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| Dienstgrad
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Matrose an Deck (Laufbahn I - Seemännischer Dienst)
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| Der Matrose an Deck bildete die personelle Basis der seemännischen Laufbahn. In der Reichsmarine (1921–1935) war dieser Status durch extreme Selektion und eine 12-jährige Verpflichtungszeit geprägt, was den Matrosen zum hochqualifizierten Kaderanwärter machte. In der Kriegsmarine stellte der Matrose den Einstiegsdienstgrad nach der Grundausbildung dar. Er verantwortete den klassischen Bordbetrieb außerhalb der technischen Abteilungen und war auf U-Booten als Ausguck, Rudergänger und Munitionskanonier für die Sicherheit und Kampfkraft der Einheit mitverantwortlich.
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| Status und Bedingungen (Reichsmarine vs. Kriegsmarine)
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| Reichsmarine: |
Langzeitverpflichtung (12 Jahre); Status eines spezialisierten Kaders in einer „Führerarmee“; getarnte U-Boot-Ausbildung in der U-Abwehrschule (U.A.S.).
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| Kriegsmarine: |
Unterster Dienstgrad der Laufbahn I; Einstiegsrang nach der Basisausbildung (z. B. in der 9. Schiffsstammabteilung) vor der Beförderung zum Matrosengefreiten.
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| Abzeichen: |
Tragen des Laufbahnabzeichens (unklarer Anker) auf dem linken Ärmel; in der Kriegsmarine noch ohne die Winkel der Gefreitendienstgrade.
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| Selektion: |
In der Phase der Reichsmarine kamen hunderte Bewerber auf eine Stelle, was zu einer physisch und intellektuell überdurchschnittlich belastbaren Mannschaft führte.
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| Aufgaben und Relevanz für die U-Boot-Waffe
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| Wachdienst: |
Einsatz als Ausguck auf der Brücke; bei Überwasserfahrt primäre Lebensversicherung des Bootes zur rechtzeitigen Sichtung von Flugzeugen und Zerstörern.
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| Ruderdienst: |
Bedienung des Ruders unter Aufsicht oder Steuerung der Tiefenruder in der Zentrale zur präzisen Einhaltung der befohlenen Tauchtiefe.
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| Waffenbedienung: |
Funktion als Ladeschütze oder Munitionsreuer an der Deckskanone (8,8-cm/10,5-cm) sowie Bedienung der Flak-Geschütze im Wintergarten.
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| Bordbetrieb: |
Durchführung seemännischer Arbeiten wie Festmachen, Klarmachen der Leinen, Proviantübernahme sowie das tägliche „Reinschiff“ im Mannschaftsquartier.
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| Kader-Erbe: |
Matrosen der Reichsmarine bildeten als spätere Oberfeldwebel das erfahrene Rückgrat der U-Boot-Flotte zu Beginn des Zweiten Weltkriegs.
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| Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) | Invenio Online-Recherche
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| BArch PERS 6 |
Personalakten: Werdegänge mit dokumentierten Dienstzeiten als Matrose, Beförderungsdaten und Beurteilungen während der 12-jährigen Verpflichtung.
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| BArch RM 121 |
Schiffsstammabteilungen: Dokumentiert die Zuweisung der Rekruten zur Laufbahn I und die infanteristische sowie seemännische Grundausbildung.
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| BArch RHD 18 |
M.Dv. 32: Regelt die Laufbahnbestimmungen, Rechte und Pflichten sowie die Besoldungsstufen für Matrosen der Reichs- und Kriegsmarine.
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| Literaturverweise
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| Lohmann / Hildebrand |
"Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band 3, Abschnitt Personalwesen: Dienstgrade und Laufbahnen der Mannschaften).
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| M.Dv. 32 |
"Bestimmungen für die personelle Verwaltung der Kriegsmarine" (Zentrale Vorschrift für die Dienstgradhierarchie).
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| Hildebrand, Hans H. |
"Die organisatorische Entwicklung der Marine nebst Stellenbesetzung 1848 bis 1945".
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| Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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