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| Funktion
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Wachgänger (Reichsmarine)
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| In der Reichsmarine (1921–1935) war der Wachgänger kein Dienstgrad, sondern eine funktionale Bezeichnung für Soldaten der Mannschafts- und Unteroffizierslaufbahn. Er war für die Durchführung des regelmäßigen Wach- und Sicherheitsdienstes an Bord oder in Landstationen verantwortlich und bildete das Fundament für Ordnung und Sicherheit im militärischen Alltag.
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| Aufgaben & Pflichten
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| Überwachung: |
Sicherung des zugewiesenen Sektors (Postenbereich). Dies umfasste den Decks- und Sicherheitsdienst auf Schiffen sowie die Kontrolle der Schotten und die Brandwache.
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| Kontrollfunktion: |
Verhinderung des Zutritts unbefugter Personen und Überwachung der Einhaltung aller sicherheitsrelevanten Vorschriften der Bordordnung.
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| Wachsystem & Disziplin
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| Rollensystem: |
Dienst in strikten Wachstärken, meist im Vier-Stunden-Takt. Das Verlassen des Postens ohne offizielle Ablösung war streng untersagt.
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| Vielseitigkeit: |
Aufgrund personeller Begrenzungen durch den Versailler Vertrag musste jeder Soldat (inkl. Spezialisten) als Wachgänger einsetzbar sein, was eine hohe personelle Flexibilität schuf.
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| Ausrüstung & Landdienst
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| Bewaffnung: |
Je nach Wachart ausgerüstet mit Karabiner 98k oder Seitenwaffe (Dolch/Bajonett).
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| Signalmittel: |
Nutzung von Signallampen oder Pfeifen bei Nachtwachen zur Alarmierung des Wachoffiziers oder Feldwebels vom Dienst.
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| Objektschutz: |
Gestellung von Wachgängern für Landstellen (z. B. 1. Marine-Nachrichtenabteilung) zum Schutz sensibler Funk- und Signalstationen.
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| Relevanz für die U-Boot-Waffe
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| Zuverlässigkeit: |
Die im Wachdienst der Reichsmarine drillierte Disziplin und Wachsamkeit war die Grundvoraussetzung für den späteren Dienst auf U-Booten, wo Nachlässigkeiten im Wachdienst fatale Folgen hatten.
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| Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
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| BArch RM 20 |
Marinestation der Ostsee (Bestimmungen über den Wach- und Sicherheitsdienst in den Häfen und auf See).
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| BArch RM 3 |
Oberkommando der Marine (Allgemeine Dienstvorschriften zur Ausbildung und zum Einsatz der Mannschaften).
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| Literaturverweise
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| Lohmann / Hildebrand |
"Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band II, Personalwesen und Dienstbetrieb).
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| Hildebrand, Hans H. |
"Die organisatorische Entwicklung der Marine nebst Stellenbesetzung 1848 bis 1945".
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| Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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