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HMS Saracen (P.247)

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Die HMS SARACEN (P.247) war ein U-Boot der Seraph-Klasse der britischen Royal Navy.
Der Kiel des U-Bootes wurde am 16.07.1940 bei Cammell, Laird &. Co. in Birkenhead gelegt. Der Stapellauf erfolgte am 16.02.1942 und die Indienststellung am 27.06.1942.
Das Boot hatte eine Verdrängung von 865 ts über und 990 ts unter Wasser. Es war 66,08 m lang, 7,19 m breit und einen Tiefgang von 3,40 m. 2 Dieselmotoren mit 1.900 PS und 2 E-Maschinen mit 1.300 PS konnten das Boot auf bis zu 15 kn (28 km/h) über und 10 kn (19 km/h) unter Wasser beschleunigen. Die Besatzungsstärke betrug 48 Mann.
Bewaffnet war die Saracen mit: 1 × 76 mm L/50 Geschütz, 1 × 20 mm cm Oerlikon-Flak, 3 × 7,7 mm MG, 7 × Torpedorohr 533 mm (davon eines extern), 13 Torpedos.
Einsatzgeschichte
Im Krieg wurde das U-Boot anfangs in der Nordsee und später im Mittelmeer eingesetzt. Der Kommandant war Lt. Michael Geoffrey Rawson Lumby.
Am 03.08.1942 torpedierte und versenkte die Saracen nordöstlich der Färöer-Inseln das deutsche U-Boot U 335. Lediglich ein deutscher Seemann überlebte den Angriff. Nachdem das U-Boot in das Mittelmeer verlegt wurde, versenkte es am 09.11.1942, nördlich San Vito Lo Capo (Sizilien), das italienische U-Boot Granito (630 ts) mit Torpedos. Sieben Tage später griff die Saracen nördlich des Golf von Tunis bei einen kleinen Geleitzug der Achse mit einem Dreierfächer an. Der Konvoi bestand aus dem kleinen italienischen Tanker Labor (510 BRT) und dem deutschen Frachtschiff Menes (5.609 BRT), die von den italienischen Torpedobooten Calliope und Climene eskortiert wurden. Alle Torpedos verfehlten die Ziele.
Am 17.12.1942 folgte nördlich von Bizerta (Tunesien) ein Angriff auf den deutschen Transporter Ankara (4.768 BRT) und den italienischen Zerstörer Camicia Nera. Auch diesmal traf kein Torpedo. Am selben Tag griff das Schwesterschiff Splendid ebenfalls die Ankara an und versenkte den eskortierenden Zerstörer Aviere. Die Ankara entkam. Sie lief im Januar 1943 auf eine von Rorqual gelegte Seemine und sank.
Am 20.01.1943 versenkte die Saracen 30 Seemeilen südlich von Capri (Italien) mit dem Deckgeschütz den italienischen Hilfs-U-Jäger V3/Maria Angelette. Am 12.02.1943 versenkte sie vor Kap Sardineaux (Südfrankreich) die französischen Schlepper Provincale II (124 BRT) und Marseillaise V (138 BRT) mit dem Bordgeschütz. Am 15.02.1943 torpedierte und beschädigte die Saracen südwestlich von Genua (Italien) den in deutschen Diensten fahrenden französischen Tanker Marguerite Finaly (12.309 BRT). Vier Tage später wurden vor Cervo (Ligurien) zwei italienische Segelschiffe mit Bordartillerie beschädigt.
Am 19.04.1943 sah die Saracen, 18 Seemeilen westlich von Elba, einen italienischen Geleitzug und versenkte den Transporter Francesco Crispi (7.600 BRT) mit Torpedos. Drei Tage später wurde 35 Seemeilen südlich von Pianosa der italienische Transporter Tagliamento (5.448 BRT) torpediert und versenkt.
Die Saracen torpedierte im Juli 1943 zwei weitere Schiffe der Achse. Am 06.07.1943, wurde 15 Seemeilen südlich von Capraia, der italienische Transporter Tripoli (1.166 BRT) versenkt. Am 11.07.1943 sank, 25 Seemeilen südlich von Korsika, das deutsche Frachtschiff Tell (1.349 BRT).
Die Saracen wurde am 14.08.1943 nordöstlich von Bastia (Korsika) von den italienischen Korvetten Minerva und Euterpe mit Wasserbomben angegriffen und zum Auftauchen gezwungen. Das beschädigte U-Boot wurde von der Besatzung bei Position 42° 45′ N - 09° 30′ O aufgegeben und selbstversenkt. Die gesamte Besatzung ging in italienische Kriegsgefangenschaft.
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