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| Auszeichnung
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Spanisches Marineverdienstkreuz (Cruces del Mérito Naval)
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| Das Spanische Marineverdienstkreuz wurde am 3. August 1866 gestiftet und war eine der am häufigsten verliehenen ausländischen Auszeichnungen an Angehörige der deutschen Kriegsmarine. Es diente der Anerkennung hervorragender Leistungen, die den Glanz der Marine förderten oder die militärische Zusammenarbeit mit Spanien stärkten. Die Auszeichnung unterteilt sich in verschiedene Abzeichen (distintivos), wobei für deutsche Marineangehörige vor allem das rote Abzeichen (für Tapferkeit/Kriegsverdienst) und das weiße Abzeichen (für allgemeine Verdienste) von Bedeutung waren.
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| Die Klassen und das Weiße Abzeichen (Distintivo Blanco)
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| Stiftungszweck: |
Würdigung von Offizieren und Mannschaften für außergewöhnliche Leistungen im maritimen Bereich, in der Verwaltung oder bei der technischen Entwicklung mariner Systeme.
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| Distintivo Blanco: |
Das Weiße Abzeichen (Cruz con distintivo blanco) wurde speziell für Verdienste im Frieden, für administrative Leistungen oder für die Förderung der zwischenstaatlichen Marinebeziehungen verliehen.
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| Klassen: |
Vergabe in vier Klassen (I. bis IV.) sowie als Großkreuz. Die Einstufung richtete sich nach dem Dienstgrad und der Bedeutung der erbrachten Leistung des Beliehenen.
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| Trageweise: |
Das Kreuz wurde als Steckkreuz auf der linken Brustseite getragen. Bei festlichen Anlässen konnte das Großkreuz auch an einer Schärpe (Schulterband) getragen werden.
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| Spezifische Merkmale
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| Farbkennung: |
Die Emaillierung der Kreuzarme in Weiß grenzte die Auszeichnung deutlich vom roten Abzeichen (Tapferkeit vor dem Feind) und dem blauen Abzeichen (humanitäre Verdienste) ab.
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| Symbolik: |
Das gleichschenklige Kreuz trägt zentral einen Anker. Die darüberliegende Krone symbolisiert die spanische Souveränität und den staatlichen Charakter der Ehrung.
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| Diplomatie: |
In der Kriegsmarine wurde das weiße Kreuz oft als Austauschorden bei Flottenbesuchen oder im Rahmen der technischen Zusammenarbeit mit der spanischen Flotte vergeben.
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| Relevanz für die U-Boot-Waffe
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| Etappen-Sicherung: |
Zahlreiche Offiziere, die die geheime Versorgung deutscher U-Boote in spanischen Häfen (Vigo, Cádiz) koordinierten, erhielten das weiße Kreuz als Anerkennung.
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| Legion Condor: |
Marineangehörige der "Sonderstab W" und Teilnehmer der Operation "Ursula" (U-Boot-Einsatz im Bürgerkrieg) waren die ersten deutschen Empfänger dieser Auszeichnung.
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| Personalakten: |
In den "Personalpapieren" vieler U-Boot-Kommandanten ist die Tragegenehmigung für dieses Kreuz als Beleg für die engen deutsch-spanischen Marinekontakte vermerkt.
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| Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
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| BArch PERS 6 |
Personalakten: Nachweise über ausländische Orden und die entsprechende Tragegenehmigung für Angehörige des B.d.U. und der Flottillen.
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| BArch RM 7 |
Seekriegsleitung: Berichte über die zwischenstaatlichen Beziehungen zu Spanien und die Verleihung von Ehrenzeichen an deutsches Personal.
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| BArch RM 1 |
Oberkommando der Kriegsmarine: Protokolle über Ordensüberreichungen durch die spanische Marine-Mission.
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| Literaturverweise
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| Klietmann, Kurt-G. |
„Ordenskunde: Beiträge zur Geschichte der Auszeichnungen“ (Details zu den spanischen Verdienstorden und deren Klassen).
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| Nimmergut, Jörg |
„Abzeichen und Orden 1800-1945“ (Abschnitt über ausländische Ehrenzeichen in der deutschen Wehrmacht).
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| Prieto, Carlos |
„Las condecoraciones españolas“ (Standardwerk über spanische Orden und Ehrenzeichen).
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| Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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