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| Verband
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Küstenschutzflottille Ostland (bzw. Reval)
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| Die Küstenschutzflottille Ostland (zeitweise Küstenschutzflottille Reval) war die direkte Vorläuferorganisation der 14. Sicherungsflottille. Für die U-Boot-Waffe dokumentiert dieser Verband die zunehmende Militarisierung des Baltikums und die operative Absicherung der östlichen Ostsee gegen sowjetische Seestreitkräfte. Sie stellte das entscheidende Bindeglied zur Sicherung der weiträumigen Ausbildungs- und Operationsgebiete vor Estland und Lettland dar.
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| Historische Entwicklung und Standorte
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| Aufstellung: |
Formiert am 01.09.1941 als Küstenschutzgruppe Ostland in Libau (Liepāja) unmittelbar nach der Besetzung des Baltikums.
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| Verlegung Reval: |
Standortwechsel am 01.10.1941 nach Reval (Tallinn) zur strategischen Sicherung des Finnenbusens gegen sowjetische Ausbruchsversuche.
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| Umbenennung: |
Massive Vergrößerung am 21.05.1942 zur Küstenschutzflottille Ostland; ab 01.08.1942 Umbenennung in Küstenschutzflottille Reval zur Präzisierung der lokalen Zuständigkeit.
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| Umgliederung 1944: |
Am 15.07.1944 offizielle Umbenennung in 14. Sicherungsflottille und feste Integration in die Struktur der Sicherungsdivisionen der Kriegsmarine.
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| Ende 1945: |
Einsatz bei den großräumigen Evakuierungsoperationen im Baltikum und anschließende Auflösung nach der Gesamtkapitulation im Mai 1945.
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| Spezifische Merkmale & Sicherungsdienst
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| Netz- und Sperrschutz: |
Engste Zusammenarbeit mit Netzlegern (z. B. Valencia) zum Schutz der U-Boot-Liegeplätze in Reval gegen sowjetische Torpedoangriffe.
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| Überwachungsdienst: |
Kontinuierliche Patrouillen zur Abwehr sowjetischer Schnellboote und Kleinst-U-Boote im inneren Finnenbusen.
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| Evakuierungsschutz: |
In der Endphase Sicherung der Transportschiffe bei der Rückführung von Truppen und Flüchtlingen aus dem kurdischen Raum und Estland.
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| Relevanz für die U-Boot-Waffe
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| Ausbildungssicherung: |
Gewährleistung der Sicherheit in den weitläufigen Übungsgebieten; ohne diesen Schutz hätte die Frontausbildung der U-Boot-Waffe in der östlichen Ostsee nicht stattfinden können.
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| Transit-Begleitung: |
Operativer Begleitschutz für U-Boote, die zu strategischen Spezialoperationen oder Minenunternehmungen in den inneren Finnenbusen verlegten.
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| Personalhistorie: |
In den Stammrollen dokumentiert dieser Verband den Werdegang von Offizieren, welche die Transformation von der Küstenschutzgruppe zur Sicherungsflottille vollzogen.
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| Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) | Invenio Online-Recherche
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| BArch RM 106 |
Flottillen der Sicherungsstreitkräfte: Enthält die Kriegstagebücher (KTB) unter den Bezeichnungen Ostland, Reval und 14. Sicherungsflottille.
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| BArch RM 45-I |
Marinedienststellen in der Ostsee: Belegt die Unterstellung unter den Admiral Ostland bzw. den Kommandierenden Admiral östliche Ostsee.
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| BArch PERS 6 |
Personalakten: Dokumentation der Werdegänge von Offizieren, die den gesamten Werdegang der Flottille von 1941 bis 1945 mitmachten.
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| Literaturverweise
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| Lohmann / Hildebrand |
"Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band II, Kapitel zur Sicherung der Ostsee und des Baltikums).
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| Harnack, Wolfgang |
"Die Verteidigung der Küsten" (Details zur taktischen Gliederung der Sicherungsverbände im Ostraum).
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| Hildebrand, Hans H. |
"Die organisatorische Entwicklung der Marine nebst Stellenbesetzung 1848 bis 1945".
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| Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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