|
|
|
| Ausbildungsschwerpunkt
|
Waffenausbildung für Seeoffizieranwärter
|
|
|
|
|
| Die Waffenausbildung während der Bordausbildungszeit bildete das praktische Fundament für den Offiziersnachwuchs in der Handhabung der see- und luftzielgerichteten Bewaffnung. Im Fokus stand die Ausbildung an der Mittelartillerie (15-cm), wobei die Fähnriche die optische Entfernungsmessung und die rechnergestützte Feuerleitung unter Realbedingungen auf See erlernten. Parallel dazu erfolgte eine intensive Schulung an den Überwasser-Torpedorohrsätzen, die die mathematischen Grundlagen für Vorhaltsberechnungen und Angriffsmanöver vermittelte. Ergänzt wurde das Programm durch den Drill an der leichten und schweren Flak-Bewaffnung, um die Reaktionsgeschwindigkeit bei der Flugzeugabwehr zu trainieren. Diese technische Spezialisierung auf den Schulschiffen der Flotte war der entscheidende Qualifikationsnachweis für die spätere fachspezifische U-Boot-Ausbildung.
|
|
|
|
|
| Fachspezifische Ausbildungsinhalte
|
|
|
| Seeartillerie: |
Praktischer Dienst an den Geschütztürmen; Schulung in der Turmbedienung, Munitionszuführung und der Koordination mit den artilleristischen Leitständen.
|
| Torpedowesen: |
Ausbildung an den schwenkbaren Deckstorpedosätzen; Ermittlung von Schussdaten und Handhabung der Zielapparate als direkte Vorstufe zur U-Boot-Spezialisierung.
|
| Flugabwehr (Flak): |
Intensives Training an automatischen Waffen; Fokus auf Flugzeugerkennung, Zielverfolgung und das Schießen auf schnell bewegliche Luftziele (Schleppziele).
|
| Feuerleitung: |
Einweisung in die mechanischen und elektrischen Rechengeräte zur Ermittlung von Kurshaltung, Vorhalt und Entfernung bei verschiedenen Sichtverhältnissen.
|
|
|
| Relevanz für die U-Boot-Waffe
|
|
|
| Schießgrundlagen: |
Vermittlung der mathematischen Logik des Torpedoschusses, die für die späteren Wachoffiziere bei Überwasserangriffen auf U-Booten essentiell war.
|
| Waffenbeherrschung: |
Sicherstellung der technischen Versiertheit im Umgang mit Flak-Waffen, die in der zweiten Kriegshälfte überlebenswichtig für die Abwehr auf dem Wintergarten wurde.
|
| Selektionskriterium: |
Die während der Bordausbildung gezeigten Leistungen an den Waffenstationen waren maßgebliche Grundlage für die Eignungsfeststellung zum U-Boot-Offizier.
|
|
|
| Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
|
|
|
| BArch RM 121 / 142 |
Marineschulen: Unterlagen zur fachspezifischen Bordausbildung und den verbindlichen Lehrplänen für die Waffenschulung auf den Einheiten der Flotte.
|
| BArch RM 3 / 1033 |
Reichsmarineamt / OKM: Dienstvorschriften über die Organisation des Waffendienstes an Bord und die Ausbildungsvorschriften für Offizieranwärter.
|
| BArch PERS 6 |
Personalakten: Invenio-Nachweis für Seeoffiziere mit detaillierten Bewertungen ihrer waffentechnischen Leistungen während der praktischen Bordausbildungsphasen.
|
|
|
| Literaturverweise
|
|
|
| Lohmann / Hildebrand |
„Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band 2, Abschnitt Ausbildung: Die Bordausbildung auf Schulschiffen und deren waffentechnische Lehrinhalte).
|
| Hildebrand, Hans H. |
„Die organisatorische Entwicklung der Marine nebst Stellenbesetzung 1848 bis 1945“ (Systematische Darstellung der Ausbildungsgänge).
|
| Giesler, Robert |
„Gefechtsdienst auf U-Booten“ (Bietet Einblicke in die praktische Anwendung der artilleristischen und torpedistischen Grundlagen an Bord).
|
|
|
| Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
|
|
|
|
|
| ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132
|