Aktionen

Befehlshaber der Schlachtschiffe: Unterschied zwischen den Versionen

Aus U-Boot-Archiv Wiki

(Die Seite wurde neu angelegt: „{| style="background-color:#FFFFE0;border-color:black;border-width:3px;border-style:double;width:100%;align:center" |- | || colspan="3" | {| class="wikitable…“)
 
 
Zeile 3: Zeile 3:
 
| || colspan="3" |  
 
| || colspan="3" |  
  
{| class="wikitable"
+
{| class="wikitable" style="width:100%; table-layout:fixed;"
 
|-
 
|-
 
| style="width:25%" |
 
| style="width:25%" |
 
| style="width:75%" |
 
| style="width:75%" |
 
|-
 
|-
! Datenblatt
+
! Verband / Führung
! '''Befehlshaber der Schlachtschiffe''' (B.d.S.)
+
! '''Befehlshaber der Schlachtschiffe'''
 
|-
 
|-
 
| ||
 
| ||
Zeile 15: Zeile 15:
 
| ||
 
| ||
 
|-
 
|-
| colspan="3" | Nach dem Untergang des Schlachtschiffs Bismarck am 27.05.1941 wurde bei der Auflösung der Dienststelle des 2. Admirals der Flotte am 16.06.1941 das Kommando des Befehlshabers der Schlachtschiffe (B.d.S.) geschaffen. Im September / Oktober 1941 wurde der Befehlshaber der Schlachtschiffe zu einem Sonderkommando in der Ostsee abgestellt. Um einen etwaigen Ausbruch und Durchbruch der russischen Ostseeflotte nach Schweden zu verhindern, wurde die sog. Baltenflotte in der Ostsee zusammen gezogen. Sie bestand aus dem Schlachtschiff Tirpitz, dem Schweren Kreuzer Admiral Scheer, den Leichten Kreuzern Nürnberg, Köln, Emden und Leipzig sowie den Zerstörern Z 25, Z 26 und Z 27, fünf Torpedobooten und Sicherungseinheiten. Zum Befehlshaber der Balten-Flotte wurde am 21.09.1941 der Befehlshaber der Schlachtschiffe ernannt. Am 21.10.1941 war diese Sonderaufgabe beendet. Im Februar 1942 war der B.d.S. für die Durchführung des Kanaldurchbruchs der Schlachtschiffe Scharnhorst und Gneisenau sowie des Kreuzers Prinz Eugen verantwortlich. Im Anschluß verlegte der B.d.S. nach Nordnorwegen und übernahm die Führung der dort stationierten Flotteneinheiten. Im März 1942 leitete er den Vorstoß der Tirpitz und drei Zerstörern in das Nordmeer zum Angriff auf den Konvoi PQ-8 und QP-12. Dabei konnte jedoch nur ein russischer Dampfer versenkt werden. Am 05.06.1942 erfolgte die Umbenennung des B.d.S. zum Befehlshaber der Kreuzer.
+
| colspan="2" | Die Dienststelle des B.d.S. wurde am 16.06.1941 nach dem Verlust der Bismarck geschaffen. Sie übernahm die Führung der schweren Einheiten. Im September 1941 kommandierte der B.d.S. die "Baltenflotte" (u. a. Tirpitz, Admiral Scheer), um einen Ausbruch der sowjetischen Flotte zu verhindern. Ein operativer Höhepunkt war die Leitung des Kanaldurchbruchs im Februar 1942. Nach der Verlegung nach Nordnorwegen führte der B.d.S. Vorstöße gegen die Nordmeer-Geleitzüge an, bevor die Dienststelle am 05.06.1942 zum Befehlshaber der Kreuzer umbenannt wurde.
 
|-
 
|-
 
| ||
 
| ||
 
|-
 
|-
| ||  
+
| ||
 +
|-
 +
! colspan="3" | Entstehung, Funktion und Aufgaben
 +
|-
 +
| ||
 +
|-
 +
| Aufstellung: || colspan="3" | 16.06.1941; nach Auflösung der Dienststelle 2. Admiral der Flotte.
 +
|-
 +
| Aufgabe: || colspan="3" | Operative Führung der Schlachtschiffe; Planung von Vorstößen; Flottenführung.
 +
|-
 +
| Unterstellung: || colspan="3" | Flottenkommando; operativ jeweilige Marinegruppenkommandos.
 +
|-
 +
| Ende 1942: || colspan="3" | 05.06.1942; Umbenennung in Befehlshaber der Kreuzer (B.d.K.).
 +
|-
 +
| ||
 +
|-
 +
! colspan="3" | Spezifische Merkmale
 +
|-
 +
| ||
 +
|-
 +
| Führung: || colspan="3" | Vizeadmiral Otto Ciliax (Befehlshaber von Juni 1941 bis Juni 1942).
 +
|-
 +
| Baltenflotte: || colspan="3" | Sonderkommando (21.09.–21.10.1941) zur Blockade der sowjetischen Flotte.
 +
|-
 +
| Vorstöße: || colspan="3" | Unternehmen Cerberus (Kanaldurchbruch) sowie Angriff auf PQ-8 und QP-12.
 +
|-
 +
| ||
 +
|-
 +
! colspan="3" | Relevanz für die U-Boot-Waffe
 +
|-
 +
| ||
 +
|-
 +
| Zusammenwirken: || colspan="3" | Abstimmung der Überwasseroperationen mit den Aufklärungsmeldungen der U-Boote.
 +
|-
 +
| Stützpunkte: || colspan="3" | Gemeinsame Nutzung der Infrastruktur in Norwegen (z.B. Trondheim) mit U-Flottillen.
 +
|-
 +
| Geleitzugkrieg: || colspan="3" | Schwere Einheiten binden feindliche Sicherungskräfte und entlasten so U-Boot-Angriffe.
 +
|-
 +
| ||
 +
|-
 +
! colspan="3" | Quellenverweise - [https://invenio.bundesarchiv.de | Invenio Online-Recherche]
 +
|-
 +
| ||
 
