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| Datenblatt
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Flugzeugführer
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| In der Hierarchie der Kriegsmarine war ein Flugzeugführer (FF) ein Marineoffizier oder Unteroffizier, der die volle Berechtigung zum Führen eines Militärflugzeugs besaß. Während die Luftwaffe die allgemeine Lufthoheit beanspruchte, gab es bis 1939/40 spezialisierte Marinefliegerverbände, in denen das fliegende Personal organisatorisch zur Kriegsmarine gehörte.
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| Entstehung, Funktion und Ende
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| Entstehung: Die Tradition der Marine-Flugzeugführer reichte bis in den Ersten Weltkrieg zurück. In der Reichsmarine wurden sie ab 1923 im Geheimen (z. B. bei der Lufthansa oder in der Fliegerschule Lipezk) ausgebildet.
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| Funktion: Sie steuerten primär Bordflugzeuge auf Schlachtschiffen und Kreuzern (z. B. die Arado Ar 196) oder führten Fernaufklärer und Seenotrettungsmaschinen. Im Gegensatz zum Beobachter lag ihr Fokus auf der fliegerischen Führung der Maschine.
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| Ende: Mit der vollständigen Unterstellung fast aller Marinefliegerverbände unter die Luftwaffe (Göhrings Diktum: „Alles was fliegt, gehört mir“) im Jahr 1939/40 wurden viele dieser Spezialisten zur U-Boot-Waffe zurückgeholt oder in die Luftwaffe überführt.
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| Relevanz für die U-Boot-Waffe
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| Für die U-Boote sind diese Männer besonders wertvoll, da ein Flugzeugführer als U-Boot-Kommandant über einzigartige Fähigkeiten verfügte:
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| 3D-Navigation: Die Ausbildung zum Marine-Flugzeugführer beinhaltete extrem anspruchsvolle Navigation über offener See, was für die U-Boot-Führung im Atlantik ideal war.
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| Technisches Verständnis: Das Beherrschen komplexer Flugzeugmotoren erleichterte das Verständnis für die Diesel- und E-Maschinen-Anlagen der U-Boote.
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| Taktik: Sie kannten die Angriffsmuster feindlicher Flugzeuge aus eigener Erfahrung am Steuerknüppel und konnten ihre Boote daher effektiver gegen Fliegerangriffe verteidigen.
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| Quellenangabe
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| Bundesarchiv Bestand RM 6 |
Oberkommando der Kriegsmarine (OKM). Enthält die Personalbestimmungen für das fliegende Personal der Marine.
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| Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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