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| Laufbahn
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Vermessungsschüler
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| Ein Vermessungsschüler war ein Soldat in der Fachausbildung zum Vermessungsgasten oder Vermessungssteuermann innerhalb des nautischen Dienstes der Kriegsmarine. Die Ausbildung umfasste theoretische Phasen an den Navigationsschulen sowie die praktische Bordausbildung auf Vermessungsschiffen. Ziel war die Beherrschung hydrographischer Messverfahren zur Erstellung von Seekarten, die Wrackortung und das präzise Vermessen von Fahrrinnen. Für die Kriegführung war diese Spezialisierung essentiell, um Zwangswegsysteme in verminten Gebieten wie dem Skagerrak oder der Ostsee einzurichten und aktuell zu halten. In den Personalunterlagen dokumentiert der Status als Vermessungsschüler eine technische Laufbahn mit hohem mathematischem und nautischem Anspruch, die oft als Vorstufe für eine Karriere im Hydrographischen Dienst oder als Navigationsoffizier diente.
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| Ausbildungsinhalte & Schwerpunkte
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| Hydrographie: |
Erlernen von Lotungsverfahren (Echolot und Handlot) zur exakten Bestimmung von Wassertiefen und Bodenbeschaffenheiten in Küstengewässern.
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| Geodäsie: |
Praktische Winkelmessung mit dem Sextanten und Theodoliten zur präzisen Positionsbestimmung von Landmarken und Seezeichen für die Kartografie.
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| Kartenerstellung: |
Einführung in das Zeichnen von Seekarten, das Eintragen von Wrackpositionen und die Korrektur von Navigationsunterlagen nach neuesten Messdaten.
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| Signalwesen: |
Schulung in der Handhabung von Vermessungsbojen, Pricken und Funkfeuern zur Markierung sicherer Fahrwasser für die Flotte.
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| Spezifische Details & Ergänzungen
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| Zwangsweg-Vermessung: |
Lebenswichtige Aufgabe im Krieg: Vermessung schmaler, geräumter Korridore durch Minenfelder, um Schiffen sichere Passagen zu ermöglichen.
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| Wrackortung: |
Einsatz von Schleppgeräten und frühen Ortungsverfahren zum Auffinden versenkter Schiffe, die eine Gefahr für die Schifffahrt darstellten.
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| Meteor-Einsatz: |
Viele Schüler absolvierten ihre Bordzeit auf dem berühmten Vermessungsschiff [Meteor](https://de.wikipedia.org), das als schwimmende Akademie für den nautischen Nachwuchs galt.
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| Relevanz für die U-Boot-Waffe
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| Transit-Sicherheit: |
Die Arbeit der Vermessungseinheiten sicherte die Ein- und Auslaufwege für U-Boote in den stark verminten Gebieten der Nord- und Ostsee.
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| Stützpunktbau: |
Vermessungsschüler unterstützten bei der hydrographischen Erkundung neuer U-Boot-Basen in besetzten Gebieten (z.B. Norwegen oder Frankreich).
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| Biografischer Marker: |
In den Stammrollen markiert dieser Status eine frühe fachliche Spezialisierung, die oft zu einer späteren Verwendung als Obersteuermann auf U-Booten führte.
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| Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) | Invenio Online-Recherche
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| BArch RM 121 / 142 |
Marine-Fachschulen: Lehrpläne und Prüfungsordnungen für das nautische Personal und die Ausbildungsgänge der Vermessungsgasten.
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| BArch RM 7 / 2331 |
Seekriegsleitung: Akten zum Hydrographischen Dienst und zur strategischen Bedeutung der Seevermessung im Küstenvorfeld.
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| BArch PERS 6 |
Personalakten: Individuelle Nachweise über Kommandierungen zu Vermessungslehrgängen und Bordzeugnisse von Vermessungsschiffen.
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| Literaturverweise
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| Lohmann, W. / Hildebrand, H. H. |
Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945 (Band III, Kapitel zur nautischen Ausbildung und dem Vermessungswesen).
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| Giessler, Helmuth |
Der Marine-Nachrichten- und Ortungsdienst (Details zur Entwicklung der hydrographischen Messtechnik und Ausbildung).
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| Hildebrand, Hans H. |
Die deutschen Kriegsschiffe: Biographien (Bietet Kontext zu den Vermessungsschiffen als schwimmende Ausbildungseinheiten).
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| Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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