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| Dienststellung
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Standortältester
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| Der Standortälteste war eine zentrale Dienststellung in der Reichsmarine und Kriegsmarine, welche die administrative und disziplinarische Hoheit über alle in einem bestimmten Standort befindlichen militärischen Einheiten und Liegenschaften bündelte. Er fungierte als höchste Instanz für die Wahrung der militärischen Ordnung innerhalb der Garnison und bildete das Bindeglied zwischen der Marine und den zivilen Behörden.
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| Organisation und Hierarchie
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| Ernennung: |
Die Position wurde durch den jeweils dienstältesten (ranghöchsten) Offizier am Platz besetzt (z. B. in Kiel-Wik, Wilhelmshaven oder Neustadt).
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| Unterstellung: |
Direkte Unterordnung unter das jeweilige Stationskommando (Ostsee oder Nordsee).
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| Stab: |
Unterstützung durch einen Adjutanten für den Schriftverkehr sowie einen Platzmajor zur Überwachung der militärischen Ordnung und des Streifendienstes.
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| Repräsentation: |
Verbindungshalter zu zivilen Behörden (Bürgermeister, Polizei) und Repräsentant der Marine bei öffentlichen Anlässen am Standort.
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| Aufgaben und Verantwortlichkeiten
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| Militärische Ordnung: |
Verantwortlichkeit für den Kompaniedienst und die Disziplin außerhalb der Kasernen; Regelung von Urlaubsbestimmungen und Überwachung der Soldatenheime.
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| Infrastruktur: |
Zuweisung von Unterkünften für die Personalreserve sowie Koordination der Standort-Sanitätseinrichtungen und Instandhaltung der Liegenschaften.
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| Luftschutz: |
Organisation des passiven Luftschutzes für die militärischen Anlagen und Koordination der Alarmpläne innerhalb des Standortes.
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| Relevanz für die U-Boot-Waffe
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| Lehrgangsbetrieb: |
Koordination der Kapazitäten für Massenausbildungen wie den Gasschutzlehrgang oder theoretische Phasen der U-Ausbildung an zentralen Standorten.
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| Baubelehrung: |
Sicherstellung der adäquaten Unterbringung und disziplinarischen Anbindung von Besatzungen, die zur Baubelehrung in den Standort kommandiert wurden.
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| Stützpunktsicherung: |
In Basen wie dem U-Stützpunkt Bergen verantwortlich für den Objektschutz der Bunkeranlagen (z. B. Bunker „Bruno“) in Zusammenarbeit mit der 1. Marine-Nachrichtenabteilung.
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| Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
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| BArch RM 3 / 1024 |
Dienstvorschriften über die Befugnisse und Aufgaben der Standortältesten der Kriegsmarine.
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| BArch RM 121 / 162 |
Bestimmungen über die Garnisonsverwaltung und den Streifendienst innerhalb der Marinestationen.
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| BArch PERS 6 |
Personalakten: Nachweise über die Ernennung hochrangiger Offiziere zum Standortältesten.
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| Literaturverweise
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| Lohmann / Hildebrand |
"Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band III, Kapitel Landorganisation).
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| Hildebrand, Hans H. |
"Die organisatorische Entwicklung der Marine nebst Stellenbesetzung 1848 bis 1945".
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| Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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