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| Gegner
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Französische Maquis (Résistance)
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| Als Maquis wurden die ländlichen Guerilla-Verbände der französischen Résistance bezeichnet, die aus dem Untergrund gegen die deutsche Besatzungsmacht operierten. Sie bestanden primär aus Wehrpflichtigen, die sich dem Zwangsarbeitsdienst (STO) entzogen hatten, sowie aus politisch motivierten Widerstandskämpfern. Ab 1944 wurden sie in die Forces françaises de l’intérieur (FFI) eingegliedert. Ihre Taktik basierte auf Sabotageakten, Hinterhalten gegen Nachschubkolonnen und der Aufklärung von Truppenbewegungen für die alliierten Streitkräfte.
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| Entstehung, Funktion und Ende
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| Struktur: |
Dezentrale Gruppen (Maquisards), die sich in unzugänglichen Gebieten (Wälder, Gebirge) verbargen und von der lokalen Bevölkerung unterstützt wurden.
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| Aufgaben: |
Sabotage von Bahnlinien und Fernmeldeverbindungen; Angriffe auf isolierte Stützpunkte; Bergung abgestürzter alliierter Flugzeugbesatzungen.
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| Kampfphase: |
Massive Intensivierung der Operationen nach der Invasion in der Normandie (Juni 1944), um den deutschen Truppennachschub an die Invasionsfront zu blockieren.
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| Ende 1944: |
Mit der Befreiung Frankreichs erfolgte die offizielle Eingliederung der bewaffneten Gruppen in die reguläre französische Armee.
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| Spezifische Merkmale
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| Bewaffnung: |
Nutzung von Beutewaffen sowie massiven Waffenabwürfen durch die britische SOE und den US-amerikanischen OSS (Sten-Guns, Sprengstoff).
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| Repressalien: |
Die Bekämpfung der Maquis durch Sicherheitsdienst (SD) und Wehrmacht führte häufig zu harten "Vergeltungsmaßnahmen" gegen die Zivilbevölkerung.
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| Aufklärung: |
Lieferung präziser Zieldaten über deutsche Verteidigungsanlagen am Atlantikwall an den britischen Geheimdienst.
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| Relevanz für die U-Boot-Waffe
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| Stützpunkte: |
Sabotageakte gegen Strom- und Wasserleitungen der U-Boot-Bunker in Lorient, Brest und Saint-Nazaire zur Störung des Werftbetriebs.
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| Hinterland: |
Gefährdung der Landwege zwischen den U-Boot-Stützpunkten; Kurierfahrten und Personaltransporte mussten oft unter starkem Begleitschutz erfolgen.
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| Belagerung: |
Nach dem alliierten Durchbruch 1944 schlossen Maquis-Einheiten die deutschen U-Boot-Stützpunkte (Festungen) von der Landseite her ein.
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| Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
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| BArch RW 35 |
Militärbefehlshaber in Frankreich: Berichte über die Bandenlage und Sicherungsmaßnahmen gegen Sabotageakte der Résistance.
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| BArch RH 2 |
OKH / Fremde Heere West: Akten über die Organisation und Bewaffnung der französischen Widerstandsbewegung.
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| BArch PERS 6 |
Personalakten: Nachweise über Verluste von Marineangehörigen durch Anschläge der Maquis im Hinterland der Biskaya.
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| Literaturverweise
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| Lohmann / Hildebrand |
„Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band II, Kapitel Sicherung der Stützpunkte in Frankreich).
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| Lieb, Peter |
„Konventioneller Krieg oder NS-Weltanschauungskrieg?“ (Untersuchungen zur Partisanenbekämpfung in Frankreich).
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| Kedward, Harry |
„In Search of the Maquis“ (Standardwerk zur Sozialstruktur und Taktik der ländlichen Résistance).
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| Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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