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| Verband
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23. Landungsflottille
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| Die 23. Landungsflottille war ein spezialisierter Transport- und Kampfverband der Kriegsmarine, der vornehmlich im arktischen Einsatzraum operierte. Aufgestellt in Swinemünde aus Teilen der 17. Landungsflottille und Neubauten, leistete der Verband unter extremen klimatischen Bedingungen wertvolle Dienste bei Minenoperationen und der Abwehr sowjetischer Landungskräfte an der norwegischen Eismeerküste.
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| Entstehung, Funktion und Ende
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| Aufstellung: |
Formiert am 01.10.1942 in Swinemünde durch die 17. Landungsflottille. Der Bestand setzte sich aus Booten der 17. Flottille, Rückführungen aus dem Westraum sowie diversen Werftneubauten zusammen.
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| Standort: |
Ab 20.10.1942 Verlegung nach Kirkenes (Ankunft 09.04.1943). Einsatzraum war die norwegische Eismeerküste, insbesondere die Varangerhalbinsel zwischen Vardö und Vadsö.
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| Technik: |
Einsatz von Motorfährprahmen (MFP) für kombinierte Aufgaben: Durchführung von Minenlegungen zum Küstenschutz sowie umfangreiche Transport- und Nachschubfahrten im nordnorwegischen Raum.
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| Ende 1944: |
Im Juni 1944 erfolgte die offizielle Umbenennung in 5. Landungsflottille. Unter dieser Bezeichnung wurde der Verband bis Kriegsende in den nordischen Gewässern weitergeführt.
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| Spezifische Merkmale
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| Eismeer-Marsch: |
Die Verlegung von Swinemünde nach Kirkenes dauerte aufgrund der schwierigen Witterungs- und Eislage sowie feindlicher Bedrohung fast sechs Monate (Oktober 1942 bis April 1943).
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| Kampfeinsatz: |
Am 28.03.1944 aktive Beteiligung an der Bekämpfung des sowjetischen Landekopfes an der Südostküste der Varangerhalbinsel zur Sicherung der deutschen Flanke im hohen Norden.
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| Minenoperationen: |
Die Flottille legte offensive und defensive Minensperren, um die Anlaufwege zu den strategisch wichtigen Häfen Kirkenes und Petsamo gegen sowjetische Seestreitkräfte zu sperren.
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| Relevanz für die U-Boot-Waffe
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| Nachschubweg: |
Die 23. Landungsflottille sicherte durch ihre Transportaufgaben die Versorgung der im Nordmeer operierenden U-Boote mit schweren Ersatzteilen und Verpflegung in den vorgeschobenen Basen.
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| Flankenschutz: |
Durch die Abwehr feindlicher Landungsversuche im Raum Kirkenes schützte der Verband die rückwärtige Infrastruktur, die für die Instandsetzung der Front-U-Boote im Eismeer essentiell war.
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| Minensicherung: |
Die von der Flottille gelegten Sperren erschwerten sowjetischen U-Booten und Schnellbooten den Zugriff auf die Auslaufwege der deutschen Unterseeboote im Varangerfjord.
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| Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
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| BArch RM 70 |
Landungsverbände der Kriegsmarine: Kriegstagebücher (KTB) und operative Berichte der 23. Landungsflottille (1942–1944).
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| BArch RM 36 |
Admiral Nordmeer: Akten über die taktische Unterstellung und den Einsatz der Landungsflottillen im nordnorwegischen Raum.
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| BArch PERS 6 |
Personalakten: Nachweise über Kommandierungen und Beförderungen innerhalb der 23. Landungsflottille während des Eismeereinsatzes.
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| Literaturverweise
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| Lohmann / Hildebrand |
"Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band II, Kapitel Landungsflottillen: 23. und 5. Flottille).
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| Kugler, Randolf |
"Das Landungswesen in Deutschland seit 1900" (Detaillierte Einsatzgeschichte der Fährprahme im hohen Norden).
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| Lenton, H. T. |
"German Warships of the Second World War" (Technische Details zu den MFP-Typen der Landungsflottillen).
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| Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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