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Seekadett (k.u.k.)

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Dienstgrad Seekadett (k.u.k.)
Der Seekadett war in der k.u.k. Kriegsmarine der Dienstgrad für Offizieranwärter während und unmittelbar nach ihrer Ausbildung an der Marineakademie Fiume. Bis zur Systemisierung von 1908 bildete er die unterste Stufe der Offizierslaufbahn. Nach 1908 wurde der Rang in Seekadett 1. und 2. Klasse unterteilt. Die Kadetten waren bereits befugt, die Offiziersadjustierung (mit entsprechenden Distinktionen) zu tragen und führten als äußeres Zeichen ihres Standes das Offiziersseitengewehr. Sie leisteten ihren Dienst zur praktischen Ausbildung auf den Schulschiffen der Flotte und wurden auf die spätere Beförderung zum Seefähnrich bzw. Linienschiffsfähnrich vorbereitet.
Entstehung, Funktion und Aufgaben
Rangstufe: Offizieranwärterrang; zwischen den Kadettenklassen und dem Seefähnrich.
Aufgabe: Praktische Bordausbildung; nautischer Wachdienst unter Aufsicht; Studium.
Unterstellung: Kommandant der Marineakademie; Kommandanten der Schulschiffe.
Ende: November 1918; Erlöschen des Dienstgrades mit der k.u.k. Monarchie.
Spezifische Merkmale
Klassen: Unterscheidung in Seekadett 2. Klasse (Schüler) und 1. Klasse (Absolvent).
Kennzeichnung: Goldene Borten an den Ärmelaufschlägen gemäß Adjustierungsvorschrift.
Privileg: Berechtigung zum Tragen des Offizierssäbels (nach Abschluss der Akademie).
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Kader: Grundlegende nautische Schule für fast alle späteren k.u.k. U-Boot-Kommandanten.
Ausbildung: Vermittlung der mathematisch-technischen Basis für die spätere U-Boot-Navigation.
Tradition: Prägung des Korpsgeistes, der die spätere U-Boot-Waffe in Pola ausmachte.
Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) | Invenio Online-Recherche
ÖStA / KA Österreichisches Staatsarchiv: Hauptkataloge der Marineakademie Fiume.
BArch PERS 6 Personalakten: Nachweise der Kadettenzeit bei ehem. k.u.k. Offizieren.
Literaturverweise
Aichelburg, W. „Die k.u.k. Marineakademie in Fiume“.
Zienert, Josef „Unsere Marine: Dienstgrade und Uniformen“.
Pawlik, Georg „Die k.u.k. Kriegsmarine 1891–1914“.
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