsmarine und ihres Befehlshabers, die von Juni 1944 bis Mai 1945 bestand. Der Kommandierende Admiral unterstand dem Oberbefehlshaber des Marineoberkommandos Ostsee. Der Stab befand sich bis Februar 1945 in Libau und verlegte anschließend mit kurzem Zwischenaufenthalt in Gotenhafen nach Hela.
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| Ausbildungsschutz: || colspan="3" | Sicherung der Ausbildungs- und Erprobungsräume der 25. U-Flottille in Libau gegen sowjetische See- und Luftstreitkräfte bis zur Räumung des Stützpunktes.
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| Flankensicherung: || colspan="3" | Koordination der U-Boot-Einsätze (unter E.L.U. Brandi) zur Verteidigung der kurdischen Küste und zum Schutz der Nachschubwege für die Heeresgruppe Nord.
 
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| colspan="3" |Der Befehlsbereich entsprach zunächst dem des Kommandierenden Admirals Ostland und erstreckte sich von der Hauptkampflinie im Norden bis zur deutsch-litauischen Grenze. Im November 1944 wurden die Zuständigkeiten im Ostseeraum neu geordnet. Dabei wurden die Seekommandantur Ost- und Westpreußen und der Festungskommandant Memel dem Befehlsbereich östliche Ostsee zugeschlagen, der sich damit von der Hauptkampflinie bis zur Leba im Westen erstreckte.
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| Evakuierungsleitung: || colspan="3" | Führung der Sicherungskräfte, die den Rückzug der U-Boot-Lehrdivisionen (U.L.D.) aus den östlichen Stützpunkten nach Westen artilleristisch und technisch deckten.
 
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| BArch RM 7 || colspan="3" | Seekriegsleitung (Skl): Dokumentiert die strategische Entscheidung zur Zusammenfassung der Seekommandanturen unter dem Admiral östliche Ostsee.
 
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| colspan="3" | Lexikon der Wehrmacht [https://www.lexikon-der-wehrmacht.de/Gliederungen/Marinegruppenkommandos/AdmiraloestlicheOstsee.htm | → Kommandierender Admiral östliche Ostsee]
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| BArch PERS 6 || colspan="3" | Personalakten: Invenio-Nachweis für die Dienstzeit von Vizeadmiral Burchardi als Kommandierender Admiral und dessen Stabsoffiziere im Baltikum.
 
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| Hildebrand, Hans H. || colspan="3" | „Die organisatorische Entwicklung der Marine nebst Stellenbesetzung 1848 bis 1945“ (Detaillierte Chronik der baltischen Seekommandanturen).
 
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Aktuelle Version vom 28. Februar 2026, 10:40 Uhr

Dienststelle Kommandierender Admiral östliche Ostsee
Der Kommandierende Admiral östliche Ostsee war eine im Juni 1944 geschaffene operative Dienststelle zur Führung der Seestreitkräfte im baltischen Raum. Unterstellt dem Marineoberkommando (MOK) Ostsee, erstreckte sich sein Befehlsbereich zunächst über das Gebiet des Admirals Ostland und wurde im November 1944 massiv bis zur Leba im Westen erweitert. Der Stab koordinierte von Libau aus die Verteidigung der kurdischen Küste und die Sicherung der Rückzugswege. In der Endphase des Krieges verlegte die Dienststelle über Gotenhafen auf die Halbinsel Hela, um von dort aus die massiven Evakuierungstransporte und die verbliebenen Sicherungsverbände in der Danziger Bucht zu führen.
Historischer Werdegang & Struktur
Aufstellung: Einrichtung im Juni 1944 als Reaktion auf die kritische Lageentwicklung an der Ostfront und die Notwendigkeit einer gestrafften maritimen Führung im Baltikum.
Stabsstandorte: Bis Februar 1945 in Libau (Lettland); danach kurzzeitig in Gotenhafen und schließlich auf der Halbinsel Hela (bis Mai 1945) als letzte operative Bastion.
Befehlsbereich: Zunächst Bereich Ostland (Estland/Lettland); ab Nov. 1944 inklusive der Seekommandanturen Ost-/Westpreußen und Memel bis zur westlichen Grenze bei Leba.
Unterstellung: Taktische und administrative Unterstellung unter den Oberbefehlshaber des Marineoberkommando Ostsee (MOK Ost) in Kiel.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Ausbildungsschutz: Sicherung der Ausbildungs- und Erprobungsräume der 25. U-Flottille in Libau gegen sowjetische See- und Luftstreitkräfte bis zur Räumung des Stützpunktes.
Flankensicherung: Koordination der U-Boot-Einsätze (unter E.L.U. Brandi) zur Verteidigung der kurdischen Küste und zum Schutz der Nachschubwege für die Heeresgruppe Nord.
Evakuierungsleitung: Führung der Sicherungskräfte, die den Rückzug der U-Boot-Lehrdivisionen (U.L.D.) aus den östlichen Stützpunkten nach Westen artilleristisch und technisch deckten.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 45-I Kommandierender Admiral östliche Ostsee: Kernbestand für die Kriegstagebücher (KTB), Befehle zur Neugliederung 1944 und Berichte über die Endkämpfe auf Hela.
BArch RM 7 Seekriegsleitung (Skl): Dokumentiert die strategische Entscheidung zur Zusammenfassung der Seekommandanturen unter dem Admiral östliche Ostsee.
BArch PERS 6 Personalakten: Invenio-Nachweis für die Dienstzeit von Vizeadmiral Burchardi als Kommandierender Admiral und dessen Stabsoffiziere im Baltikum.
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band 2, Abschnitt Landorganisation: Kommandobehörden im Bereich der östlichen Ostsee).
Hildebrand, Hans H. „Die organisatorische Entwicklung der Marine nebst Stellenbesetzung 1848 bis 1945“ (Detaillierte Chronik der baltischen Seekommandanturen).
Tessin, Georg „Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht“ (Band 14, zur Gliederung der Sicherungsbereiche von der Memel bis zur Leba).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132