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7. Vorpostenflottille

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Version vom 31. Januar 2026, 17:00 Uhr von Andreas (Diskussion | Beiträge)
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Datenblatt 7. Vorpostenflottille
Die 7. Vorpostenflottille war ein wesentlicher Sicherungsverband in der Ostsee und im Westraum wo die 7. Vorpostenflottille dort direkt zum „Schutzschild“ der großen U-Boot-Basen wurde.
Einsatz vor 1940 (Aufstellung und Ostsee)
Aufstellung: Die Flottille wurde unmittelbar bei Mobilmachung im September 1939 formiert.
Basis: Der erste Heimatstützpunkt war Kiel.
Einsatzgebiet: Die westliche Ostsee sowie die dänischen Gewässer (Großer Belt, Kleiner Belt, Sund).
Funktion: Überwachung der Ostsee-Eingänge: Sicherstellung, dass keine feindlichen Einheiten (insbes. britische U-Boote) in die Ostsee eindrangen, um die dortigen deutschen Seewege zu stören.
Sicherung der U-Boot-Ausbildung: Dies ist der wichtigste Punkt für euer Wiki. Die Flottille sicherte die Übungsgebiete der frühen U-Boot-Schulflottillen (wie der Unterrichtsflottille in Neustadt/Kiel). Sie sorgte dafür, dass die Boote bei ihren ersten Tauch- und Schießversuchen vor Störungen durch neutrale oder feindliche Schifffahrt geschützt waren.
Minensicherung: Überwachung der eigenen Defensiv-Minensperren in der Kieler Bucht.
Relevanz für die U-Boot-Waffe (1939)
In den Biografien der frühen U-Boot-Kommandanten ist die 7. Vp.-Flottille die Einheit, die ihnen in der Kieler Förde den Rücken freihielt. Wenn ein Boot wie U 1 oder U 2 im Herbst 1939 zu Übungen auslief, passierte es die Vorpostenketten dieser Flottille.
Der Wechsel 1940
Erst nach dem Abschluss der Operationen in Dänemark und dem Westfeldzug wurde die Flottille – wie von dir richtig angemerkt – nach Brest verlegt, um dort die weitaus gefährlichere Aufgabe an der Atlantikküste zu übernehmen.
Einsatz im Westraum (Brest) 1940–1944
Verlegung: Unmittelbar nach der Besetzung Frankreichs im Sommer 1940 wurde die Flottille von der Ostsee an die Atlantikküste verlegt.
Stützpunkt: Hauptbasis war Brest, einer der wichtigsten U-Boot-Stützpunkte (Sitz der 1. und 9. U-Flottille).
Hauptaufgabe: Die Flottille stellte die Vorposten- und Geleitgruppen für die ein- und auslaufenden U-Boote in der gefährlichen Biskaya.
Minensicherung: Freihalten der Wege von britischen Minen direkt vor der Goulet von Brest.
U-Jagd-Abwehr: Patrouillen gegen alliierte U-Boote, die vor Brest auf deutsche Boote lauerten.
Ende im Westraum: Die Flottille wurde im August/September 1944 bei der Belagerung von Brest weitgehend aufgerieben oder die verbliebenen Schiffe wurden im Hafen selbst versenkt, um sie unbrauchbar zu machen. Nur Reste des Personals konnten sich nach Deutschland oder in andere Stützpunkte absetzen.
Relevanz für die U-Boot-Waffe (Brest)
In den Biografien fast aller „Brest-Boote“ (z. B. U 96, U 201) taucht die 7. Vp.-Flottille indirekt auf.
Sicherungsbegleitung: Wenn ein Boot im KTB vermerkt: „Aufgenommen durch Sicherung vor Brest“, waren das meist die umgebauten Fischdampfer der 7. Flottille (Kennungen V 701 bis V 730).
Flak-Schutz: In der Endphase 1943/44 dienten die Boote im Hafenbecken von Brest als zusätzliche Flak-Plattformen zum Schutz der U-Boot-Bunker.
Quellenangabe
Bundesarchiv Bestand RM 106 Flottillen der Sicherungsstreitkräfte. Enthält die KTB der 7. Vp.-Flottille aus der Brest-Zeit (RM 106/72 ff.). Hier finden sich die Geleitlisten für die U-Boote.
Lexikon der Wehrmacht → 7. Vorpostenflottille
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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