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| Ausbildung
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Reserveübung (Laufbahn der Offiziere d.R.)
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| In der Kriegsmarine war die Laufbahn der Offiziere des Beurlaubtenstandes (Reserveoffizieranwärter – R.O.A.) systematisch in aufeinanderfolgende Reserveübungen gegliedert. Ziel war es, Personal mit meist maritimer Vorbildung (z. B. Handelsmarine) zu vollwertigen Kriegsoffizieren zu formen. Diese Übungen (I bis IV) stellten die qualitativen Meilensteine von der soldatischen Grundausbildung bis zur abschließenden Erprobung in der Dienststellung als Offizier dar. In der U-Boot-Waffe wurde dieses System im Kriegsverlauf massiv gestrafft, um den hohen Bedarf an Wachoffiziers-Nachwuchs für die Frontflottillen zu decken.
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| Struktur der Reserveübungen (I bis V)
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| Reserveübung I: |
Soldatische Grundausbildung und erste Bordgewöhnung; Fokus auf Disziplin, infanteristische Kenntnisse und die Hierarchie der Bordorganisation.
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| Reserveübung II: |
Fachspezifische Ausbildung auf Schiffen; Erwerb praktischer Kenntnisse in Seemannschaft und Waffenbedienung; Abschluss oft als Seekadett d.R.
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| Reserveübung III: |
Vorbereitung auf die Offiziersprüfung (Wachoffiziers-Lehrgang); Vertiefung in Navigation, Signaldienst und taktischer Schiffsführung vor der Ernennung zum Fähnrich d.R.
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| Reserveübung IV: |
Abschließende Erprobung als stellvertretender Wachoffizier auf einem aktiven Kriegsschiff; am Ende stand die Beförderung zum Leutnant zur See d.R.
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| Reserveübung V: |
Meist eine freiwillige Fortsetzung oder spezialisierte Zusatzübung (z. B. Fachlehrgang Technik), die über die reguläre R.O.A.-Laufbahn hinausging.
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| Relevanz für die U-Boot-Waffe
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| Kriegsanpassung: |
Aufgrund hoher Offiziersverluste wurden die Übungen III und IV oft direkt in den U-Boots-Lehrdivisionen (U.L.D.) absolviert, um die Frontreife zu beschleunigen.
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| Crew 37b+: |
Besonders für die späteren Crews war die Verzahnung von Reserveübung und U-Spezialausbildung der Regelfall für eine schnelle Kommandierung auf Frontboote.
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| Handelsmarine: |
Rekrutierung erfahrener Nautiker der Handelsflotte, deren Reserveübungen primär auf die militärische Umstellung und Waffenkunde (Flak/Artillerie) fokussiert waren.
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| Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
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| BArch PERS 6 |
Personalakten: In den Wehrnummer-Einträgen sind diese Übungen als chronologische Meilensteine der militärischen Laufbahn gelistet.
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| BArch RHD 18 |
Marine-Dienstvorschrift M.Dv. 32 (Personalordnung): Beschreibt die exakten Zeiträume, Zulassungsvoraussetzungen und Prüfungsinhalte für jede der Übungen.
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| BArch RM 121 |
U-Boots-Lehrdivisionen: Dokumentiert die Integration der Reserveoffizier-Lehrgänge in die spezialisierte U-Boot-Ausbildung ab 1941/42.
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| Literaturverweise
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| Lohmann / Hildebrand |
„Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band 2, Abschnitt Personalwesen: Laufbahnen und Ersatzwesen der Reserveoffiziere).
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| Schlicht / Angolia |
„Die deutsche Wehrmacht - Band 2: Die Kriegsmarine“ (Details zur Dienstgradentwicklung und den Voraussetzungen der Reserve-Laufbahnen).
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| M.Dv. 32 |
Bestimmungen für die personelle Verwaltung der Kriegsmarine“ (Zentrale Beförderungsrichtlinien).
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| Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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