Aktionen

3. Offizier (U-Boot)

Aus U-Boot-Archiv Wiki

Version vom 13. März 2026, 09:10 Uhr von Andreas (Diskussion | Beiträge) (Die Seite wurde neu angelegt: „{| style="background-color:#FFFFE0;border-color:black;border-width:3px;border-style:double;width:100%;align:center" |- | || colspan="3" | {| class="wikitable…“)
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Dienststellung 3. Offizier (k.u.k.)
Der 3. Offizier (III. Boots-Offizier) wurde auf den größeren U-Boot-Typen der k.u.k. Kriegsmarine eingesetzt, um den Kommandanten und den 2. Offizier im Wachdienst zu entlasten. In der personell knapp bemessenen k.u.k. U-Boot-Waffe war diese Rolle zumeist mit der Funktion des Torpedo- und Funkoffiziers verknüpft. Er war verantwortlich für die Einsatzbereitschaft der Bewaffnung sowie für den Signaldienst. In der Regel wurde diese Position durch junge Fregattenleutnants oder Seefähnriche besetzt, für die der Dienst als III. Offizier die erste praktische Verwendungsstufe innerhalb der spezialisierten U-Boot-Ausbildung darstellte.
Entstehung, Funktion und Aufgaben
Aufstellung: Einrichtung mit Zulauf der größeren Hochsee-U-Boote (z.B. U 14, U 27).
Aufgabe: Wachdienst; Torpedowesen; Funk- und Signaldienst; Gehilfe der Navigation.
Unterstellung: U-Boot-Kommandant; disziplinarisch dem 2. Offizier beigeordnet.
Ende: November 1918; Auflösung der k.u.k. Flottenstrukturen.
Spezifische Merkmale
Personal: Besetzung durch junge Seeoffiziere (Seefähnriche / Fregattenleutnants).
Ausbildung: Absolventen der Marineakademie Fiume mit technischem Schwerpunkt.
Besonderheit: Auf kleinen Booten (Typ UB I / UB II) entfiel diese Dienststellung meist zugunsten des L.I.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Nachwuchs: Wichtigste Schule für künftige Wachoffiziere und spätere Kommandanten.
Technik: Verantwortlichkeit für die Wartung der empfindlichen Torpedozieleinrichtungen.
Gefecht: Unterstützung des Kommandanten am Sehrohr durch Datenaufnahme und Logbuchführung.
Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) | Invenio Online-Recherche
ÖStA / KA Österreichisches Staatsarchiv: Belohnungsakten und Personalbeschreibungen.
BArch PERS 6 Personalakten: Werdegänge ehem. k.u.k. Offiziere (z.B. Crew-Listen).
Literaturverweise
Aichelburg, W. „Die Unterseeboote Österreich-Ungarns“.
Pawlik, Georg „S.M. Unterseeboote: Die k.u.k. U-Boot-Waffe 1907–1918“.
Wegner, Günter „Stellenbesetzung der deutschen Marine 1848–1945“.
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132