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2. Torpedobootsflottille

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Verband 2. Torpedobootsflottille
Die 2. Torpedobootsflottille war ein aktiver Kampfverband der Kriegsmarine, der während des gesamten Zweiten Weltkriegs in verschiedenen Operationsgebieten eingesetzt wurde. Als "schnelle Eingreiftruppe" war sie maßgeblich für die Sicherung der U-Boot-Wege in der Nordsee, im Ärmelkanal und im Westraum verantwortlich und koordinierte offensive Minenunternehmungen sowie den schweren Geleitschutz.
Entstehung, Funktion und Ende
Aufstellung: Neuaufstellung am 08.10.1939 in Bremen mit der Indienststellung von T 8. Eine gleichnamige Flottille existierte bereits in der Reichsmarine (1920–1933) in Wilhelmshaven.
Funktion: Durchführung offensiver Minenunternehmungen, Geleitdienst und Sicherungsaufgaben. Operative Einsätze zur Erprobung taktischer Verfahren bei der Torpedoschule.
Operationsgebiete: Nordsee/Kanal (1939–1941), Westraum/Atlantik (1941–1944) zum Schutz der U-Boot-Basen in Frankreich sowie Ostsee (1944–1945) zur Unterstützung des Heeres.
Ende: Offizielle Auflösung am 15.08.1945 nach der Kapitulation der Wehrmacht.
Spezifikationen & Technische Details
Bootstypen: Primärer Einsatz der modernen Torpedoboote vom Typ 35 und Typ 37 (z. B. T 1 bis T 12).
Bewaffnung: Hauptbewaffnung 1 x 10,5 cm L/45 Geschütz, 6 x 53,3 cm Torpedorohre in Drillingssätzen sowie verstärkte 2 cm und 3,7 cm Flak-Bewaffnung.
Antrieb: Wagner-Hochdruck-Heißdampf-Kesselanlagen; Leistung ca. 31.000 PS für Geschwindigkeiten bis zu 35 kn.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Geleitsicherung: U-Boote, die durch den Ärmelkanal oder die Deutsche Bucht liefen, erhielten Geleitschutz durch die 2. T-Flottille zur Passage der eigenen Minensperren.
U-Jagd-Abwehr: Aktive Bekämpfung alliierter U-Boote, welche in den Anlaufwegen der deutschen Stützpunkte in der Biskaya lauerten.
Flak-Schild: Bereitstellung massiver Flugabwehrkapazitäten für aus- und einlaufende Boote in den gefährdeten Küstengewässern Frankreichs.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 61 / 2 Kriegstagebuch (KTB) der 2. Torpedobootsflottille (Einsätze im Westraum und Kanaldurchbruch).
BArch RM 54 / 112 Akten des Befehlshabers der Sicherung West zur operativen Verwendung der Torpedoboote.
BArch RM 7 / 2331 Unterlagen der Seekriegsleitung (Skl) zur strategischen Sicherung der Kanaldurchfahrt 1942.
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band II, Kapitel zur Organisation der Torpedobootsflottillen).
Gröner, Erich "Die deutschen Kriegsschiffe 1815–1945" (Band 2, Technische Daten der Boote Typ 35 und 37).
Harnack, Wolfgang "Die Verteidigung der Küsten" (Details zur taktischen Gliederung der Sicherungsverbände).
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