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Marineakademie Fiume

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Ausbildung Marineakademie Fiume
Die Marineakademie in Fiume (heute Rijeka) war die zentrale Bildungsstätte für den Seeoffiziersnachwuchs der k.u.k. Kriegsmarine. Gegründet im 19. Jahrhundert, bot sie eine vierjährige, hochspezialisierte Ausbildung in Nautik, Schiffbau, Maschinenlehre und Militärstrategie. Die Akademie war bekannt für ihr strenges Auswahlverfahren und ihr hohes wissenschaftliches Niveau. Mit dem Zusammenbruch der österreichisch-ungarischen Monarchie im Jahr 1918 wurde der Lehrbetrieb eingestellt. Viele Absolventen der Akademie dienten später als erfahrene Offiziere in der Reichs- und Kriegsmarine.
Entstehung, Funktion und Aufgaben
Aufstellung: 1848 in Triest, ab 1866 dauerhaft in Fiume; Neubau 1857 durch Erzh. Ferdinand Max.
Aufgabe: Wissenschaftliche und militärische Ausbildung der Marinekadetten (Seeoffiziere).
Unterstellung: k.u.k. Reichskriegsministerium (Marinesektion); lokaler Akademiekommandant.
Ende: November 1918; Auflösung nach der Proklamation des Staates der Slowenen, Kroaten und Serben.
Spezifische Merkmale
Struktur: Vier Jahrgänge; Internatsbetrieb; Fokus auf Mathematik, Physik und Sprachen.
Status: Absolventen erhielten nach Abschluss den Rang eines Seefähnrichs (später Seekadett).
Schulschiffe: Praktische Bordausbildung auf schuleigenen Segel- und Maschinenschiffen (z. B. Saida).
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Kommandanten: Fast alle k.u.k. U-Boot-Kommandanten (z. B. Georg von Trapp) waren Absolventen von Fiume.
Technik: Die exzellente mathematisch-technische Ausbildung legte den Grundstein für den Dienst auf U-Booten.
Erbe: Übernahme taktischer Lehrinhalte in die spätere deutsche U-Boot-Ausbildung durch k.u.k. Austauschoffiziere.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
ÖStA / KA Österreichisches Staatsarchiv / Kriegsarchiv: Hauptkataloge und Protokolle der Akademie.
BArch PERS 6 Personalakten: Nachweise der Akademiezeit bei ehem. k.u.k. Seeoffizieren.
Literaturverweise
Aichelburg, Wladimir „Die k.u.k. Marineakademie in Fiume“.
Pawlik, Georg „Die k.u.k. Kriegsmarine 1891–1914“.
Wegner, Günter „Stellenbesetzung der deutschen Marine“ (Anhang k.u.k. Personalübernahme).
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