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40. Minensuchflottille

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Verband 40. Minensuchflottille
Die 40. Minensuchflottille war ein spezialisierter Sicherungsverband der Kriegsmarine, der während der gesamten Besatzungszeit Frankreichs für die Freihaltung der strategisch wichtigen Ansteuerungswege nach Brest verantwortlich war. Aufgestellt am 01.07.1940, sicherte sie die Gewässer der Bretagne und den westlichen Ausgang des Ärmelkanals. Für die U-Boot-Waffe war die Flottille von existenzieller Bedeutung, da sie die Fahrrinnen für die in Brest stationierte 1. und 9. U-Flottille von britischen Luftminen freihielt. Neben dem Nahgeleitschutz für aus- und einlaufende Front-U-Boote leistete der Verband aktive Seenotrettung im Küstenvorfeld, bis er im Spätsommer 1944 während der Kämpfe um die „Festung Brest“ aufgelöst wurde.
Historischer Kontext & Einsatz
Aufstellung: Formierung am 01.07.1940 unmittelbar nach der Besetzung der französischen Atlantikhäfen zur Sicherung der neuen Stützpunkte.
Einsatzgebiet: Küste Nordfrankreichs mit Hauptstützpunkt Brest; Überwachung der bretonischen Küstengewässer und des westlichen Ärmelkanals.
Festungskampf: Aug./Sept. 1944: Einbeziehung der Besatzungen in die infanteristische Verteidigung der eingeschlossenen Festung Brest oder Evakuierung nach Norden.
Ende: Auflösung im September 1944 nach dem Fall von Brest; Verteilung der verbliebenen schwimmenden Einheiten auf andere Sicherungsverbände im Westraum.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Wegesicherung: Kontinuierliches Räumen von Luftminen des RAF Coastal Command vor Brest, um Totalverluste der Front-U-Boote bei der Revierfahrt zu verhindern.
Nahgeleitschutz: Sicherung der U-Boote beim Passieren der gefährlichen Biskaya-Küstengewässer gegen Angriffe feindlicher Schnellboote und Jagdbomber-Patrouillen.
Seenotrettung: Einsatz als erste Hilfseinheit für beschädigte Rückkehrer oder zur Bergung von Besatzungsmitgliedern nach Versenkungen im unmittelbaren Vorfeld des Stützpunktes.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 106-350 Flottillen der Sicherungsstreitkräfte: Kernbestand für die Kriegstagebücher (KTB) der 40. M-Flottille mit Berichten über Räumerfolge vor Brest.
BArch RM 47 / 112 Seekommandant Bretagne: Dokumentiert die operative Unterstellung, die Verteidigungspläne für Brest und die logistische Organisation der Flottille.
BArch PERS 6 Personalakten: Invenio-Nachweis für Personal der 40. Flottille, das in der Bretagne zur Sicherung der U-Boot-Wegstrecken eingesetzt war.
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band 2, Abschnitt Sicherungsstreitkräfte: Minensuchflottillen im Bereich Bretagne und Westfrankreich).
Gröner, Erich „Die deutschen Kriegsschiffe 1815–1945“ (Band 8: Hilfsschiffe und Minensucher; technische Daten der in der 40. Flottille genutzten Einheiten).
Tessin, Georg „Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht“ (Band 14, zur systematischen Gliederung der Marineeinheiten im Bereich des Seekommandanten Bretagne).
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