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2. Lageoffzier

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Dienststellung 2. Lageoffizier
Ein 2. Lageoffizier war ein spezialisierter Stabsoffizier, der den Ersten Admiralstabsoffizier (A I) bei der Erfassung, Bewertung und Darstellung der militärischen Lage unterstützte. Seine Detailarbeit bildete das operative Fundament für Entscheidungen des Befehlshabers und die Steuerung der unterstellten Flottillen.
Historischer Kontext & Organisation
Lagebearbeitung: Auswertung von Meldungen eigener Einheiten, der Luftaufklärung und Küstenbeobachtung. Führung der Lagekarte (Positionen, Minenfelder, Gefahrenzonen) und Vorbereitung der täglichen Lagevorträge.
Stabsarbeit: Enge Zusammenarbeit mit dem A I (Operationen) und A III (Nachrichtenauswertung). Überwachung der laufenden Operationen im Detail und Sicherstellung des unverzüglichen Informationsflusses bei Kursänderungen oder Feindmeldungen.
Kriegsende 1945: Erschwerte Bedingungen durch Kommunikationszusammenbruch. Erfassung letzter Positionsdaten für eine geordnete Kapitulation am 08.05.1945. Gezielte Vernichtung von Lagekarten und Geheimunterlagen vor der Gefangennahme.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Wegesicherung: Überwachung der Auslaufwege in den Sicherungsstäben (B.S.W. / B.S.N.). Abgleich von Minenmeldungen der Minensuchflottillen mit den geplanten Routen der Front-U-Boote zur Vermeidung von Kollisionen mit feindlichen Sperren.
Taktische Koordination: Integration von U-Boot-Sichtmeldungen in die Gesamtlage zur Koordination von Überwasserkräften gegen gegnerische Einheiten (z. B. britische Schnellboote).
Nachrichtenfluss: Verarbeitung von Daten der Horchstellen und Funkmessstationen zur Warnung der U-Boote vor feindlichen „Hunter-Killer-Groups“ in Küstennähe, oft in direkter Abstimmung mit dem Stab des B.d.U.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 7 Akten der Seekriegsleitung (Organisation der Admiralstäbe und Aufgabenverteilung der Operationsabteilungen).
BArch RM 61 Kriegstagebücher der Sicherungsdivisionen (Dokumentation der täglichen Lagearbeit und Meldewege).
BArch RM 20 / 893 Unterlagen des Befehlshabers der Unterseeboote (Zusammenarbeit mit Sicherungsstäben bei der Lageerstellung).
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band II, Kapitel über Admiralstabsoffiziere und Lageabteilungen).
Hildebrand, Hans H. "Die organisatorische Entwicklung der Marine nebst Stellenbesetzung 1848 bis 1945".
Giessler, Helmuth "Der Marine-Nachrichten- und Ortungsdienst" (Technische Basis für die Lageerstellung und Informationsflüsse).
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