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U-Stützpunkt Danzig

Aus U-Boot-Archiv Wiki

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Dienststelle / Objekt U-Stützpunkt Danzig
Der U-Stützpunkt Danzig war einer der zentralen Standorte für den Neubau und die Ausbildung der deutschen U-Boot-Waffe in der Ostsee. Im Gegensatz zu den Frontstützpunkten an der Atlantikküste lag der Schwerpunkt in Danzig auf der industriellen Fertigung (Schichau-Werke und Danziger Werft) sowie der anschließenden technischen Abnahme und Erprobung. Der Hafen bot ideale Bedingungen für die Ausbildung der neu aufgestellten Besatzungen in der relativ geschützten Danziger Bucht. Als Sitz zahlreicher technischer Dienststellen und Ausbildungsflottillen war Danzig maßgeblich an der Einführung der neuen Elektro-U-Boote (Typ XXI) ab 1944 beteiligt.
Entstehung, Funktion und Aufgaben
Aufstellung: Reaktivierung und massiver Ausbau mit Beginn des U-Boot-Aufrüstungsprogramms.
Aufgabe: U-Boot-Neubau; Werftinstandsetzung; Technische Abnahme (U.A.K.); Ausbildung von Besatzungen.
Unterstellung: Seekommandant Danzig; fachlich dem 2. Admiral der U-Boote (2. A.d.U.).
Ende 1945: März 1945; Räumung des Stützpunktes vor der vorrückenden Roten Armee.
Spezifische Merkmale
Werften: Standort der Schichau-Werke (Sektionsbau Typ XXI) und der Danziger Werft (Typ VII C).
Flottillen: Basis für Ausbildungsflottillen wie die 8. U-Flottille und Teile der 23. U-Flottille.
Ausbildung: Durchführung von U-Boot-Abnahmekursen und taktischen Übungen in der Danziger Bucht.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Serienbau: Einer der wichtigsten Produktionsstandorte für die modernen Hochleistungs-U-Boote des Typs XXI.
Erprobung: Sitz einer Zweigstelle des Unterseeboots-Abnahmekommandos zur technischen Prüfung der Neubauten.
Rückzug: Wichtiger Auffangstützpunkt für U-Boot-Einheiten während der Evakuierung der östlichen Ostsee.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 87 Befehlshaber der Unterseeboote: Akten über die Ausbildungsorganisation in Danzig.
BArch RM 45-I Seekommandant Danzig: Unterlagen zum Schutz und Betrieb des Marinehafens.
BArch PERS 6 Personalakten: Werdegänge von Flottillenchefs und Ingenieuroffizieren im Stützpunkt Danzig.
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band II, Kapitel: Die Stützpunkte Ostsee).
Rössler, Eberhard „Geschichte des deutschen U-Bootbaus“ (Details zur Fertigung in Danzig).
Busch / Röll „Der U-Boot-Krieg 1939–1945“ (Band 2: Der U-Boot-Bau und die Flottillen).
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