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| Ausbildung
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Fliegerweiterbildungskurs
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| Ein Fliegerweiterbildungskurs war eine kriegsbedingte Fortbildungsmaßnahme für das fliegende Personal der Luftwaffe (Flugzeugführer, Beobachter, Bordfunker). Ziel war die Einweisung in neue Flugzeugmuster, modernisierte Navigationsverfahren oder veränderte taktische Einsatzgrundsätze. Diese Kurse fanden meist an den Großen Kampffliegerschulen oder spezialisierten Blindflugschulen statt. Besonders relevant waren diese Lehrgänge für Besatzungen der Küsten- und Bordfliegerverbände, um sie auf die Zusammenarbeit mit der Kriegsmarine und neue Ortungsverfahren (z. B. Radar/Funkmess) vorzubereiten. In den Personalakten dokumentiert dieser Kurs die kontinuierliche Spezialisierung und Anpassung des Soldaten an die technische Entwicklung der Luftrüstung.
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| Ausbildungsinhalte & Schwerpunkte
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| Typenumschulung: |
Praktische und theoretische Einweisung in verbesserte Flugzeugtypen (z. B. Übergang von Heinkel He 60 auf Arado Ar 196 oder Dornier Do 18 auf BV 138).
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| Navigation: |
Intensivschulung in astronomischer Navigation und Funkortung für Langstreckenflüge über dem offenen Meer ohne Landsicht.
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| Waffentechnik: |
Weiterbildung in der Anwendung neuer Abwurfwaffen (z. B. Lufttorpedos oder magnetische Minen) sowie die Justierung verbesserter Bordwaffenanlagen.
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| Taktik-Schulung: |
Vermittlung neuester Erkenntnisse über feindliche Abwehrtaktiken und die Optimierung der Zusammenarbeit im Verband.
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| Spezifische Details & Ergänzungen
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| Blindflug-Training: |
Erwerb oder Auffrischung der Blindflug-Berechtigung zur Durchführung von Einsätzen bei Nacht oder extremen Wetterbedingungen im Nordatlantik.
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| Funkmesswesen: |
Einführung in die Bedienung von Bordradargeräten zur frühzeitigen Ortung von Überwasserschiffen und feindlichen Flugzeugen.
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| Kooperation: |
Simulation koordinierter Angriffe mit U-Boot-Rudeln ("Fühlungshalter"), wobei die präzise Standortmeldung im Vordergrund stand.
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| Relevanz für die Marine / U-Boot-Waffe
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| Geleitzugsuche: |
Weitergebildete Beobachter waren essentiell für die Fernaufklärung, um Geleitzüge für die U-Boot-Waffe lückenlos zu beschatten.
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| Seenotdienst: |
Spezialkurse zur Durchführung von Seenotlandungen und Rettungsoperationen zur Bergung von U-Boot-Fahrern oder Fliegerbesatzungen.
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| Biografischer Marker: |
In den Personalakten dokumentiert die Teilnahme an Weiterbildungskursen die fachliche Qualifikation für den Dienst in Seefernaufklärungsgruppen.
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| Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) | Invenio Online-Recherche
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| BArch RL 2-III |
Generalstab der Luftwaffe: Akten über die Organisation und Durchführung von fliegerischen Weiterbildungs- und Sonderlehrgängen.
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| BArch PERS 6 |
Personalakten: Individuelle Nachweise über absolvierte Weiterbildungskurse und entsprechende Berechtigungen in den Flugbüchern.
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| BArch RL 4 |
Luftwaffenpersonalamt: Bestimmungen über die Kommandierung von fliegendem Personal zu Fortbildungsmaßnahmen.
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| Literaturverweise
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| Lohmann / Hildebrand |
Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945 (Band III, Kapitel zur Ausbildung der Marineluftwaffe und den Fachlehrgängen).
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| Boog, Horst |
Die deutsche Luftwaffenführung 1935–1945 (Details zur fachlichen Qualifizierung des fliegenden Personals).
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| Koos, Volker |
Luftfahrt zwischen Ostsee und Breitling (Kontext zur Ausbildung am Standort Warnemünde).
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| Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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