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| Verband
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1. Minensuchhalbflottille
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| Die 1. Minensuchhalbflottille war ein traditionsreicher Verband, der den Kern der deutschen Minensuchstreitkräfte in der Zwischenkriegszeit bildete. Sie war maßgeblich an der Räumung der Altlasten des Ersten Weltkriegs sowie an der Erprobung neuer Räumtaktiken beteiligt und diente als personelle Keimzelle für die späteren Sicherungsverbände der Kriegsmarine.
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| Historischer Kontext & Organisation
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| Aufstellung: |
Formiert nach dem Ende des Ersten Weltkriegs im Rahmen der Neuorganisation der Reichsmarine.
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Hauptstützpunkte in Pillau (Ostpreußen) und später in Kiel.
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| Unterstellung: |
Befehlshaber der Minensuchbootsflottillen (B.d.M.).
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| Ausstattung: |
Flachgehende Minensuchboote (F-Boote) und Minensuchboote vom Typ 1916 (z. B. M 111, M 132, M 146).
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| Umgliederung: |
Am 01.10.1937 Erweiterung und Umbenennung zur 1. Minensuchflottille.
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| Aufgaben & Spezialisierung
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| Räumdienst: |
Systematische Säuberung der Nord- und Ostsee von Minensperren des Ersten Weltkriegs in den 1920er und frühen 1930er Jahren.
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| Erprobung: |
Einsatz als Versuchsverband für neuartige Räumgeräte und taktische Verfahren zur Minenabwehr.
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| Ausbildung: |
Zentrale Schulungsstätte für Offiziere und Mannschaften der Sperrwaffenlaufbahn.
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| Spezifische Besonderheiten
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| Pillau-Faktor: |
Einzige permanente Sicherungseinheit für den Seeweg nach Ostpreußen während der Korridor-Zeit.
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| Tiefgang-Vorteil: |
Einsatz des Typs 1916 mit geringem Tiefgang, ideal für die Küstensicherung und Überwachung flacher Ausbildungsreviere der U-Boot-Waffe.
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| Taktik-Pionier: |
Perfektionierung des Scherdrachen-Räumverfahrens zur Tiefensteuerung der Räumkabel in variablen Wassertiefen.
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| Personalstruktur: |
Hoher Grad an Spezialisierung; personelle Keimzelle für das nautische Führungspersonal der frühen U-Boot-Waffe.
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| Relevanz für die U-Boot-Waffe
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| Sicherung der Gewässer: |
Gewährleistung der Minenfreiheit in den Übungsgebieten der Ostsee, was den gefahrlosen Betrieb der späteren Unterseeboot-Lehrdivisionen (U.L.D.) ermöglichte.
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| Kaderschmiede: |
Zahlreiche Spezialisten und Offiziere wechselten von der Halbflottille zur U-Boot-Waffe; ihre nautische Erfahrung in schwierigen Gewässern war dort hochgeschätzt.
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| Taktikgrundlagen: |
Die hier entwickelten Geleitverfahren bildeten die Basis für den Schutz der Front-U-Boote bei der Passage gefährdeter Küstenzonen.
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| Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
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| BArch RM 69 / 1 |
Kriegstagebuch und Akten der 1. Minensuchflottille (Übergabeprotokolle aus der Zeit der Halbflottille).
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| BArch RM 61 |
Akten des Führers der Minensuchboote (Organisatorische Entwicklung der Halbflottillen).
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| BArch RM 20 / 893 |
Unterlagen zur Zusammenarbeit zwischen Sicherungsstreitkräften und der U-Boot-Führung.
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| Literaturverweise
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| Lohmann / Hildebrand |
"Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band II, Kapitel über Minensuchverbände).
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| Gröner, Erich |
"Die deutschen Kriegsschiffe 1815–1945" (Band 2, technische Daten zum Typ 1916).
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| Hildebrand, Hans H. |
"Die organisatorische Entwicklung der Marine nebst Stellenbesetzung 1848 bis 1945".
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| Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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