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| Verband
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1. Unterseeboots-Ausbildungsflottille
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| Die 1. Unterseeboots-Ausbildungsflottille (UA-Flottille) war der zentrale Stammverband für die praktische Ausbildung neuer U-Boot-Besatzungen der Kriegsmarine. Sie wurde im Frühjahr 1935 in Kiel-Wik aufgestellt und später nach Neustadt/Holstein sowie Danzig verlegt. Ihre Aufgabe war die erste bordpraktische Einweisung der Besatzungen sowie die technische und taktische Grundschulung am Gerät. Im November 1939 bildete sie die personelle und materielle Basis für die Aufstellung der 21. U-Flottille und der 24. U-Flottille, wodurch die spezialisierte Ausbildungsorganisation der U-Boot-Waffe begründet wurde.
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| Entstehung, Funktion und Ende
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| Aufstellung: |
Formiert im April 1935 unter der Tarnbezeichnung „Schulverband der Unterseebootsabwehrschule“ (U.A.S.) in Kiel.
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| Standorte: |
Kiel-Wik; ab 1937 Neustadt in Holstein; nach Kriegsbeginn 1939 Verlegung nach Danzig-Neufahrwasser zur Nutzung der dortigen Werftkapazitäten.
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| Aufgabe: |
Bordgewöhnung der Rekruten; technische Ausbildung der Maschinisten; erste Tauchübungen und Torpedoschießlehre für angehende Seeoffiziere.
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| Ende 1939: |
Im November 1939 wurde die Flottille geteilt: Aus ihr entstanden die 21. U-Flottille (Pillau) und die 24. U-Flottille (Danzig/Memel).
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| Spezifische Merkmale
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| Bootstyp: |
Ausrüstung vornehmlich mit den kleinen Einbaum-Booten vom Typ II A und Typ II B, die ideal für die küstennahe Ausbildung geeignet waren.
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| Ausbildung: |
Durchführung der sogenannten „U-Lehrgänge“, in denen das Zusammenspiel der gesamten Besatzung unter simulierten Gefechtsbedingungen trainiert wurde.
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| Sicherung: |
Enge Kooperation mit den Vorpostenflottillen der Ostsee, die als Sicherungs- und Zielschiffe während der Schießübungen fungierten.
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| Relevanz für die U-Boot-Waffe
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| Keimzelle: |
Als erste Ausbildungsflottille nach der Wiederaufrüstung legte sie die fachlichen und soldatischen Standards für die gesamte spätere U-Boot-Waffe fest.
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| Kaderveschmiede: |
Fast alle namhaften U-Boot-Kommandanten der ersten Kriegshälfte durchliefen hier ihre grundlegende Fachausbildung am Boot.
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| Expansion: |
Die Teilung der Flottille Ende 1939 markierte den Übergang von einer zentralen Schule hin zu einem dezentralen, hochspezialisierten Ausbildungssystem.
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| Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
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| BArch RM 87 |
Befehlshaber der Unterseeboote: Akten über die frühen Ausbildungsrichtlinien und die Aufstellung der UA-Flottille 1935.
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| BArch RM 121 |
Marinelehrgänge und U-Schulen: Unterlagen zur Verlegung nach Danzig und zur Umgliederung in die 21. und 24. U-Flottille.
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| BArch PERS 6 |
Personalakten: Nachweise über die Dienstzeit der ersten Flottillenchefs und Ausbilder der U-Ausbildungsflottille.
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| Literaturverweise
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| Lohmann / Hildebrand |
„Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band II, Kapitel Ausbildungswesen: Die U-Boot-Ausbildung).
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| Rössler, Eberhard |
„Die deutsche U-Boot-Waffe“ (Details zur Entwicklung der Ausbildungsflottillen in der Vorkriegszeit).
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| Herzog, Bodo |
„Deutsche U-Boote 1906–1966“ (Informationen zur Bootszuweisung und den Standorten der Schulflottillen).
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| Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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