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7. Minensuchflottille

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Datenblatt 7. Minensuchflottille
Die 7. Minensuchflottille war ein spezialisierter Verband der Sicherungskräfte, der sowohl in der Ostsee als auch in der Nordsee für Minenräum- und Sicherungsaufgaben sowie für offensive Minenunternehmungen eingesetzt wurde.
Historischer Kontext & Organisation
Erste Aufstellung: September 1939. Einsatz bei der Blockade von Hela sowie im Sicherungs- und Minensuchdienst zwischen Stolpmünde und Pillau. Im Oktober 1939 erfolgte das Räumen polnischer Minensperren, gefolgt von Einsätzen in der Nordsee bis zur Auflösung im März 1940.
Zweite Aufstellung: Neuformierung am 02.01.1942 mit Stabssitz in Cuxhaven. Ab März 1942 Unterstellung unter die 5. Sicherungsdivision.
Einsatzgebiete 1942–1945: Sicherungsdienst in der Deutschen Bucht sowie Geleitverkehr zwischen der Elbe und Rotterdam. Die Flottille war maßgeblich am Ausbringen von Minensperren vor der holländischen Küste (Süd-Westwall) und in der Nordsee beteiligt.
Ende: Nach der Kapitulation im Mai 1945 wurde die Flottille zur Räumung der Westwall-Minensperren unter alliierter Aufsicht eingesetzt.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Wegesicherung (Ostsee): In der Frühphase sicherte die Flottille die Transitwege für U-Boote im Raum Danziger Bucht/Pillau gegen polnische Minengefahren.
U-Jagd: Von 1939 bis 1940 war die Flottille in der Nordsee aktiv an der U-Boot-Jagd beteiligt, um britische Vorstöße in die Deutsche Bucht abzuwehren.
Geleitschutz West: Während des Geleitverkehrs nach Rotterdam sicherte die Flottille die Flanken für ein- und auslaufende U-Boote im Bereich der holländischen Küstengewässer.
Minenwarndienst: Durch das Ausbringen eigener Sperren schuf die Flottille geschützte Zonen, die den Handlungsspielraum allierter Überwasserkräfte einschränkten und so die Sicherheit der deutschen U-Boot-Auslaufwege erhöhten.
Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) | Invenio Online-Recherche
BArch RM 62 / 12 Kriegstagebuch (KTB) der 7. Minensuchflottille (belegt die Einsätze vor Hela und in der Nordsee).
BArch RM 51 / 11 Akten des Befehlshabers der Sicherung der Ostsee zur operativen Unterstellung der Flottille 1939/40.
BArch RM 52 / 85 Unterlagen der 5. Sicherungsdivision zum Geleitverkehr Elbe–Rotterdam und den Minenlegereinsätzen (1942–1945).
Lexikon der Wehrmacht → 7. Minensuchflottille
Literaturverweise
Lohmann, W. / Hildebrand, H. H. Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945. Gliederung, Einsatz, Personal. (Band II, Kapitel zu den Minensuchflottillen und der 5. Sicherungsdivision).
Harnack, Wolfgang Die Verteidigung der Küsten. (Details zur taktischen Rolle beim Ausbringen des Süd-Westwalls).
Gröner, Erich Die deutschen Kriegsschiffe 1815–1945. (Band 2, technische Details zu den Booten des Typs M 1935 und M 1940 der 7. Flottille).
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