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Stationskommando Kiel

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Datenblatt Stationskommando Kiel
Das Stationskommando Kiel war die zentrale territoriale Exekutivbehörde der Marinestation der Ostsee und fungierte als administrativer „Hausherr“ des bedeutendsten deutschen Kriegshafens.
Historischer Kontext & Organisation
Anfang: Die Dienststelle wurde bereits in der Kaiserzeit etabliert und in der Reichsmarine am 01.10.1920 unter dieser Bezeichnung neu gefestigt. Mit Ausbruch des Krieges im August 1939 erfolgte eine massive personelle Aufstockung.
Status: Es war das ausführende Organ des Kommandierenden Admirals der Marinestation der Ostsee.
Aufgaben: Dem Kommando unterstanden der Hafenkapitän, die Garnisonsverwaltung sowie die Überwachung des Schiffsverkehrs in der Kieler Förde. Es regelte die Disziplin in den Kasernen und die Hafensicherheit.
Ende: Die Dienststelle blieb bis zur Kapitulation im Mai 1945 aktiv. Unter alliierter Aufsicht wurde sie zur Abwicklung der Personalangelegenheiten und Entlassungen teilweise noch bis in den Sommer 1945 weitergeführt.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Stützpunktverwaltung: Das Stationskommando war für die Zuweisung von Unterkünften für die Besatzungen der in Kiel liegenden Flottillen (z. B. der 5. U-Flottille) verantwortlich.
Transitkontrolle: Jedes U-Boot, das den Nord-Ostsee-Kanal passierte oder zur Ausbildung in die Ostsee verlegte, wurde administrativ durch das Stationskommando (Hafenamt) erfasst.
Personalhistorische Einordnung: In den Personalunterlagen (BArch PERS 6) erscheint das Stationskommando Kiel oft als Dienststelle für Offiziere, die zwischen zwei Bordkommandos als Adjutanten oder Referenten in der Landorganisation eingesetzt waren.
Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) | Invenio Online-Recherche
BArch RM 121 / 162 Dienstvorschriften zur Organisation der Stationskommandos im Heimatkriegsgebiet.
BArch RM 51 / 11 Akten des Kommandierenden Admirals der Marinestation der Ostsee zur operativen Führung des Standortes Kiel.
BArch RM 121 / 642 Stellenbesetzungslisten und Stammrollen des Stationskommandos Kiel (1939–1945).
Literaturverweise
Lohmann, W. / Hildebrand, H. H. Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945. (Band II, Kapitel zur Bodenorganisation der Marinestation der Ostsee).
Hildebrand, Hans H. Die deutschen Kriegsschiffe: Biographien. (Bietet Kontext zur Bedeutung Kiels als Flottenstützpunkt).
Tessin, Georg Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht. (Band 14, zur Übersicht der Marinestationen und Kommandanturen).
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