Aktionen

Luftwaffenkommando 5

Aus U-Boot-Archiv Wiki

Verband Luftflottenkommando 5 (Luftflotte 5)
Das Luftflottenkommando 5 wurde im April 1940 für die Führung der Luftwaffenkräfte im Norwegenfeldzug aufgestellt. Die Luftflotte blieb in Norwegen und führte von dort die Luftangriffe gegen Großbritannien, gegen Geleitzüge auf See sowie die Kämpfe in Nordfinnland. Das Luftflottenkommando 5 wurde im September 1944 aufgelöst und zusammen mit dem Feld-Luftgaukommando Norwegen zur Aufstellung des Kommandierenden Generals der Deutschen Luftwaffe in Norwegen verwandt. In den Personalakten dokumentiert die Verwendung bei diesem Kommando eine strategische Schlüsselrolle im Nordraum und die Koordination weiträumiger See- und Luftkriegsoperationen.
Historischer Kontext & Organisation
Aufstellung: 12.04.1940 aus dem Stab des Fliegerführers Drontheim; Hauptquartier meist in Oslo, später zeitweise in Kemi/Finnland.
Einsatzgebiete: Überwachung des gesamten norwegischen Küstenraums, Nordatlantik bis Island und das Eismeer (Murmansk-Route).
Strukturwandel: 16.09.1944: Umwandlung in den Kommandierenden General der Deutschen Luftwaffe in Norwegen zur Straffung der Kommandostruktur.
Führung: Bekannte Oberbefehlshaber waren Generaloberst Erhard Milch (April–Mai 1940) und Generaloberst Hans-Jürgen Stumpff (Mai 1940 – Nov 1943).
Spezifische operative Details
Geleitzugbekämpfung: Leitung der Angriffe auf die PQ- und QP-Konvois durch Kampfgeschwader (z. B. KG 30) und Sturzkampffliegerverbände vom Nordkap aus.
Fernaufklärung: Einsatz weit reichender Seefernaufklärer (Fw 200 "Condor") zur Ortung alliierter Flottenverbände als Zuarbeit für die U-Boot-Waffe.
Küstenverteidigung: Koordination der Luftverteidigung wichtiger Marinestützpunkte wie Bergen, Drontheim (Dora) und Hammerfest gegen britische Luftangriffe.
Relevanz für die Marine / U-Boot-Waffe
Operative Verzahnung: Direkte Zusammenarbeit mit dem Admiral Nordmeer zur Abstimmung kombinierter Angriffe von U-Booten und Fliegerverbänden auf alliierte Versorgungsrouten.
Meteorologie: Betrieb von Wetterstationen und Wettererkundungsstaffeln (Wekusta), deren Daten für die U-Boot-Operationen in der Arktis von entscheidender Bedeutung waren.
Biografischer Marker: In den Personalakten markiert der Dienst bei der Luftflotte 5 eine Verwendung in einem der klimatisch und technisch anspruchsvollsten Operationsgebiete des Krieges.
Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) | Invenio Online-Recherche
BArch RL 7 Luftflottenkommando 5: Kriegstagebücher, Einsatzakten der Fliegerführer und Berichte über die Luftkriegführung im Nordraum (1940–1944).
BArch PERS 6 Personalakten: Individuelle Nachweise über Offiziere im Stab der Luftflotte 5 und bei den unterstellten Luftgaukommandos.
BArch RM 7 / 2331 Seekriegsleitung: Akten zur Zusammenarbeit zwischen Marinebefehlshaber Norwegen und dem Luftflottenkommando 5.
Literaturverweise
Dierich, Wolfgang Die Verbände der Luftwaffe 1935–1945 (Details zur Gliederung und den unterstellten Geschwadern der Luftflotte 5).
Lohmann / Hildebrand Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945 (Band II, Kontext zur gemeinsamen Seekriegführung im Nordpolarmeer).
Boog, Horst Die deutsche Luftwaffenführung 1935–1945 (Details zur strategischen Führungsebene und den Umgliederungen in Norwegen).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132