|-
 
|-
! colspan="3" | Quellenangabe
+
| BArch RM 51 || colspan="3" | Befehlshaber der Schlachtschiffe: Kriegstagebücher und operative Befehlsakten.
 
|-
 
|-
| ||  
+
| BArch RM 7 || colspan="3" | Seekriegsleitung: Akten über den Kanaldurchbruch und die Baltenflotte.
 
|-
 
|-
| colspan="3" | Lexikon der Wehrmacht [https://www.lexikon-der-wehrmacht.de/Gliederungen/BefehlshaberMarine/BdS-R.htm | → Befehlshaber der Schlachtschiffe]
+
| BArch PERS 6 || colspan="3" | Personalakten: Werdegang Vizeadmiral Otto Ciliax und Stabsoffiziere.
 
|-
 
|-
 
| ||
 
| ||
 
|-
 
|-
! colspan="3" |
+
! colspan="3" | Literaturverweise
 
|-
 
|-
 
| ||
 
| ||
 
|-
 
|-
| colspan="3" | Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
+
| Lohmann / Hildebrand || colspan="3" | „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band I: Operative Führung).
 +
|-
 +
| Brennecke, Jochen || colspan="3" | „Einsatz der schweren Einheiten“ (Norwegen-Operationen 1942).
 +
|-
 +
| Wegner, Günter || colspan="3" | „Stellenbesetzung der deutschen Marine 1848–1945“.
 
|-
 
|-
 
| ||
 
| ||
 
|-
 
|-
| colspan="3" | >>>>U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki<<<<
+
| style="text-align:center" colspan="3" | Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
 +
|-
 +
! colspan="3" |
 +
|-
 +
| ||
 
|-
 
|-
| || colspan="3" | '''<small>ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132</small>'''
+
| style="text-align:center" colspan="3" | [mailto:ubootarchivwiki@gmail.com ubootarchivwiki@gmail.com] - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132
 
|-
 
|-
 +
|}
 
|}
 
|}

Aktuelle Version vom 12. März 2026, 13:49 Uhr

Verband / Führung Befehlshaber der Schlachtschiffe
Die Dienststelle des B.d.S. wurde am 16.06.1941 nach dem Verlust der Bismarck geschaffen. Sie übernahm die Führung der schweren Einheiten. Im September 1941 kommandierte der B.d.S. die "Baltenflotte" (u. a. Tirpitz, Admiral Scheer), um einen Ausbruch der sowjetischen Flotte zu verhindern. Ein operativer Höhepunkt war die Leitung des Kanaldurchbruchs im Februar 1942. Nach der Verlegung nach Nordnorwegen führte der B.d.S. Vorstöße gegen die Nordmeer-Geleitzüge an, bevor die Dienststelle am 05.06.1942 zum Befehlshaber der Kreuzer umbenannt wurde.
Entstehung, Funktion und Aufgaben
Aufstellung: 16.06.1941; nach Auflösung der Dienststelle 2. Admiral der Flotte.
Aufgabe: Operative Führung der Schlachtschiffe; Planung von Vorstößen; Flottenführung.
Unterstellung: Flottenkommando; operativ jeweilige Marinegruppenkommandos.
Ende 1942: 05.06.1942; Umbenennung in Befehlshaber der Kreuzer (B.d.K.).
Spezifische Merkmale
Führung: Vizeadmiral Otto Ciliax (Befehlshaber von Juni 1941 bis Juni 1942).
Baltenflotte: Sonderkommando (21.09.–21.10.1941) zur Blockade der sowjetischen Flotte.
Vorstöße: Unternehmen Cerberus (Kanaldurchbruch) sowie Angriff auf PQ-8 und QP-12.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Zusammenwirken: Abstimmung der Überwasseroperationen mit den Aufklärungsmeldungen der U-Boote.
Stützpunkte: Gemeinsame Nutzung der Infrastruktur in Norwegen (z.B. Trondheim) mit U-Flottillen.
Geleitzugkrieg: Schwere Einheiten binden feindliche Sicherungskräfte und entlasten so U-Boot-Angriffe.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 51 Befehlshaber der Schlachtschiffe: Kriegstagebücher und operative Befehlsakten.
BArch RM 7 Seekriegsleitung: Akten über den Kanaldurchbruch und die Baltenflotte.
BArch PERS 6 Personalakten: Werdegang Vizeadmiral Otto Ciliax und Stabsoffiziere.
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band I: Operative Führung).
Brennecke, Jochen „Einsatz der schweren Einheiten“ (Norwegen-Operationen 1942).
Wegner, Günter „Stellenbesetzung der deutschen Marine 1848–1945“.
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132