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| Verband
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Kampfschwimmer (Kommando der Kleinkampfverbände)
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| Die Kampfschwimmer waren die Eliteeinheit innerhalb des Kommandos der Kleinkampfverbände (KdK). Als spezialisierte Marine-Sondereinheit waren sie für die Durchführung maritimer Sabotageakte, verdeckte Aufklärung und Sprengungen von Hafenanlagen sowie Brücken verantwortlich. Die Ausbildung orientierte sich an den italienischen Vorbildern der Decima MAS. Unter extremen physischen Bedingungen operierten die Schwimmer oft nachts, um kriegswichtige Infrastruktur im feindlichen Hinterland unschädlich zu machen.
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| Entstehung, Funktion und Ende
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| Aufstellung: |
Formiert ab Anfang 1944 unter der Leitung von Vizeadmiral Hellmuth Heye. Die Ausbildung erfolgte in spezialisierten Lehrkommandos (z.B. Lehrkommando 700 / 701) unter strengster Geheimhaltung.
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| Standort: |
Ausbildungszentren befanden sich unter anderem in List auf Sylt und in Valdagno (Italien). Operative Einsätze erfolgten an der Invasionsfront, in den Niederlanden und an den großen Flüssen der Ostfront.
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| Technik: |
Nutzung von speziellen Tauchgeräten (Sauerstoff-Kreislaufgeräte), wasserdichten Sprengladungen (Haftminen) und Tarnanzügen. Einsatz von Torpedotransportern für längere Anmarschwege über See.
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| Ende 1945: |
Mit der Kapitulation im Mai 1945 wurden die Kampfschwimmergruppen aufgelöst. Viele Spezialisten gerieten in alliierte Gefangenschaft; ihre Techniken wurden später von modernen Spezialeinheiten weltweit adaptiert.
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| Spezifische Merkmale
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| Sabotage-Einsatz: |
Erfolgreiche Angriffe auf die Orne-Schleusen und die Brücke von Nimwegen zur Störung des alliierten Nachschubs nach der Landung in der Normandie.
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| Elite-Auswahl: |
Das Personal rekrutierte sich aus Freiwilligen der Kriegsmarine und der Waffen-SS, die ein hartes Auswahlverfahren bezüglich Ausdauer, Schwimmfähigkeit und psychischer Belastbarkeit durchlaufen mussten.
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| Tarnung: |
Verdeckte Infiltration feindlicher Gewässer, oft über Kilometer hinweg, wobei nur der Kopf oder das Atemgerät zeitweise die Wasseroberfläche durchbrach.
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| Relevanz für die U-Boot-Waffe
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| Kleinkampfmittel: |
Die Kampfschwimmer ergänzten die offensive Seekriegführung der U-Boote durch Operationen in Häfen und flachen Gewässern, die für herkömmliche U-Boote nicht erreichbar waren.
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| Spezial-Transport: |
Gelegentliche Planungen sahen vor, Kampfschwimmer mit U-Booten nah an feindliche Küsten heranzubringen, um von dort aus Sabotageakte gegen Flottenstützpunkte zu starten.
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| Innovations-Transfer: |
Die Entwicklung von Sauerstoffgeräten und Unterwasser-Ausrüstung für die Kampfschwimmer floss teilweise in die Rettungs- und Tauchtechnik der allgemeinen U-Boot-Besatzungen ein.
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| Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
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| BArch RM 121-II |
Kommando der Kleinkampfverbände: Akten über die Ausbildung und den operativen Einsatz der Kampfschwimmergruppen an der West- und Ostfront.
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| BArch PERS 6 |
Personalakten: Nachweise über Kommandierungen zu den Lehrkommandos 700 und 701 sowie Verleihungen von Auszeichnungen für Sondereinsätze.
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| BArch RM 7 |
Seekriegsleitung: Berichte über die strategische Wirkung der Sabotageangriffe auf alliierte Brücken- und Hafenanlagen 1944/45.
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| Literaturverweise
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| Blocksdorf, Helmut |
„Das Kommando der Kleinkampfverbände der Kriegsmarine“ (Detaillierte Darstellung der Kampfschwimmer-Einsätze).
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| Heye, Hellmuth |
„Die deutschen Kleinkampfverbände“ (Bericht des ehemaligen Befehlshabers über Gliederung und Auftrag).
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| Jung, Michael |
„Sabotage unter Wasser: Die deutschen Kampfschwimmer im Zweiten Weltkrieg“ (Umfassende technische und operative Dokumentation).
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| Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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