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3. Vorpostenflottille

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Datenblatt 3. Vorpostenflottille
Die 3. Vorpostenflottille war ein wesentlicher Sicherungsverband der Kriegsmarine, der während des gesamten Krieges an verschiedenen Brennpunkten eingesetzt wurde. Sie ist besonders durch ihre Rolle bei der Sicherung der U-Boot-Stützpunkte in Westfrankreich und später im Baltikum von Bedeutung.
Entstehung, Funktion und Ende
Entstehung: Die Flottille wurde bereits im September 1939 unmittelbar bei Kriegsausbruch aufgestellt.
Funktion: Hauptaufgabe war der Küstenschutz, Geleitsicherung und die U-Boot-Jagd.
Westwall/Kanal (1940–1943): Nach dem Westfeldzug operierte die Flottille von St. Malo und Brest aus. Sie sicherte die Ein- und Auslaufwege der Atlantik-U-Boote gegen britische Zerstörer und Schnellboote.
Baltikum (1944–1945): In der Endphase wurde der Verband in die östliche Ostsee verlegt (u. a. Reval, Libau), um die Rückzugsbewegungen und die Ausbildungsgruppen der U-Boote gegen die sowjetische Flotte abzusichern.
Fahrzeuge: Typischerweise bestand die Flottille aus umgebauten Fischdampfern und Walfängern (Kennungen V 301 bis V 317).
Ende: Die Flottille wurde im Mai 1945 nach der Kapitulation in deutschen Gewässern aufgelöst.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Diese Flottille dokumentierte den äußeren Schutzring der U-Boot-Basen.
Geleitschutz: Einheiten der 3. Vp.-Flottille begleiteten auslaufende U-Boote oft bis weit in die Biskaya hinein, um sie vor britischen U-Booten zu schützen, die dort auf der Lauer lagen.
Rettungseinsätze: Die Boote der Flottille waren häufig die ersten am Ort, wenn ein U-Boot im Küstenvorfeld durch Fliegerangriffe beschädigt wurde oder sank.
Quellenangabe
Bundesarchiv Bestand RM 106 Flottillen der Sicherungsstreitkräfte. Dies ist der Kernbestand. Er enthält die Kriegstagebücher (KTB) der 3. Vorpostenflottille. Hier finden sich oft Meldungen über U-Boot-Geleite.
Lexikon der Wehrmacht → 3. Vorpostenflottille
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