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Marine Wehr Tr. II.

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Verband Marine-Wehr-Transport-Abteilung II
Die Marine-Wehr-Transport-Abteilung II war ein spezialisierter Logistikverband der Kriegsmarine, der für die Durchführung und Sicherung von militärischen See-Transporten verantwortlich war. Ihre Hauptaufgabe lag in der Bereitstellung und Koordination von Schiffsraum für Truppenverlegungen, Nachschubgüter und schweres Gerät im Rahmen der maritimen Kriegführung.
Entstehung, Funktion und Ende
Aufstellung: Formiert als Teil des Wehrmacht-Transportsystems der Kriegsmarine. Die Abteilung unterstand meist den Marinebefehlshabern der jeweiligen Einsatzgebiete oder direkt dem Schifffahrtsamt des OKM.
Standort: Einsatzschwerpunkte lagen in den besetzten Küstengebieten und den Hauptnachschubwegen. Die Abteilung koordinierte den Umschlag in den Häfen und die Bildung von Transportstaffeln für den Seeweg.
Technik: Einsatz requirierter ziviler Fracht- und Fahrgastschiffe sowie spezialisierter Marine-Fährprahme (MFP) und Siebelfähren zur Anlandung von Truppen und Material.
Ende 1945: Mit der Einstellung der Kampfhandlungen und der Kapitulation der Wehrmacht im Mai 1945 wurde die Abteilung aufgelöst; verbliebener Schiffsraum wurde den Alliierten übergeben.
Spezifische Merkmale & Sicherung
Nachschublogistik: Sicherstellung des Materialflusses zu den Frontverbänden und Küstenfestungen; Koordination der Beladung unter Berücksichtigung von Stabilität und Gefechtsbereitschaft.
Geleitzugwesen: Organisation des Selbstschutzes der Transporteinheiten und Anforderung von Sicherungskräften zum Schutz gegen alliierte Luft- und Seeangriffe.
Personal-Einsatz: Die Abteilung wurde durch nautisches Fachpersonal geführt, das oft aus der Handelsmarine stammte und über weitreichende Erfahrung im Ladungsdienst verfügte.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Stützpunktversorgung: Die Wehr-Transport-Abteilungen waren essentiell für die Belieferung der U-Boot-Stützpunkte mit Torpedos, Treibstoff und schweren Ersatzteilen über den Seeweg.
Personaltransfer: Durchführung von Massentransporten für Werftarbeiter und Besatzungsstämme zu den weit entfernten Stützpunkten in den besetzten Gebieten (z.B. Norwegen oder Frankreich).
Rückwärtige Dienste: Entlastung der operativen Flottenverbände von logistischen Aufgaben, wodurch Sicherungskräfte für den direkten Schutz der U-Boote freigestellt werden konnten.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 7 Seekriegsleitung: Akten über die Organisation des Transportwesens und die Zuweisung von Schiffsraum an die Wehr-Transport-Abteilungen.
BArch RM 106 Dienststellen der Marine-Infanterie und Transportverbände: Unterlagen über Truppenbewegungen und Materialnachschub über See.
BArch PERS 6 Personalakten: Nachweise über Seeoffiziere und technisches Personal in den Transport-Abteilungen der Kriegsmarine.
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band II, Abschnitt Marine-Nachschub und Transportwesen).
Groener, Erich "Die deutschen Kriegsschiffe 1815–1945" (Band 7: Landungsfahrzeuge und Hilfsschiffe im Transportdienst).
Kurowski, Franz "Seekrieg aus der Luft" (Details zur Sicherung der Nachschubwege gegen alliierte Luftangriffe).
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