|
|
|
| Organisation
|
U-Stammkompanie
|
|
|
|
|
| Die U-Stammkompanie war eine landgestützte Organisationseinheit, die zumeist den U-Boot-Abnahmekommandos oder den Unterseeboot-Lehrdivisionen (U.L.D.) angegliedert war. Sie diente als personelles Depot für Soldaten nach Abschluss ihrer Fachausbildung und bildete die administrative Basis für die künftige Zusammenstellung von Bootsbesatzungen.
|
|
|
|
|
| Historischer Kontext & Organisation
|
|
|
| Aufgabengebiet: |
Führung der Personalunterlagen und Stammrollen. Koordination von Einkleidung, medizinischer Überwachung und Dienstbetrieb in der Übergangsphase zur Baubelehrung.
|
| Standorte: |
Primär an Ausbildungszentren in der Ostsee (Neustadt/Holst., Pillau, Gotenhafen) sowie in der Nähe großer Werftzentren (Kiel, Hamburg, Bremen).
|
| Personalpool: |
Bereitstellung von Ergänzungskräften für kurzfristige Ausfälle in formierten Besatzungen und Steuerung der Zuweisung zu den monatlichen Neubauprogrammen.
|
| Kriegsende: |
1945 oft letzte personelle Reserve; aufgrund nicht fertiggestellter Neubauten wurde das überschüssige Personal teils in Marine-Schützen-Regimenter für den Erdkampf eingegliedert.
|
|
|
|
|
| Relevanz für die U-Boot-Waffe
|
|
|
| Kernbesatzungen: |
Ort der ersten informellen Zusammenführung der Männer. Hier begannen sich die sozialen Gefüge für die spätere Kameradschaft auf engstem Raum zu bilden.
|
| Fachliche Erhaltung: |
Durchführung von Wiederholungskursen und technischem Unterricht, damit das Personal während der Wartezeit zwischen Lehrgang und Frontkommando nicht „rostete“.
|
| B.d.U. Steuerung: |
Flexibles Instrument zur Sicherstellung der Einsatzbereitschaft; schneller Ersatz von Spezialisten auf Frontbooten durch qualifiziertes Personal mit fertigen Fachzertifikaten.
|
|
|
|
|
| Spezifische Merkmale & Besonderheiten
|
|
|
| Typ XXI Priorität: |
Ab 1944 wurden in den Stammkompanien gezielt Kontingente für die neuen Elektro-U-Boote isoliert und intensiv auf die technologischen Neuerungen vorbereitet.
|
| Truppendienst: |
Betreuung der Soldaten, solange sie keinem spezifischen Boot fest zugeteilt waren (Status: „z.V.“ – zur Verfügung).
|
|
|
|
|
| Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
|
|
|
| BArch RM 20 / 904 |
Personalbestimmungen für die Kriegsmarine (Administrative Abläufe und Führung der Stammrollen).
|
| BArch RM 123 |
Akten der Unterseeboot-Lehrdivisionen (Unterstellung der Stammkompanien unter die Ausbildungsverbände).
|
| BArch RM 20 / 893 |
Unterlagen des Befehlshabers der Unterseeboote (Zuweisung von Personal aus den Stammkompanien zu den Werften).
|
|
|
| Literaturverweise
|
|
|
| Lohmann / Hildebrand |
"Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band II, Personalwesen und Landorganisation).
|
| Hildebrand, Hans H. |
"Die organisatorische Entwicklung der Marine nebst Stellenbesetzung 1848 bis 1945".
|
| Mulligan, Timothy P. |
"Die Männer der deutschen U-Boot-Waffe 1939–1945" (Analyse der Verweildauer in den Stammkompanien).
|
|
|
| Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
|
|
|
|
|
| ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132
|