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| Dienststelle
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Führer der Minensuchboote West (F.d.M. West)
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| Der Führer der Minensuchboote West war eine zentrale taktische Dienststelle der Kriegsmarine zur Sicherung der Seewege im besetzten Frankreich und im Kanalbereich. Er koordinierte sämtliche Minensuch- und Räumverbände, um die Transitwege für U-Boote und Handelsstörer gegen die alliierte Minenkriegführung offenzuhalten.
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| Aufstellung und Zuständigkeit
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| Aufstellung: |
Im August 1940 zur einheitlichen Führung der Sicherungsstreitkräfte an der französischen Atlantikküste und im Ärmelkanal geschaffen.
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| Unterstellung: |
Unterstand dem Befehlshaber der Sicherung West (B.S.W.).
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| Operationsgebiet: |
Erstreckte sich von der belgisch-französischen Grenze bis zur spanischen Grenze. Koordination von Minensuchflottillen, Sperrbrechern und Vorpostenbooten.
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| Kernaufgaben & Taktik
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| Wegsicherung: |
Freihalten der „Zwangswege“ für aus- und einlaufende U-Boote (Typ VII C / IX) der Frontstützpunkte Brest, Lorient, St. Nazaire, La Pallice und Bordeaux.
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| Minenräumdienst: |
Tägliche Räumung der durch die Royal Air Force (RAF) ständig neu gelegten Minenfelder unmittelbar vor den Stützpunkten.
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| Geleitschutz: |
Sicherung von Küstentransporten und Schutz der U-Boote gegen feindliche Zerstörer oder Schnellboote in den gefährlichen Küstenzonen.
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| Personal und Kommandeure
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| Führung: |
Besetzt durch erfahrene Kapitäne zur See oder Konteradmirale. Ein bedeutender Kommandeur war der spätere Vizeadmiral Friedrich Ruge (08.1940 – 02.1943).
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| Struktur: |
Dem Stab unterstanden zahlreiche Minensuchflottillen, bestehend aus modernen Booten (Typ 1935/1940) sowie umgebauten Fischdampfern und Hilfsminensuchern.
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| Relevanz für die U-Boot-Waffe
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| Vorfeld-Sicherung: |
Ohne die Flottillen des F.d.M. West hätten die U-Boote die stark verminten Gewässer der Biskaya nicht passieren können. Sie bildeten den „Schild“ der U-Boot-Waffe beim Verlassen der Bunker.
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| Zusammenarbeit: |
Einsatz von Sperrbrechern als unmittelbarer Geleitschutz, um Minen durch bloßes Überfahren zur Detonation zu bringen und so den Weg für die Boote physisch freizumachen.
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| Personalhistorie: |
In den Stammrollen (BArch RM 121/642) markiert eine Kommandierung zum F.d.M. West eine Phase höchster nautischer Verantwortung in einem der am stärksten umkämpften Seegebiete.
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| Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
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| BArch RM 54 |
(Akten der Sicherungsstreitkräfte West sowie Kriegstagebücher des F.d.M. West zu Minenräumoperationen).
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| BArch RM 121/642 |
(Stammrollen zur Erfassung des Personals in den unterstellten Sicherungsflottillen).
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| Literaturverweise
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| Lohmann / Hildebrand |
"Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band II, Kapitel zur Sicherung West und dem F.d.M. West).
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| Ruge, Friedrich |
"Im Küstenvorfeld" (Persönliche Aufzeichnungen zur Organisation der Minenabwehr in Frankreich).
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| Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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