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| Verband
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13. Schiffsstammabteilung (13. S.S.A.)
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| Die 13. Schiffsstammabteilung war ein zentraler Ausbildungskader der Kriegsmarine und markierte oft die erste Station im Wehrpass von Rekruten und Offiziersanwärtern. Ihre Einsatzgeschichte ist geprägt von weitreichenden Verlegungen innerhalb der Ostseegebiete bis hin zum infanteristischen Einsatz an der Westfront in der Endphase des Krieges.
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| Historischer Kontext & Organisation
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| Standort Saßnitz: |
Ursprünglicher Friedenstruppenteil auf Rügen; unterstellt dem 2. Admiral der Ostsee bzw. dem 1. Schiffsstammregiment.
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| Gliederung: |
Zunächst drei Kompanien; am 01.04.1938 erfolgte die Aufstockung auf fünf Kompanien zur Bewältigung des erhöhten Rekrutenaufkommens.
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| Baltikum (1943): |
Im Januar 1943 Verlegung nach Libau (Lettland) unter das 3. Schiffsstammregiment; Nutzung des Lagers Schwallenberg in Pillau als Transitstützpunkt.
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| Frankreich (1943/44): |
Im November 1943 Verlegung nach Remiremont/Geradmer (Vogesen) nahe Epinal zur Sicherung des rückwärtigen Heeresgebietes.
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| Ende 1944: |
Auflösung im November 1944; Eingliederung der Mannschaften in das Heer zum Ausgleich massiver Verluste an der Westfront.
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| Spezifische Merkmale & Ausbildung
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| Schützenausbildung: |
Fokus auf der infanteristischen Grundausbildung für Bordpersonal, inklusive Geländeübungen in den Dünengebieten Rügens und später im Baltikum.
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| Vogesen-Einsatz: |
Ausbildung unter erschwerten klimatischen Bedingungen im französischen Mittelgebirge zur Vorbereitung auf den Erdkampf gegen alliierte Verbände.
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| Kaderauslese: |
Systematische Sichtung von Personal für die Laufbahn des Seeoffiziers (Crews 37 und 38) während der ersten Monate des Kompaniedienstes.
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| Relevanz für die U-Boot-Waffe
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| Vorkriegs-Crews: |
Saßnitz war die Wiege der soldatischen Erziehung für viele spätere U-Boot-Kommandanten, bevor diese an die Marineschule Mürwik wechselten.
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| Personalpool: |
Während der Stationierung in Libau diente die Abteilung als personelle Reserve für U-Boot-Besatzungen der 24. U-Flottille und der U.L.D. im Ostseeraum.
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| Biografischer Bruch: |
Die Überführung in Heeres-Einheiten im November 1944 erklärt das Ende vieler Marine-Lebensläufe in regulären Infanterie-Divisionen kurz vor Kriegsende.
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| Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
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| BArch RM 121 |
Marine-Ersatz- und Ausbildungsabteilungen: Unterlagen zum 1. und 3. Schiffsstammregiment sowie spezifische Akten zur 13. S.S.A.
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| BArch PA |
Personenbezogene Unterlagen: Stammrollen dokumentieren den Weg von Saßnitz über Libau nach Frankreich.
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| Lexikon der Wehrmacht |
Eintrag zur 13. Schiffsstammabteilung (Standorte und Unterstellungen).
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| Literaturverweise
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| Lohmann / Hildebrand |
"Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band II, Abschnitt Schiffsstammabteilungen).
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| Tessin, Georg |
"Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht und Waffen-SS" (Band 14, Übersicht der Standorte).
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| Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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