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Torpedo-A-Lehrgang

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Ausbildung Torpedo-A-Lehrgang
Der Torpedo-A-Lehrgang war ein grundlegender Ausbildungslehrgang der Kriegsmarine für angehende Seeoffiziere und Fachpersonal der Torpedowaffe. Das „A“ stand für die allgemeine waffentechnische Grundausbildung. Ziel des Lehrgangs war die Vermittlung fundierter Kenntnisse in der Konstruktion, Wartung und dem taktischen Einsatz von Torpedos sowie der zugehörigen Ausstoß- und Zielgeräte. Er bildete die notwendige Basis für jede spätere Verwendung im Bereich der Torpedowaffe auf Überwasser- und Unterwassereinheiten.
Entstehung, Funktion und Aufgaben
Aufgaben: Vermittlung der mechanischen und physikalischen Grundlagen der Torpedowaffe; Handhabung von G7a- und G7e-Torpedos; Einweisung in die Zielrechnung.
Standort: Durchführung an den Torpedoschulen (z. B. Flensburg-Mürwik) oder an den Standorten der Torpedoversuchsanstalten (TVA).
Qualifikation: Pflichtlehrgang für Seeoffizieranwärter (Fähnriche) im Rahmen ihrer Gesamtausbildung sowie für spezialisierte Torpedo-Unteroffiziere.
Ende 1945: Mit der Einstellung des Ausbildungsbetriebs der Kriegsmarine nach der Kapitulation im Mai 1945 wurde der Lehrgangsbetrieb beendet.
Spezifische Merkmale
Systematik: Der A-Lehrgang bildete die erste Stufe der fachlichen Spezialisierung, gefolgt von weiterführenden B- (Belehrungs-) oder C-Lehrgängen für Fortgeschrittene.
Praxisanteil: Neben der Theorie standen praktische Übungen in Torpedowerkstätten und erste Probeschüsse auf Schulbooten im Vordergrund.
Prüfung: Der erfolgreiche Abschluss war Voraussetzung für die Anerkennung der Waffenqualifikation im Dienstzeugnis und die Beförderung.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Angriffstaktik: Die im A-Lehrgang erlernten mathematischen Grundlagen der Zielansprache waren essenziell für die späteren U-Boot-Kommandanten im Handelskrieg.
Technik: Einweisung in die Besonderheiten des Torpedoausstoßes aus U-Boot-Rohren und die Handhabung der empfindlichen elektrischen Antriebe (E-Torpedos).
Kaderbildung: Sicherstellung eines einheitlichen technischen Niveaus innerhalb der rasant expandierenden U-Boot-Waffe zur Vermeidung von Bedienungsfehlern an der Front.
Quellen verweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 121 Marinelehrgänge und Schulen: Akten über die Lehrpläne, Prüfungsordnungen und Teilnehmerlisten der Torpedo-A-Lehrgänge.
BArch RM 21 Torpedowaffenamt: Unterlagen zur Erstellung der technischen Dienstvorschriften für die Ausbildung (M.Dv. 190).
BArch PERS 6 Personalakten: Nachweise über die erfolgreiche Teilnahme am Torpedo-A-Lehrgang als Teil der Offiziersbiografien.
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band II, Kapitel Ausbildung: Die Fachlehrgänge).
Rössler, Eberhard „Die Torpedos der deutschen U-Boote“ (Details zur Ausbildung des technischen Personals).
Wegner, Günter „Stellenbesetzung der deutschen Marine 1848-1945“ (Systematik der Fachausbildung).
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