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| Dienststellung
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2. E-Meßoffizier (2. E.M.O.)
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| Der 2. E-Meßoffizier war eine spezialisierte Dienststellung auf größeren Einheiten der Kriegsmarine, wie Schlachtschiffen und Schweren Kreuzern. Er war dem 1. E-Meßoffizier unterstellt und für die technische Einsatzbereitschaft sowie die Bedienung der optischen Entfernungsmessgeräte (E-Meßgeräte) verantwortlich. Seine Hauptaufgabe lag in der präzisen Ermittlung der Zieldaten für die schwere und mittlere Artillerie, wobei er die E-Meß-Gasten an den Basisgeräten (z.B. 10,5-m-Entfernungsmesser) anleitete. Mit der Einführung der Radar-Technik (FuMO) weitete sich sein Aufgabengebiet auf die elektronische Entfernungsmessung aus.
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| Entstehung, Funktion und Aufgaben
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| Aufgaben: |
Leitung der optischen Entfernungsmessung im Gefecht; Überwachung der Justierung der Meßgeräte; Ausbildung des Fachpersonals (E-Meß-Gasten) und Protokollierung der Meßergebnisse.
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| Standort: |
Einsatz auf Schiffen ab Kreuzergröße. Er war zumeist in einem der Artillerie-Leitstände (Vormars, achtern oder auf dem Turm C/D) stationiert.
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| Qualifikation: |
Besetzung durch Seeoffiziere, die spezialisierte Lehrgänge an der [Artillerieschule](https://invenio.bundesarchiv.de) absolviert hatten und fundierte Kenntnisse in Optik und Trigonometrie besaßen.
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| Ende 1945: |
Mit der Außerdienststellung der Flotte und der Entwaffnung nach der Kapitulation im Mai 1945 wurde die Dienststellung des 2. E-Meßoffiziers aufgelöst.
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| Spezifische Merkmale
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| Optik-Fokus: |
Bevor die Radartechnik ausgereift war, bildete die optische Entfernungsmessung unter Leitung der E.M.O. die einzige Grundlage für präzises Artilleriefeuer auf große Distanz.
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| Radar-Übergang: |
Im Kriegsverlauf koordinierten die E-Meßoffiziere zunehmend das Zusammenspiel zwischen optischer Beobachtung und den neuen Funkmessortungs-Verfahren (FuMO).
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| Justierung: |
Regelmäßige Durchführung von Vergleichsmessungen zur Kompensation von atmosphärischen Störungen und temperaturbedingten Geräteveränderungen.
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| Relevanz für die U-Boot-Waffe
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| Beobachtung: |
Die präzise Schulung in der optischen Entfernungsmessung war für Offiziere, die zur U-Boot-Waffe wechselten, grundlegend für die Arbeit am Sehrohr und die Schätzwerte beim Überwasserangriff.
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| Techniktransfer: |
Die Erfahrungen mit den komplexen Optiken der Überwasserschiffe flossen in die Verbesserung der U-Boot-Zieloptiken und der Ausbildung der Wachoffiziere ein.
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| Fachkader: |
Ehemalige E-Meßoffiziere wurden aufgrund ihrer hohen technischen Spezialisierung oft für technische Sonderaufgaben in den U-Boot-Stäben herangezogen.
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| Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
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| BArch RM 24 |
Inspektion der Marineartillerie: Akten über die Ausbildungsvorschriften und Dienstpflichten der E-Meßoffiziere auf Kriegsschiffen.
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| BArch RM 7 |
Seekriegsleitung: Berichte über die schießtechnischen Erfahrungen und die Effizienz der optischen Entfernungsmessung im Gefecht.
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| BArch PERS 6 |
Personalakten: Nachweise über die Kommandierung als 2. E-Meßoffizier im Rahmen der Offizierslaufbahn.
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| Literaturverweise
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| Lohmann / Hildebrand |
„Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band II, Kapitel Waffenwesen: Die Artillerieorganisation).
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| Koop / Schmolke |
„Die schweren Kreuzer der Admiral Hipper-Klasse“ (Details zur Besetzung der Leitstände und der Rolle der Fachoffiziere).
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| Breyer, Siegfried |
„Schlachtschiffe und Schlachtkreuzer 1905–1970“ (Hinweise zur Feuerleittechnik und der Organisation der Meßstände).
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| Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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