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| Dienststelle
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Höheres Kommando der U-Bootsausbildung (H.K.U.)
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| Das Höhere Kommando der U-Bootsausbildung war die zentrale vorgesetzte Dienststelle für die gesamte Ausbildungsorganisation der deutschen U-Boot-Waffe. Es wurde geschaffen, um die rasant wachsende Zahl an Lehrdivisionen, Ausbildungsflottillen und Fachschulen unter einer einheitlichen Führung zu bündeln. Das H.K.U. koordinierte den personellen Durchlauf der Besatzungen von der ersten Grundausbildung bis zur Frontreife, legte die Ausbildungsrichtlinien fest und überwachte die materielle Ausstattung der Schulverbände in der Ostsee.
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| Entstehung, Funktion und Ende
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| Aufstellung: |
Formiert im Jahr 1943 im Zuge der massiven Expansion der U-Boot-Waffe; direkt dem [Befehlshaber der Unterseeboote](https://invenio.bundesarchiv.de) (BdU) unterstellt.
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| Standort: |
Sitz des Stabes war in Gotenhafen, später kriegsbedingt verlegt. Es bildete das administrative Zentrum für die Ausbildungsverbände im Ostseeraum.
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| Aufgabe: |
Übergeordnete Leitung der U-Lehrdivisionen (U.L.D.) und der Ausbildungsflottillen; Sicherstellung einheitlicher Taktik- und Technikschulung nach Frontvorgaben.
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| Ende 1945: |
Mit der Einstellung des Ausbildungsbetriebs im Frühjahr 1945 und der anschließenden Kapitulation im Mai 1945 wurde das H.K.U. aufgelöst.
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| Spezifische Merkmale
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| Führungsstab: |
Besetzung des Stabes mit hochgradig erfahrenen U-Boot-Offizieren, die den Wissenstransfer von der Front in die Ausbildung sicherstellten.
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| Koordination: |
Steuerung des komplexen Zusammenspiels zwischen technischer Einweisung an Land und praktischer Erprobung auf See (AGRU-Front).
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| Kapazitätsregie: |
Verantwortung für die Verteilung der begrenzten Schulboote und Übungsgebiete auf die ständig steigende Zahl an neu aufzustellenden Besatzungen.
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| Relevanz für die U-Boot-Waffe
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| Frontreife: |
Das H.K.U. garantierte, dass U-Boot-Besatzungen trotz des immensen Zeitdrucks und feindlicher Störungen in der Ostsee nach einheitlich hohen Standards ausgebildet wurden.
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| Innovation: |
Schnelle Integration neuer Technologien wie Schnorchel, Radarwarngeräte und die Ausbildung auf den neuen Typ XXI und XXIII Booten.
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| Personalmanagement: |
Zentrale Steuerung der Personalreserven und Zuweisung spezialisierter Ausbilder in die kritischen Bereiche der Ausbildungsorganisation.
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| Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
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| BArch RM 87 |
Befehlshaber der Unterseeboote: Akten zur Aufstellung und zu den Befehlsbefugnissen des Höheren Kommandos der U-Bootsausbildung.
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| BArch RM 121 |
Marinelehrgänge und U-Schulen: Berichte des H.K.U. über den Stand und die Probleme der Ausbildungsorganisation.
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| BArch PERS 6 |
Personalakten: Nachweise über die Dienstzeit von Admiralstabsoffizieren im Stab des H.K.U.
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| Literaturverweise
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| Lohmann / Hildebrand |
„Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band II, Kapitel Ausbildungswesen: Die U-Boot-Ausbildung).
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| Rössler, Eberhard |
„Die deutsche U-Boot-Waffe“ (Detaillierte Darstellung der organisatorischen Expansion der Ausbildungsstellen).
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| Wegner, Günter |
„Stellenbesetzung der deutschen Marine 1848-1945“ (Chronologie der Chefs des Höheren Kommandos).
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| Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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