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Hafenschutzgruppe Schilksee

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Datenblatt Hafenschutzgruppe Schilksee
Die Hafenschutzgruppe Schilksee war eine spezialisierte Sicherungseinheit der Kriegsmarine, die dem Seekommandanten Kiel (Abschnitt Kiel) unterstellt war. In der Struktur der U-Boot-Waffe fungierte sie als direkte Bewachungsinstanz für die äußere Kieler Förde – einem der weltweit wichtigsten U-Boot-Stützpunkte und Erprobungsgebiete.
Historische Einordnung und Standorte
Standort: Der Stützpunkt befand sich im Kieler Stadtteil Schilksee, strategisch günstig am Ausgang der Kieler Förde gelegen.
Funktion: Während die großen Flottillen in den inneren Kieler Werften (wie Germaniawerft) lagen, kontrollierte die Hafenschutzgruppe den Transitverkehr in die offene Ostsee.
Zusammensetzung: Einsatz von bewaffneten Fischkuttern, Kriegsfischkuttern (KFK) und kleinen Hafenschutzbooten.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Sicherung der Erprobungsgebiete: Schilksee war das Tor zu den Übungsfeldern in der Eckernförder Bucht. Die Hafenschutzgruppe sicherte diese Gewässer gegen feindliche Luftangriffe und mögliche Sabotageversuche ab.
Ein- und Auslaufkontrolle: Jedes U-Boot, das Kiel verließ (z. B. zur Frontverlegung nach Norwegen oder Frankreich), passierte Schilksee. Die Gruppe übernahm dabei oft den Lotsendienst durch die Minensperren der Förde.
Hafenschutz-Sperre: In Schilksee befanden sich Anlagen für die Netzsperren, die bei Alarmzustand die Förde gegen feindliche Kleinst-U-Boote physisch abriegelten.
Personalpool: Viele Kommandanten, wie etwa Emil-Friedrich Schünemann, begannen ihre Laufbahn in solchen Sicherungsverbänden (z. B. in der 1. Hafenschutzgruppe Schilksee), bevor sie zur eigentlichen U-Boot-Ausbildung wechselten.
Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) | Invenio Online-Recherche
BArch RM 106 Sicherungsstreitkräfte. Enthält die Kriegstagebücher (KTB) der Hafenschutzgruppen im Bereich Kiel (Bestand RM 106/150 ff.).
BArch RM 45-II Marinedienststellen Ostsee. Belegt die Unterstellung unter den Admiral der westlichen Ostsee.
BArch PERS 6 Personalakten. Werdegänge von Reserveoffizieren, die oft die nautische Leitung in Schilksee innehatten.
Literaturverweise
Lohmann, Walter / Hildebrand, Hans H. Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945. (Band 2, Abschnitt Sicherungsstreitkräfte Ostsee).
Tessin, Georg Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht und Waffen-SS. (Band 14, S. 135: Seekommandant Kiel).
Marinedienstvorschrift Nr. 32 Bestimmungen für die personelle Verwaltung
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