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| Dienststellung
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Ausbildungsreferent
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| Der Ausbildungsreferent war ein spezialisierter Stabsoffizier in den höheren Kommandobehörden der Kriegsmarine, wie dem Oberkommando der Kriegsmarine (OKM) oder bei den Stationskommandos. Er war verantwortlich für die Planung, Festlegung und Überwachung der Lehrgangsinhalte sowie der Ausbildungsrichtlinien für das Offizier- und Mannschaftskorps. In seiner Funktion koordinierte er die Kapazitäten der Marineschulen, passte die Lehrpläne an die aktuellen Frontanforderungen an und überwachte die Einhaltung der Ausbildungsstandards innerhalb seines Zuständigkeitsbereichs.
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| Entstehung, Funktion und Aufgaben
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| Aufgaben: |
Erstellung von Dienstvorschriften für die Ausbildung; Koordination der Zuweisung von Lehrgangsplätzen und Überwachung der Prüfungswesen an den Fachschulen.
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| Standort: |
Einsatz vornehmlich in der Inspektion des Bildungswesens der Marine sowie in den Stäben der Admiralitätsabteilungen im OKM.
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| Qualifikation: |
Besetzung durch erfahrene Seeoffiziere mit ausgeprägtem pädagogischem Verständnis und umfassender praktischer Dienstkenntnis aus dem Flottendienst.
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| Ende 1945: |
Mit der Auflösung der Marineverwaltung und der Einstellung des regulären Schulbetriebs nach der Kapitulation im Mai 1945 wurde die Funktion hinfällig.
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| Spezifische Merkmale
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| Lehrgangsregie: |
Anpassung der Ausbildungsdauer an den kriegsbedingten Personalbedarf, ohne die fachliche Qualifikation der Spezialisten zu gefährden.
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| Innovation: |
Integration neuer technologischer Erkenntnisse (z. B. Funkmesswesen, Ortungstaktik) in die bestehenden Lehrpläne der Marineschulen.
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| Inspektion: |
Durchführung von Kontrollbesuchen an den Ausbildungseinheiten zur Überprüfung der praktischen Umsetzung der zentralen Vorgaben.
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| Relevanz für die U-Boot-Waffe
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| Qualitätssicherung: |
Der Ausbildungsreferent stellte sicher, dass die hochspezialisierten Anforderungen für den Dienst auf U-Booten in den Basiskursen ausreichend berücksichtigt wurden.
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| Frontfeedback: |
Enge Zusammenarbeit mit den Ausbildungsabteilungen des BdU, um Erfahrungen aus dem Seekrieg direkt in die Ausbildung der U-Schüler einfließen zu lassen.
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| Personalschlüssel: |
Planung der Nachwuchsraten für die verschiedenen U-Boot-Laufbahnen (Zentraler, E-Maschinisten, Funker) zur Deckung des Flottenausbaus.
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| Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
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| BArch RM 121 |
Marinelehrgänge und Schulen: Akten über die Erarbeitung von Ausbildungsplänen und die Korrespondenz der Referenten.
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| BArch RM 3 |
Reichsmarineamt / OKM: Unterlagen zur personellen Struktur der Bildungsabteilungen und deren Richtlinienkompetenz.
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| BArch PERS 6 |
Personalakten: Nachweise über die Verwendung von Offizieren in den Referaten für Ausbildung und Bildungswesen.
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| Literaturverweise
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| Lohmann / Hildebrand |
„Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band II, Kapitel Ausbildungswesen: Die Organisation der Bildung).
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| Wegner, Günter |
„Stellenbesetzung der deutschen Marine 1848-1945“ (Chronologie der Fachreferenten in den Admiralstäben).
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| Mallmann Showell, J. |
„Das Handbuch der deutschen Kriegsmarine“ (Details zur hierarchischen Einordnung der Ausbildungsreferate).
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| Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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