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Belcharn

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Einheit Belcharn
Die Belcharn war ein ehemals französisches Motorschiff, das von der Kriegsmarine beschlagnahmt und als Hilfsschiff in der Donauflottille eingesetzt wurde. Innerhalb des Verbandes diente das Fahrzeug vornehmlich als Wohnschiff und Begleitschiff für Kleinkampfmittel oder Räumboote. Durch seine robuste Bauweise und die Kapazitäten zur Unterbringung von Personal leistete die Belcharn einen wichtigen Beitrag zur mobilen Infrastruktur der Flottille während der Rückzugskämpfe auf der Donau und bei der Sicherung der Binnenwasserstraßen im südosteuropäischen Raum.
Entstehung, Funktion und Ende
Herkunft: Ursprünglich ein französisches Motorschiff, das nach der Besetzung Frankreichs unter deutsche Kontrolle gelangte und für den Einsatz auf den Binnenwasserstraßen umgerüstet wurde.
Verwendung: Einsatz in der Donauflottille als Wohnschiff für Flottillenangehörige sowie als schwimmende Basis für Sicherungsaufgaben im Donauraum.
Technik: Motorschiff mit flachem Tiefgang, ideal geeignet für die Navigation auf der Donau; im Kriegseinsatz teilweise mit leichter Flugabwehr zur Eigensicherung ausgestattet.
Ende 1945: Mit dem Vordringen der Alliierten und der Einstellung der Kampfhandlungen an der Donau wurde das Schiff im Mai 1945 interniert oder zur Blockade versenkt.
Spezifische Merkmale
Wohnkapazität: Bereitstellung von Unterkünften für Besatzungen kleinerer Einheiten, die über keine eigenen wohnlichen Einrichtungen an Bord verfügten.
Mobile Basis: Das Schiff ermöglichte die Verlegung von Einsatzschwerpunkten entlang des Flusslaufs, ohne auf feste Landstützpunkte angewiesen zu sein.
Versorgung: Nutzung als Lager für Proviant und Ausrüstungsgegenstände zur logistischen Unterstützung der operativen Sicherungsfahrzeuge der Donauflottille.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Kleinst-U-Boote: Im Rahmen der Donau-Operationen diente die Belcharn als Mutterschiff für Personal der Kleinkampfverbände, die mit Einheiten wie dem „Seehund“ oder „Biber“ operierten.
Personaltransfer: Unterstützung beim Transport von U-Boot-Spezialisten, die über die Donau in das Schwarze Meer zur 30. U-Flottille verlegt wurden.
Sicherung: Beteiligung an der Überwachung der Flussabschnitte, die als wichtige Transitrouten für zerlegte U-Boote auf dem Weg nach Warna oder Konstanza dienten.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 54 Donauflottille: Akten über die Schiffslisten, Bestandsmeldungen und den Einsatz von Hilfsschiffen im Donauraum.
BArch RM 7 Seekriegsleitung: Berichte über die Verwendung von beschlagnahmtem Schiffsraum in den südosteuropäischen Flussgebieten.
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band II, Kapitel Flussflottillen: Donau).
Gröner, Erich „Die deutschen Kriegsschiffe 1815–1945“ (Band 8: Hilfsschiffe und Binnenschiffe).
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