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| Verband
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Marinegruppenkommando Süd
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| Das Marinegruppenkommando Süd war die zentrale operative Führungsinstanz der Kriegsmarine für den südosteuropäischen Raum. Sein Befehlsbereich umfasste das Schwarze Meer, die Ägäis, die Adria sowie den gesamten Balkan. Neben der strategischen Planung von Seeoperationen in diesen Gewässern oblag der Dienststelle die Sicherung des weitläufigen Küstenvorfeldes gegen alliierte Vorstöße und die Koordination der maritimen Ressourcen im Südraum.
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| Entstehung, Funktion und Ende
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| Aufstellung: |
Am 24.02.1941 zunächst als Dienststelle Admiral Z befohlen; am 04.04.1941 Umbenennung in Admiral Südost und schließlich am 30.06.1941 in Marinegruppenkommando Süd.
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| Standort: |
Der Stab befand sich ab Juni 1941 in Sofia, verlegte im September 1944 nach Wien und ab November 1944 nach Kammer am Attersee. 1941 wurde zudem zeitweise der Stab des Marinebefehlshabers Griechenland gestellt.
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| Technik: |
Operative Leitung der Sicherungsverbände, Küstenartillerie und der im Schwarzmeerraum sowie in der Ägäis eingesetzten leichten Seestreitkräfte und Unterseeboote.
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| Ende 1944: |
Die Dienststelle wurde am 11.12.1944 offiziell aufgelöst. Die verbliebenen operativen Aufgaben wurden vom Admiral z.b.V. Südost übernommen.
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| Spezifische Merkmale
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| Südostraum: |
Koordination der maritimen Verteidigung auf dem Balkan und Sicherstellung der Nachschubwege über die Donau und das Schwarze Meer zur Unterstützung der Ostfront.
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| Küstenvorfeld: |
Überwachung und Sicherung der komplexen Inselwelt der Ägäis und der Adria gegen britische Kommando-Unternehmen und Infiltrationsversuche.
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| Kooperation: |
Enge Zusammenarbeit mit den verbündeten Seestreitkräften (Rumänien, Bulgarien) zur Aufrechterhaltung der maritimen Vormachtstellung im Schwarzen Meer.
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| Relevanz für die U-Boot-Waffe
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| 30. U-Flottille: |
Das Marinegruppenkommando Süd war maßgeblich an der logistischen Vorbereitung und operativen Führung der 30. U-Flottille (Einsatz im Schwarzen Meer) beteiligt.
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| Mittelmeer-Einsatz: |
Überwachung der Stützpunktinfrastruktur in der Ägäis, die als wichtige Anlaufpunkte für die im östlichen Mittelmeer operierenden Unterseeboote dienten.
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| Nachrichtengewinnung: |
Die Küstenüberwachungsstationen des Gruppenkommandos lieferten essentielle Feindlageberichte über britische Schiffsbewegungen im östlichen Mittelmeer für die Funkführung des BdU.
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| Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
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| BArch RM 35 |
Marinegruppenkommando Süd: Kriegstagebücher (KTB), Tätigkeitsberichte und operative Befehlsschriften für den Balkan und das Schwarze Meer.
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| BArch RM 7 |
Seekriegsleitung: Akten über die strategische Unterstellung und die Umgliederungen der Dienststelle Admiral Z bis zum MOK Süd.
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| BArch PERS 6 |
Personalakten: Nachweise über die Stabsbesetzung in Sofia und Wien sowie Qualifikationsberichte der dort eingesetzten Offiziere.
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| Literaturverweise
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| Lohmann / Hildebrand |
"Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band I, Kapitel Organisation der Gruppenkommandos: MOK Süd).
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| Rohwer / Hümmelchen |
"Chronik des Seekrieges 1939–1945" (Details zu den Operationen im Schwarzmeerraum und in der Ägäis).
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| Mallmann Showell, J. |
"Das Handbuch der deutschen Kriegsmarine" (Struktur der Oberkommandos und Admiralstäbe in den besetzten Gebieten).
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| Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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