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Marine-Artillerieabteilung 204

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Datenblatt Marine-Artillerieabteilung 204
Die Marine-Artillerieabteilung 204 (M.A.A. 204) war ein bedeutender Landverband der Kriegsmarine an der besetzten Küste Flanderns. Für die U-Boot-Waffe ist sie besonders relevant, da sie den strategisch wichtigen Raum um den Hafen Ostende sicherte – ein Gebiet, das für die Sicherung der U-Boot-Wege im Ärmelkanal zentral war.
Historischer Kontext & Einsatz
Aufstellung: Die Abteilung wurde im Juli 1940 unmittelbar nach dem Westfeldzug aufgestellt.
Einsatzgebiet: Belgien, Sektor Ostende. Die Batterien der Abteilung (wie die schwere Batterie „Hindenburg“ oder „Tirpitz“) schützten die flandrische Küste vor feindlichen See- und Luftangriffen.
Unterstellung: Seekommandant Flandern (später Admiral Kanalküste).
Ende: Die Abteilung wurde im September 1944 nach dem Rückzug der deutschen Truppen aus Belgien aufgelöst. Teile des Personals kamen in den Erdkampf oder wurden in die „Festungen“ an der Kanalküste zurückgezogen.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Sicherung der Kanalpassage: Die M.A.A. 204 deckte mit ihren weitreichenden Geschützen die Seewege vor Ostende ab. Dies war essenziell für U-Boote, die den Ärmelkanal passierten, um feindliche Zerstörer auf Distanz zu halten.
Schutz von Nothäfen: Ostende diente als wichtiger Anlaufpunkt für kleine Sicherungsfahrzeuge und als Nothafen für U-Boote. Die M.A.A. 204 garantierte die artilleristische Abwehr dieses Raumes.
Ausbildung von Spezialisten: Ähnlich wie bei der 2. M.A.A. erhielten hier viele Offiziersanwärter und spätere II. Wachoffiziere (II W.O.) ihre artilleristische Feuertaufe an schweren Küstengeschützen.
Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) | Invenio Online-Recherche
BArch RM 121 / 468 Unterlagen zur Aufstellung und Gliederung der Marine-Artillerie-Abteilungen im Westen, einschließlich der M.A.A. 204.
BArch RM 45-V / 12 Akten des Seekommandanten Flandern, welche die operative Führung und Einsatzberichte der M.A.A. 204 enthalten. Invenio-Recherche.
BArch PERS 6 / 238 (u.a.): Personalakten von Offizieren, die als Batteriechefs oder Zugführer in Ostende dienten
Literaturverweise
Lohmann, W. / Hildebrand, H. H. Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945. (Band II, Kapitel zur Küstenverteidigung Flandern).
Rolf, Rudi: Der Atlantikwall Die Bauten der deutschen Küstenbefestigungen 1940-1945. (Detaillierte Pläne der Batterien der MAA 204 in Ostende).
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