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2. Admiral der Ostseestation

Aus U-Boot-Archiv Wiki

Dienststelle 2. Admiral der Ostseestation
Der 2. Admiral der Ostseestation war eine zentrale Kommandobehörde innerhalb der Marinestation der Ostsee. Er fungierte als direkter Stellvertreter des Stationschefs und trug die Hauptverantwortung für die landseitige Organisation, die Personalergänzung sowie die Überwachung sämtlicher Ausbildungseinheiten im Ostseebereich. Am 01.01.1938 wurde aus seinem Stab die Dienststelle des "2. Admirals der Ostsee" gebildet, wobei die Aufgabenbereiche im Zuge der Aufrüstung präzisiert und erweitert wurden.
Entstehung, Funktion und Ende
Aufstellung: Etablierte Dienststellung der Marinestation der Ostsee in Kiel; administrativ und truppendienstlich dem Stationschef unterstellt.
Standort: Kiel. Die Dienststelle koordinierte von hier aus die unterstellten Schiffsstammdivisionen und Fachschulen im gesamten schleswig-holsteinischen und pommerschen Raum.
Aufgabe: Führung des gesamten Personalersatzwesens, Aufsicht über die Rekrutenausbildung sowie die administrative Verwaltung der Marinegarnisonen in der Ostsee.
Ende 1937: Mit Wirkung vom 01.01.1938 wurde die Dienststellung im Rahmen der neuen Spitzengliederung in "2. Admiral der Ostsee" umbenannt und personell neu strukturiert.
Spezifische Merkmale
Ausbildungshoheit: Überwachung der Lehrpläne und der militärischen Disziplin in den Schiffsstammabteilungen, die das Fundament der personellen Ausbildung bildeten.
Ersatzwesen: Zentrale Steuerung der Zuweisung von Rekruten zu den verschiedenen Laufbahnen und Fachschulen entsprechend den Anforderungen der Flotte.
Stellvertretung: Wahrnehmung aller laufenden Dienstgeschäfte der Stationsführung bei Abwesenheit des Kommandierenden Admirals (Stationschef).
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Kaderbildung: Die Dienststelle legte die Basis für die personelle Qualität der U-Boot-Waffe, indem sie die soldatische Grundausbildung der späteren Spezialisten sicherstellte.
Infrastruktur: Bereitstellung und Verwaltung der Kasernen und Übungsanlagen in Kiel, die in der Aufbauphase der U-Boot-Waffe ab 1935 von den ersten Besatzungen genutzt wurden.
Personal-Pipeline: Koordination der Versetzungen von qualifiziertem Personal aus der allgemeinen Marineausbildung hin zu den neu geschaffenen U-Boot-Schulverbänden.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 17 Marinestation der Ostsee: Akten über die Organisationsstruktur und die Befehlswege des 2. Admirals der Ostseestation vor 1938.
BArch RM 121 Marinelehrgänge und Stammabteilungen: Berichte und Statistiken zur Ausbildungstätigkeit unter der Aufsicht der Dienststelle.
BArch PERS 6 Personalakten: Werdegänge der Admirale, die die Position des 2. Admirals der Ostseestation innehatten.
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band I, Kapitel Landdienststellen: Die Organisation der Marinestationen).
Wegner, Günter „Stellenbesetzung der deutschen Marine 1848-1945“ (Chronologische Liste der Amtsinhaber in Kiel).
Koop / Schmolke „Die deutschen Marinestützpunkte“ (Details zur Verwaltung und Geschichte der Marinestation der Ostsee).
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