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| Dienststelle
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Wehrmachtsamt (Reichswehrministerium)
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| Das Wehrmachtsamt (W.A.) war die zentrale politische und administrative Schaltstelle innerhalb des Reichswehrministeriums. Es wurde am 01.02.1934 durch Umbenennung des Ministeramtes geschaffen und diente als direkter Arbeitsstab des Reichswehrministers. Seine Hauptaufgabe lag in der Koordinierung der gemeinsamen Angelegenheiten von Heer und Marine, der Bearbeitung völkerrechtlicher Fragen sowie der Vertretung der militärischen Belange gegenüber anderen Reichsministerien. Aus dem Wehrmachtsamt entwickelte sich im Zuge der Umgliederung 1938 das spätere Oberkommando der Wehrmacht (OKW).
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| Entstehung, Funktion und Ende
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| Aufstellung: |
Gebildet am 01.02.1934 unter der Leitung von Generalmajor Walter von Reichenau aus dem vormaligen Ministeramt des Reichswehrministeriums.
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| Standort: |
Berlin, Bendlerblock. Das Amt fungierte als Verbindungsglied zwischen der rein militärischen Führung und der politischen Führung des Reiches.
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| Aufgabe: |
Bearbeitung von Fragen der Landesverteidigung, der Rüstungswirtschaft, der Psychologischen Kampfführung sowie die Verwaltung des Wehrmacht-Haushalts.
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| Ende 1938: |
Im Rahmen der "Blomberg-Fritsch-Krise" wurde das Wehrmachtsamt im Februar 1938 aufgelöst und in den Stab des neu geschaffenen Oberkommandos der Wehrmacht (OKW) überführt.
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| Spezifische Merkmale
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| Abteilungen: |
Dem Amt unterstanden kriegswichtige Abteilungen wie die Inlandsabteilung (L), die Abteilung Ausland (Abwehr) und die Wirtschaftliche Abteilung.
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| Führung: |
Das W.A. versuchte, die Ressortegoismen der Marine und des Heeres zu überwinden, um eine einheitliche Verteidigungsstrategie für das Deutsche Reich zu entwickeln.
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| Rüstung: |
Überwachung der geheimen Aufrüstungsprogramme und der technischen Abstimmung zwischen den Teilstreitkräften vor der offiziellen Entlarvung der Wehrfreiheit 1935.
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| Relevanz für die U-Boot-Waffe
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| Geheimbau: |
Das Wehrmachtsamt deckte in der Frühphase die Finanzierung und diplomatische Absicherung der geheimen U-Boot-Konstruktionen (IvS) im Ausland ab.
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| Verträge: |
Beteiligung an der juristischen Vorbereitung des Deutsch-Britischen Flottenabkommens 1935, das den offiziellen U-Boot-Bau ermöglichte.
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| Zuweisung: |
Festlegung der strategischen Rohstoffquoten (Stahl/Kupfer) für den Schiffbau gegenüber den Anforderungen des Heeres und der Luftwaffe.
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| Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
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| BArch RW 4 |
Wehrmachtamt / OKW: Akten über die Organisationsgeschichte, Befehlsbefugnisse und die administrative Leitung des Amtes.
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| BArch RM 7 |
Seekriegsleitung: Korrespondenz zwischen der Marineleitung und dem Wehrmachtsamt bezüglich der gemeinsamen Rüstungsplanung.
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| BArch PERS 6 |
Personalakten: Nachweise über Seeoffiziere, die als Referenten in der Marineabteilung des Wehrmachtsamtes tätig waren.
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| Literaturverweise
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| Lohmann / Hildebrand |
„Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band I, Kapitel Führung und Organisation: Die Stellung des Wehrmachtsamtes).
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| Müller, Klaus-Jürgen |
„Das Heer und Hitler“ (Darstellung der Rolle des Wehrmachtsamtes bei der Umgestaltung der Führungsspitze).
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| Messerschmidt, Manfred |
„Die Wehrmacht im NS-Staat“ (Strukturelle Entwicklung vom Ministeramt zum OKW).
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| Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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