|
|
|
| Verband
|
61. Vorpostenflottille
|
|
|
|
|
| Die 61. Vorpostenflottille (61. Vp.-Flottille) war einer der am längsten aktiven Sicherungsverbände in den norwegischen Gewässern. Als spezialisierte Einheit der Kriegsmarine für den Dienst im hohen Norden sicherte sie die strategisch kritischen Seewege um das Nordkap und die Ansteuerungen der Eismeer-Basen. Sie bildete das logistische und militärische Rückgrat für die Aufrechterhaltung des deutschen Schiffsverkehrs entlang der polaren Küstenlinie.
|
|
|
|
|
| Entstehung, Struktur und Standorte
|
|
|
| Aufstellung: |
Formiert im November 1940 als reine Kriegsformation der Kriegsmarine; keine Vorläufer in der Kaiserlichen oder Reichsmarine vorhanden.
|
| Zusammensetzung: |
Einsatz von robusten, eismeertauglichen Fahrzeugen, primär requirierte norwegische Walfänger und deutsche Fischdampfer für den harten Arktis-Dienst.
|
| Haupteinsatzgebiet: |
11.1940 – 11.1944: Operative Basis in Bodø mit vorgeschobenen Stützpunkten bis hinauf nach Kirkenes zur Überwachung der Nordkap-Route.
|
| Rückzug 1944/45: |
Nach der Räumung der Polarfront im November 1944 Rückzug in den Raum Harstad/Bosekop zur Fortführung der Sicherungsaufgaben.
|
| Ende 1945: |
Auflösung im Juni 1945 unter britischer Aufsicht nach der Gesamtkapitulation und der geordneten Entwaffnung der Verbände in Norwegen.
|
|
|
| Spezifische Merkmale & Sicherungsdienst
|
|
|
| Nordkap-Sicherung: |
Durchführung von Geleitschutzaufgaben auf einer der gefährlichsten Seerouten des Krieges unter ständiger Bedrohung durch alliierte Luft- und Seekräfte.
|
| U-Jagd-Einsätze: |
Aktive Bekämpfung sowjetischer und britischer U-Boote, die gezielt Jagd auf den deutschen Schiffsverkehr entlang der norwegischen Nordküste machten.
|
| Wetterbedingungen: |
Navigation und Gefechtsdienst unter den extremen Belastungen der Polarnacht sowie starker Vereisung der Aufbauten und Waffensysteme.
|
|
|
| Relevanz für die U-Boot-Waffe
|
|
|
| Versorgungswege: |
Sicherung der lebenswichtigen Transportrouten für Torpedos, Treibstoff und Ersatzteile zu den arktischen Stützpunkten der U-Boot-Waffe.
|
| Stützpunktschutz: |
Überwachung der Hafeneinfahrten von Bodø und anderen Versorgungspunkten, die als kritische Ausweichbasen für Front-U-Boote im Nordmeer dienten.
|
| Seenot-Koordination: |
Beteiligung an Such- und Rettungsaktionen für U-Boot-Besatzungen nach Verlusten in den weitläufigen Seegebieten vor der norwegischen Küste.
|
|
|
| Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) | Invenio Online-Recherche
|
|
|
| BArch RM 106/507-512 |
Flottillen der Sicherungsstreitkräfte: Kriegstagebücher (KTB) der 61. Vorpostenflottille (1940–1945).
|
| BArch RM 45-III |
Marinedienststellen in Norwegen: Belegt die operative Führung durch den Admiral der norwegischen Nordküste.
|
| BArch PERS 6 |
Personalakten: Werdegänge von Offizieren und Mannschaften mit Dienstzeiten in den Sicherungsverbänden der Polarfront.
|
|
|
| Literaturverweise
|
|
|
| Lohmann / Hildebrand |
"Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band II, Kapitel zur Sicherung der norwegischen Gewässer und Geleitzugdienst).
|
| Harnack, Wolfgang |
"Die Verteidigung der Küsten" (Details zur taktischen Gliederung des 3. Küstensicherungsverbandes).
|
| Gröner, Erich |
"Die deutschen Kriegsschiffe 1815–1945" (Technische Daten der für den Vorpostendienst umgerüsteten Walfänger).
|
|
|
| Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
|
|
|
|
|
| ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132
|