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U-Stützpunkt Brest

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Dienststelle / Objekt U-Stützpunkt Brest
Der U-Stützpunkt Brest an der Westküste der Bretagne war nach der Besetzung Frankreichs im Juni 1940 der erste und einer der bedeutendsten Stützpunkte für den deutschen U-Boot-Krieg im Atlantik. Aufgrund seiner strategischen Lage ermöglichte er den Booten den direkten Zugang zum Ozean ohne den gefährlichen Weg durch die Nordsee. Das Zentrum des Stützpunktes bildete der massive U-Boot-Bunker in der Penfeld-Mündung, der Platz für zwei Flottillen bot. Brest war Hauptquartier des Führers der Unterseeboote West und Heimatbasis der 1. und 9. U-Flottille. Trotz schwerster alliierter Luftangriffe blieb der Stützpunkt bis zur Belagerung der Festung im Spätsommer 1944 operativ.
Entstehung, Funktion und Aufgaben
Aufstellung: Juni 1940; Übernahme des französischen Marinehafens; Baubeginn des Bunkers Anfang 1941.
Aufgabe: Frontbasis für Atlantik-U-Boote; Instandsetzung; Ausrüstung; Torpedobevorratung; Lazarettwesen.
Unterstellung: Seekommandant Bretagne; fachlich dem Befehlshaber der Unterseeboote (BdU) West.
Ende 1944: September 1944; Kapitulation der Festung nach schweren Kämpfen; Zerstörung der Hafenanlagen.
Spezifische Merkmale
Bunkeranlage: 15 Liegeplätze in bombensicheren Boxen; Deckenstärke bis zu 6,20 Meter Stahlbeton.
Flottillen: Stationierungsort der 1. U-Flottille (Weddigen) und der 9. U-Flottille.
Infrastruktur: Nutzung der großen französischen Trockendocks und der unterirdischen Treibstofflager.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Operationsbasis: Zentraler Ausgangspunkt für die U-Boot-Gruppen im Kampf gegen das alliierte Geleitzugsystem.
Technik: Standort bedeutender Werkstätten der Kriegsmarinewerft für komplexe Reparaturen nach Feindfahrten.
Fernsteuerung: Sitz wichtiger Nachrichten- und Funkstellen für die Führung der Boote im Zentralatlantik.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 87 Befehlshaber der Unterseeboote: Akten über die Organisation der Stützpunkte in Frankreich.
BArch RM 45-III Seekommandant Bretagne: Unterlagen zur Verteidigung und zum Betrieb des Hafens Brest.
BArch PERS 6 Personalakten: Werdegänge von Flottillenchefs und Stabsoffizieren des Stützpunktes Brest.
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band II, Kapitel: Die U-Boot-Stützpunkte).
Mallmann Showell „U-Boot-Basen: Die deutschen U-Boot-Bunker des Zweiten Weltkriegs“.
Busch / Röll „Der U-Boot-Krieg 1939–1945“ (Band 2: Der U-Boot-Bau und die Flottillen).
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